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Buchstabe G: Seite 1 von 3 | Weiter »| Beliebter Fehler | Richtige Schreibweise | Erläuterung |
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| Gaderobe | Garderobe |
Der Begriff Garderobe kann sowohl den Aufbewahrungsort für Kleider bezeichnen als auch die Gesamtheit der Oberbekleidung, die jemand besitzt, und leitet sich ab aus franz. „garde“ (Wache) und „robe“ (Kleid). |
| Gallerie | Galerie |
Das Wort Galerie ist zwar auf das italienische galleria (= langer, gedeckter Säulengang) und auf das lateinische galilea (= Vorhalle einer Kirche) zurückzuführen, wurde aber aus dem französischen galérie entlehnt. Stammwort ist wohl der biblische Name Galiläa (das heidnische Land, im Gegensatz zu Judäa), mit dem man seit dem 10. Jh., zunächst in Rom, die Vorhallen von Kirchen bezeichnete, in denen die Heiden, die sog. Galiläer, herumlungerten. Im Gegensatz zum englischen gallery wird Galerie im Deutschen nur mit einem l geschrieben.
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| Gallionsfigur | Galionsfigur |
Das Galion (frz. galion, span. galeón; eigentlich "großes Segelschiff; Galeone; Galione") ist der kunstvoll geschnitzte Vorbau am Bug eines hölzernen Segelschiffes; die Galionsfigur ist eine geschnitzte Figur auf dem Galion eines Schiffes. Heute wird das Wort zumeist im übertragenen Sinne gebraucht und bezeichnet eine besonders zugkräftige, werbende, populäre oder prominente Persönlichkeit an der Spitze einer Partei oder Vereinigung.
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| gallopieren | galoppieren |
Sowohl galoppieren als auch das Substantiv Galopp werden mit einem l geschrieben, da die Wörter aus dem franz. galop bzw. galoper entlehnt wurden. Ursprünglich geht galoppieren zurück auf das altfranzösische waloper und auf das altfränkische wala hlaupan („gut springen“) und ist so auch mit „wohl“ und „laufen“ verwandt. |
| gang und gebe | gang und gäbe |
Ein Stabreim, der aus den Worten „gang“, also „dem was unter den Leuten umläuft (gängig ist)“ und „gäbe“, mhd. gaebe = angenehm, gültig, zusammengesetzt ist. |
| garnicht | gar nicht |
Man schreibt gar nicht gar nicht zusammen, böte sich als Eselsbrücke an: Das aus dem Mittelhochdeutschen stammende Wörtchen „gar“ hat hier in der Bedeutung „vollständig, ganz“ verstärkenden Charakter, während wir es in der Bedeutung „fertig, bereit“ nur noch adverbial bezogen auf den Zustand von Speisen gebrauchen. Verbindungen wie gar nicht, gar nichts, gar kein werden stets getrennt geschrieben. Zusammen schreibt man hingegen das Substantiv Garnichts als abwertende Bezeichnung im Sinne von „unbedeutender Mensch, Versager“: „Er ist ein Garnichts.“
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| Gebahren | Gebaren |
Das Gebaren im Sinne von „Benehmen, Verhalten“ ist ein substantivierter Infinitiv zu gebaren, welches sich aus dem mittelhochdeutschen gebaren = sich betragen ableitet. |
| Gedächnis | Gedächtnis |
Die Bezeichnung Gedächtnis für unser Erinnerungsvermögen, aber auch für „ehrendes Andenken“ oder „Gedenken“, geht weit zurück zum mittelhochdeutschen gedaehtnisse („Denken an etwas, Erinnerung“) und zum althochdeutschen kithehtnissi („das Denken an etwas, Andacht, Hingabe“). Die häufig vorkommende falsche Schreibweise ohne t ergibt sich vermutlich aus der Aussprache. |
| Gedöhns | Gedöns |
Der umgangssprachliche Ausdruck Gedöns für „Getue; Aufheben“ hat sich aus dem mittelhochdeutschen Wort gedense = Hin- und Herziehen entwickelt. Zur gleichen Wortfamilie gehören auch die Wörter gedunsen und aufgedunsen. Daher wird das Wort ohne h geschrieben: „Mach doch nicht so ein Gedöns!“
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| gefeiht | gefeit |
Bei gefeit mit der Bedeutung „geschützt“ (z. B. „gefeit gegen Wind und Wetter“) handelt es sich um das zweite Partizip des heute kaum noch gebräuchlichen Verbs feien, das sich aus dem mittelhochdeutschen „veinen / feinen“ mit der Bedeutung „durch Zauberkraft stark oder unverwundbar machen“ ableitet. Darin steckt das ältere Wort „Fei“ für „Fee“. Entsprechend wird gefeit ohne h geschrieben.
