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Buchstabe B: Seite 1 von 2 | Weiter »| Beliebter Fehler | Richtige Schreibweise | Erläuterung |
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| baff erstaunt | bass erstaunt |
Das veraltete bass für „sehr“ kommt nur noch in den Wendungen bass erstaunt oder bass verwundert vor; es hat mit „baff“ (= verblüfft) nichts zu tun.
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| barfuss | barfuß |
Auch nach neuer Rechtschreibung wird barfuß ebenso wie barfüßig mit ß geschrieben, da der Vokal davor lang gesprochen wird. Während barfuß nur adverbial gebraucht wird („sie lief barfuß“), kann barfüßig auch attributiv verwendet werden („die barfüßige Frau“). |
| Batallion | Bataillon |
Die Bezeichnung Bataillon für einen größeren Truppenverband stammt aus dem Französischen und ist letztlich auf das lat. battuere = schlagen; klopfen zurückzuführen. |
| Bedrouille | Bredouille |
Das aus dem Französischen kommende Wort Bredouille für „Schwierigkeiten“ („in die Bredouille geraten“) bedeutet so viel wie „Dreck“. Aufgrund der im Deutschen ungewöhnlichen Lautfolge wird es oft falsch ausgesprochen oder geschrieben. |
| bei Leibe nicht | beileibe nicht |
Völlig absurd ist die Falschschreibung „bei Leibe“ nicht, denn tatsächlich hat sich das Adverb beileibe aus ebendieser Fügung entwickelt, wobei „Leib“ die alte Bedeutung „Leben“ hat: „bei meinem Leben“. Heute wird beileibe praktisch nur noch in intensivierender Verneinung gebraucht: „Das ist beileibe nicht mein Wunsch.“ – „Er ist beileibe kein Genie.“ Aber: „Er ist gut bei Leibe“ |
| bei Zeiten | beizeiten |
Beim Adverb beizeiten (= rechtzeitig; früh genug) greift – analog zu beileibe – |
| Belle Etage | Beletage |
Der architektonische Fachbegriff Beletage leitet sich aus franz. bel étage = schönes Geschoss ab. Mit Beletage wird das mit hohen Decken besonders prächtig ausgestattete Hauptgeschoss eines Hauses bezeichnet, üblicherweise im Hochparterre oder im ersten Stockwerk gelegen. |
| Belzebub | Beelzebub |
Der Name Beelzebub für den Teufel geht auf das hebräische Wort »Ba'al zevūv« mit der Bedeutung „Herr der Fliegen“ im Sinne von „Herr der bösen Geister“ zurück. Der Ausdruck ist vor allem noch in der Redensart „den Teufel mit/durch Beelzebub austreiben“ (ein Übel durch ein schlimmeres Übel ersetzen; vom Regen in die Traufe kommen) geläufig. Der Genitiv wird ohne s gebildet: des Beelzebub. |
| Beredtsamkeit | Beredsamkeit |
Ist jemand mitteilsam oder redegewandt, nennt man ihn auch „beredt“ oder „beredsam“. Von letzterem Adjektiv stammt auch das Substantiv Beredsamkeit ab, weshalb es nicht mit dt geschrieben wird. Das dt in „beredt“ rührt aus einer Verkürzung aus dem mittelhochdeutschen „beredet“. |
| bereuhen | bereuen |
Die Formen des mit dem Substantiv „Reue“ verwandten Verbs bereuen werden allesamt ohne h geschrieben: Ich bereue, du bereust, er bereut. |
| bescheid wissen; bescheidwissen | Bescheid wissen |
Das Substantiv Bescheid wird in vielen Verbindungen mit Verben verwendet und dabei immer groß- und vom Verb getrennt geschrieben: Bescheid wissen, sagen, geben, erhalten. Die häufig zu sehende falsche Kleinschreibung beruht möglicherweise auf einer falschen Analogie zu Wendungen wie „recht geben“ oder „ernst nehmen“. |
| Besenreißer; Besenreisser | Besenreiser |
Als Besenreiser werden kleine, netz- oder fächerförmige Varizen (Krampfadern) bezeichnet, die besonders an den Beinen auftreten können. Das Wort leitet sich von „Besen“ und „Reis“ im Sinne von „Reisig“ ab und bezieht sich auf die an Reisigbesen erinnernde Erscheinungsform der Varizen. |
| best bewertet | bestbewertet |
Die Falschschreibung „best bewertet“ liest man vor allem in |
| bestmöglichst | bestmöglich |
Da das Adjektiv bestmöglich mit „best“ bereits einen Superlativ enthält, kann es nicht nochmals gesteigert werden: „Das ist die bestmögliche (nicht: bestmöglichste) Lösung.“ Das gilt auch für die Substantivierung: „Ich werde mein Bestmögliches (nicht: Bestmöglichstes) tun.“ |
| betitulieren | titulieren |
Bei „betitulieren“ handelt es sich um eine fälschliche Kontamination (Verschmelzung) aus betiteln (= mit einem Titel versehen; auch: beschimpfen) und titulieren (= jmdn. mit einem bestimmten, zumeist negativen Begriff anreden, bezeichnen). Umgangssprachlich werden die beiden Begriffe häufig synonym verwendet: „Der Angeklagten wird vorgeworfen, den Polizeibeamten mit ‚Schwachkopf‘ betitelt / tituliert zu haben.“ |
| Billiard | Billard |
Bei der hier zitierten Falschschreibung von Billard handelt es sich um einen Schreibfehler, zum einen aufgrund der Aussprache, zum anderen resultierend aus einer falschen Übertragung von engl. billiard. |
| bischen | bisschen |
Das Wörtchen bisschen ist ein sogenanntes Indefinitpronomen, von: „kleiner Bissen“, und wird nach neuer Rechtschreibung mit ss statt ß (alte Schreibung: „bißchen“) geschrieben. Die Schreibweise mit einfachem s war hingegen schon immer verkehrt.
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| Bisquit | Biskuit |
Das Wort Biskuit kommt genau wie das Gebäck aus Frankreich zu uns: biscuit. Es heißt übrigens sowohl „der Biskuit“ als auch „das Biskuit“, Plural ist „Biskuits“ oder (seltener) „Biskuite“.
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| Blinis | Blini |
Die Blini, kleine russische Pfannkuchen aus Buchweizenmehl, sind hierzulande besonders durch den „Milchschnitte“-Werbespot der Klitschko-Brüder bekanntgeworden. Bei Blini (fälschlich oft auch als „Bliny“ bezeichnet) handelt es sich bereits um den Plural, der Singular würde analog zum Russischen „Blin“ lauten, er ist aber in der deutschen Sprache nicht geläufig. Bei „Blinis“ handelt es sich also um einen falschen „doppelten Plural“.
Nachtrag am 11.07.2012: Dem Sprachgebrauch folgend verzeichnet der Duden mittlerweile der Blini als Singularform, im Plural die Blini oder die Blinis. |
| blogt | bloggt |
Das vom Kurzwort Blog (Weblog) abgeleitete Verb bloggen wird mit zwei g geschrieben. Entsprechend heißt es er/sie bloggt, hat gebloggt. |
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