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Beliebte Fehler: B

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Beliebte Fehler: B
Beliebter Fehler Richtige Schreibweise Erläuterung
baff erstaunt bass erstaunt Das veraltete bass für „sehr“ kommt nur noch in den Wendungen bass erstaunt oder bass verwundert vor; es hat mit „baff“ (= verblüfft) nichts zu tun. baff erstaunt / bass erstaunt
barfuss;
barfüssig
barfuß;
barfüßig
Auch nach neuer Rechtschreibung wird barfuß ebenso wie barfüßig mit ß geschrieben, da der Vokal davor lang gesprochen wird. Während barfuß nur adverbial gebraucht wird („sie lief barfuß“), kann barfüßig auch attributiv verwendet werden („die barfüßige Frau“). barfuss / barfuß
Batallion Bataillon Die Bezeichnung Bataillon für einen größeren Truppenverband stammt aus dem Französischen und ist letztlich auf das lat. battuere = schlagen; klopfen zurückzuführen. Batallion / Bataillon
Bedrouille Bredouille Das aus dem Französischen kommende Wort Bredouille für „Schwierigkeiten“ („in die Bredouille geraten“) bedeutet so viel wie „Dreck“. Aufgrund der im Deutschen ungewöhnlichen Lautfolge wird es oft falsch ausgesprochen oder geschrieben. Bedrouille / Bredouille
bei Leibe nicht beileibe nicht Völlig absurd ist die Falschschreibung „bei Leibe“ nicht, denn tatsächlich hat sich das Adverb beileibe aus ebendieser Fügung entwickelt, wobei „Leib“ die alte Bedeutung „Leben“ hat: „bei meinem Leben“. Heute wird beileibe praktisch nur noch in intensivierender Verneinung gebraucht: „Das ist beileibe nicht mein Wunsch.“ – „Er ist beileibe kein Genie.“ Aber: „Er ist gut bei Leibe“ (= wohlgenährt). bei Leibe nicht / beileibe nicht
Belzebub Beelzebub Der Name Beelzebub für den Teufel geht auf das hebräische Wort »Ba'al zevūv« mit der Bedeutung „Herr der Fliegen“ im Sinne von „Herr der bösen Geister“ zurück. Der Ausdruck ist vor allem noch in der Redensart „den Teufel mit/durch Beelzebub austreiben“ (ein Übel durch ein schlimmeres Übel ersetzen; vom Regen in die Traufe kommen) geläufig. Der Genitiv wird ohne s gebildet: des Beelzebub. Belzebub / Beelzebub
Beredtsamkeit Beredsamkeit Ist jemand mitteilsam oder redegewandt, nennt man ihn auch „beredt“ oder „beredsam“. Von letzterem Adjektiv stammt auch das Substantiv Beredsamkeit ab, weshalb es nicht mit dt geschrieben wird. Das dt in „beredt“ rührt aus einer Verkürzung aus dem mittelhochdeutschen „beredet“. Beredtsamkeit / Beredsamkeit
bereuhen bereuen Die Formen des mit dem Substantiv „Reue“ verwandten Verbs bereuen werden allesamt ohne h geschrieben: Ich bereue, du bereust, er bereut. bereuhen / bereuen
bescheid wissen; bescheidwissen Bescheid wissen Das Substantiv Bescheid wird in vielen Verbindungen mit Verben verwendet und dabei immer groß- und vom Verb getrennt geschrieben: Bescheid wissen, sagen, geben, erhalten. Die häufig zu sehende falsche Kleinschreibung beruht möglicherweise auf einer falschen Analogie zu Wendungen wie „recht geben“ oder „ernst nehmen“. bescheid wissen / Bescheid wissen
Besenreißer; Besenreisser Besenreiser Als Besenreiser werden kleine, netz- oder fächerförmige Varizen (Krampfadern) bezeichnet, die besonders an den Beinen auftreten können. Das Wort leitet sich von „Besen“ und „Reis“ im Sinne von „Reisig“ ab und bezieht sich auf die an Reisigbesen erinnernde Erscheinungsform der Varizen. Besenreißer / Besenreiser
best bewertet bestbewertet Die Falschschreibung „best bewertet“ liest man vor allem in (Online-)Rubriken, die Artikel oder Beiträge mit den besten Nutzerbewertungen bündeln. Das Präfix „best…“ wird jedoch mit einem nachfolgenden Partizip II stets zusammengeschrieben: bestbewertet, bestbewährt, bestbezahlt. Es handelt sich dabei um eine Zusammenziehung von „am besten bewertet“ (Superlativ zu „gut“). best bewertet / bestbewertet
bestmöglichst bestmöglich Da das Adjektiv bestmöglich mit „best“ bereits einen Superlativ enthält, kann es nicht nochmals gesteigert werden: „Das ist die bestmögliche (nicht: bestmöglichste) Lösung.“ Das gilt auch für die Substantivierung: „Ich werde mein Bestmögliches (nicht: Bestmöglichstes) tun.“ bestmöglichst / bestmöglich
Billiard Billard Bei der hier zitierten Falschschreibung von Billard handelt es sich um einen Schreibfehler, zum einen aufgrund der Aussprache, zum anderen resultierend aus einer falschen Übertragung von engl. billiard. Billiard / Billard
bischen bisschen Das Wörtchen bisschen ist ein sogenanntes Indefinitpronomen, von: „kleiner Bissen“, und wird nach neuer Rechtschreibung mit ss statt ß (alte Schreibung: „bißchen“) geschrieben. Die Schreibweise mit einfachem s war hingegen schon immer verkehrt. bischen / bisschen
Bisquit Biskuit Das Wort Biskuit kommt genau wie das Gebäck aus Frankreich zu uns: biscuit. Es heißt übrigens sowohl „der Biskuit“ als auch „das Biskuit“, Plural ist „Biskuits“ oder (seltener) „Biskuite“. Bisquit / Biskuit
Blinis Blini Die Blini, kleine russische Pfannkuchen aus Buchweizenmehl, sind hierzulande besonders durch den „Milchschnitte“-Werbespot der Klitschko-Brüder bekanntgeworden. Bei Blini (fälschlich oft auch als „Bliny“ bezeichnet) handelt es sich bereits um den Plural, der Singular würde analog zum Russischen „Blin“ lauten, er ist aber in der deutschen Sprache nicht geläufig. Bei „Blinis“ handelt es sich also um einen falschen „doppelten Plural“.