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| gefühlsdusselig | gefühlsduselig |
Das Wörtchen gefühlsduselig ist eine Adjektivbildung zu „Gefühlsduselei“, womit abwertend ein übertrieben von Gefühlen oder Sentimentalität geprägtes Verhalten bezeichnet wird. Das in diesem Wort enthaltene „Duselei“ im Sinne von „Dummheit; Torheit“ ist zwar eng mit dem Wort „Dusselei“ verwandt, der zusammengesetzte Ausdruck wird jedoch nicht mit ss geschrieben. |
| gegebenfalls | gegebenenfalls |
Das Adverb gegebenenfalls für „wenn der betreffende Fall eintreten sollte“ ist eine Zusammenziehung von „im gegebenen Fall“, was die vorliegende Schreibweise begründet. Es wird mit „ggf.“ abgekürzt. |
| gegooglet | gegoogelt |
Das Verb googeln für „mit Google suchen“ ist in seiner Schreibweise nach dem Muster recyceln der deutschen Aussprache angepasst: Ich googele / google, du googelst, er/sie googelt. Das Partizip I schreibt sich entsprechend googelnd, das Partizip II lautet gegoogelt: „Ich habe danach gegoogelt.“ Entsprechend auch: „die ergoogelten Fakten“. |
| Gegröhle | Gegröle |
Als Gegröle (auch: Gegröl) bezeichnet man dauerndes Grölen: „Das Gegröle aus der Hotelbar ließ sie kein Auge zutun.“ |
| Geisel | Geißel |
Während eine Geisel ein Gefangener ist, mit dessen Gefangennahme man etwas erpressen will, ist eine Geißel eine Art Peitsche, im übertragenen Sinne eine Plage.
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| Geisel der Menschheit | Geißel der Menschheit |
Selbst in gut redigierten Zeitungen rutscht häufiger mal die „Geisel der Menschheit“ durch. Gemeint ist allerdings etwas, das die Menschheit peinigt, quält, geißelt – mithin eine Geißel der Menschheit (vgl. |
| Gekko | Gecko |
Ein Gecko – der Plural lautet Geckos oder in älterer Form Geckonen – ist eine Echse von kleiner bis mittlerer Größe. „Gekko“ ist hingegen der wissenschaftliche Name für eine Gattung aus der Familie der Geckos, weshalb es nicht als richtig gilt, das Tier selbst in dieser Schreibweise zu bezeichnen. Beide Begriffe sind auf das malaiische Wort gekok zurückzuführen, welches lautmalerisch die Rufe des Tieres beschreibt.
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| Gelantine | Gelatine |
Die Gelatine ist nicht zu verwechseln oder durcheinanderzubringen mit der Galantine, einer Fleisch- oder Fischzubereitung, die mit Aspik überzogen ist und kalt aufgeschnitten wird.
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| gemanaged | gemanagt |
Das Partizip II von managen wird hinten mit …t gebildet. Die Mischform, bei der zum deutschen Präfix ge… die englische Endung …ed tritt, ist nicht korrekt. Richtig: „Er hatte alles bestens gemanagt.“ Deutlich wird die Problematik der Mischform besonders bei attributiver Verwendung, da sich von „gemanaged“ keine flektierten Formen ableiten lassen. Möglich ist nur: „der gemanagte Alltag“. |
| Gemengenlage | Gemengelage |
Als eine Gemengelage – seltener: Gemenglage – bezeichnet man in der Landwirtschaft kleinere, verstreut liegende Besitztümer. Im weiteren Sinne bezeichnet man so ein Zusammentreffen voneinander unabhängiger Faktoren oder aber einfach eine unübersichtliche Situation: „Gemengelage aus öffentlicher Verschuldung […] und dem Zwang, alles zu kürzen, auch die |
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