Nachtrag am 11.07.2012: Dem Sprachgebrauch folgend verzeichnet der Duden mittlerweile der Blini als Singularform, im Plural die Blini oder die Blinis. Blinis / Blini
blos bloß Während das Adjektiv bloß im Sinne von „nackt; unbedeckt“ bereits im Mittelhochdeutschen gebräuchlich war, hat sich das Adverb bloß im Sinne von „nur; lediglich“ erst im 15. Jh. aus der Bedeutung „rein, ausschließlich“ entwickelt. Auch nach neuer Rechtschreibung wird das Wort mit ß am Ende geschrieben, die Schreibweisen „blos“ oder „bloss“ sind also nicht richtig. blos / bloß
blutdurstig blutdürstig Bei den Adjektivbildungen durstig und dürstig hat sich die umlautlose Form durchgesetzt; ein altes dürstig ist jedoch noch in blutdürstig erhalten geblieben. blutdurstig / blutdürstig
Blutgerinsel Blutgerinnsel Das Gerinnsel, welches zumeist im Kompositum Blutgerinnsel verwendet wird, ist mit dem Verb „gerinnen“ verwandt, woraus sich die Schreibung mit zwei n begründet. Blutgerinsel / Blutgerinnsel
Board Bord Speziell im Sinne von Schiffsdeck oder Flugzeugkabine wird häufig irrtümlich die englische Schreibweise für Bord verwendet. Richtig heißt es: „Willkommen an Bord!“ (nicht: „an Board“). Mit Board bezeichnet man hingegen in der Wirtschaft ein (Kontroll-)Gremium und im Internet ein Diskussionsforum. an Board / Bord
Böhe Bö; Böe Die Bezeichnung oder Böe für einen starken Windstoß geht auf das niederdeutsche Wort „bui“ zurück. Sowohl Böe als auch Windböe werden ohne h geschrieben. Böhe / Bö; Böe
bombadieren bombardieren Sowohl bombardieren als auch Bombardement gehen auf die frz. Bombarde zurück, ein schweres Belagerungsgeschütz und ursprünglich eine Steinschleudermaschine. bombadieren / bombardieren
Boxhorn Bockshorn Ob sich das Bockshorn in der Redensart „jemanden ins Bockshorn jagen“ tatsächlich auf das Horn eines Bockes zurückführen lässt, ist zweifelhaft, denn Ursprung und Bedeutung der seit dem 15. Jh. belegten Wendung sind äußerst unklar. Einer von vielen Deutungsversuchen weist auf eine alte bairische Form der Bestrafung hin, bei der der Delinquent in ein Bocksfell gezwungen wurde; aus diesem Bocksham (= Bockshaut) könnte dann durch volksetymologische Umdeutung das „Bockshorn“ geworden sein. Heute wird die Redensart zumeist in einem positiv negierten Sinne gebraucht: „sich nicht ins Bockshorn jagen lassen“ = „sich nicht einschüchtern lassen“. Boxhorn / Bockshorn
Brandwein Branntwein Bei der Bezeichnung Branntwein handelt es sich nicht um eine Zusammensetzung von „Brand“ und „Wein“, sondern um eine Zusammenziehung des Ausdrucks „gebrannter Wein“, aus dem Mittelhochdeutschen („gebranter wɪ̅n“) im 16. Jahrhundert zusammengezogen zu „brantewein“. Im Gegensatz dazu wird Weinbrand mit d am Ende des Wortes geschrieben. Brandwein / Branntwein
Bretzel Brezel Restlos geklärt ist die Herkunft des Wortes Brezel nicht, vermutlich geht der Begriff aber auf das lat. bracchium = Unterarm zurück, eine Erklärung, die auch durch das italienische Wort für Brezel, bracciotello, plausibel erscheint. Demnach kommt die Bezeichnung von der Form der Brezel, die an verschlungene Arme erinnert. Die Schreibweise „Bretzel“ ist im Schweizerischen richtig, gilt hierzulande aber als falsch (vgl. »Der, die oder das?«). Bretzel / Brezel
brilliant brillant Wie beim „Billard“ verwirrt auch hier die Aussprache mit dem gesprochenen i. Trotz gemeinsamer Wortherkunft ist das Adjektiv brillant übrigens keine direkte Ableitung von Brillant, sondern von brillieren (frz. briller). brilliant / brillant

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