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Beliebter Fehler Richtige Schreibweise Erläuterung
Kaffe Kaffee Das Wort Kaffee wurde entlehnt aus frz. café, dieses aus it. caffé, aus türk. kahve, aus arab. qahwa. Kaffe / Kaffee
Kanacke Kanake Das grob abwertende Schmähwort Kanaken für Ausländer bzw. Angehörige einer fremden Ethnie entlehnt sich aus der gleichlautenden Bezeichnung für Südseeinsulaner und leitet sich vom polynesischen Wort kanaka = Mensch ab. Die häufige Falschschreibung ist vielleicht auf eine Analogiebildung zum Schmähwort Polacke (für Pole) zurückzuführen. Kanacke / Kanake
Kandarre Kandare Bei der Kandare handelt es sich um eine zum Zaumzeug des Pferdes gehörende Gebissstange, wobei das Wort auf das ungarische kantár = Zaumzeug; Zügel zurückgeht. Außerhalb der Fachsprache ist das Wort vor allem in der Redewendung „jemanden an die Kandare nehmen“ bekannt, die so viel bedeutet wie „jemanden hart herannehmen, streng behandeln“. Die häufige Falschschreibung „Kandarre“ ist vermutlich auf regional unterschiedliche Aussprachen zurückzuführen. Kandarre / Kandare
Kardamon Kardamom Mit Kardamom bezeichnet man zum einen die zu den Ingwergewächsen gehörende Pflanze, zum anderen das aus ihren getrockneten Samen gewonnene Gewürz. Die schon im Mittelhochdeutschen bezeugte Schreibweise leitet sich aus der lateinischen Bezeichnung cardamomum ab. Kardamon / Kardamom
karikativ karitativ Man findet sie immer wieder: die „karikativen Einrichtungen“. Gemeint sind allerdings in den meisten Fällen „karitative Einrichtungen“. Während das Adjektiv karitativ sich von Karitas, der „Nächstenliebe“, ableitet und entsprechend „von Nächstenliebe bestimmt, wohltätig“ bedeutet, heißt karikativ „in der Art einer Karikatur, verzerrt komisch“. karikativ / karitativ
Karrikatur Karikatur Das Wort Karikatur lässt sich auf das italienische caricatura zurückführen, welches zu caricare = übertrieben komisch darstellen, eigtl. = be-, überladen, gehört. Obgleich es letztlich auf den lateinischen Ausdruck carrus = Karre zurückgeht, schreibt es sich daher nur mit einem r. Karrikatur / Karikatur
Karussel Karussell Das Wort Karussell für ein sich drehendes Fahrgeschäft auf Jahrmärkten und Volksfesten hat sich aus dem französischen carrousel entwickelt sowie aus dem italienischen carosello, welches eigentlich ein Reiterspiel mit Ringelstechen bezeichnet. Das Wort hat zwei Pluralformen, Karussells und Karusselle. Karussel / Karussell
Katheder Katheter Auch den Katheder gibt es, wenngleich das Wort heute kaum mehr verwendet wird. Einst nannte man so das erhöhte Pult des Lehrers in der Schule oder des Professors im Hörsaal. Ist hingegen das Röhrchen oder der Schlauch aus dem medizinischen Bereich gemeint, ist nur die Schreibweise Katheter korrekt. Katheder / Katheter
Kenntniss Kenntnis Ebenso wie Erkenntnis wird auch Kenntnis mit einem s geschrieben. Zwar folgt nach den aktuellen Rechtschreibregeln auf kurz gesprochene Vokale ss, dies gilt jedoch nicht für Substantive, die auf „…nis“ enden. Der Plural Kenntnisse schreibt sich jedoch wiederum mit ss. Kenntniss / Kenntnis
Kernspint Kernspin Das Kurzwort für Kernspintomographie – ein ärztliches Verfahren zur dreidimensionalen Durchleuchtung des Körpers – schreibt sich Kernspin, nicht „Kernspint“. Beim zugrunde liegenden Kompositum handelt es sich um eine Verbindung aus „Kernspin“ (= Gesamtdrehimpuls eines Atomkerns) und „Tomographie“ (= in Schichten erfolgendes Röntgenverfahren). Kernspint / Kernspin
klar machen klarmachen Das Verbkompositum klarmachen wird zusammengeschrieben, da es im Sinne von „erklären“ eine neue Gesamtbedeutung hat. Ebenso: klarlegen; klarstellen. Die getrennte Schreibweise „klar machen“ ist nur in wörtlicher Bedeutung richtig („das trübe Wasser klar machen“). klar machen / klarmachen
Klientel, das Klientel, die Als Klientel bezeichnete man ursprünglich die Kundschaft vor allem von Rechtsanwälten oder Steuerberatern; unterdessen wird der Ausdruck auch allgemein für Kundschaft oder Zielgruppe eines Unternehmens verwandt. Das Wort stammt vom lateinischen clientela ab, was die Schutzbefohlenen des römischen Patrons bezeichnete. Wohl in Anlehnung an Wörter wie „Viertel“ oder „Achtel“ wird das Wort oft fälschlich als Neutrum empfunden, tatsächlich ist es aber ein Femininum (das man auf der 2. Silbe betont, ähnlich wie „Kamel“). Richtig ist also „die Klientel“, nicht „das Klientel“ (vgl. → »Der, die oder das?«). Klientel, das / Klientel, die
Klippen überspringen Klippen umschiffen Die Redensart „Klippen umschiffen“ entstammt der Seefahrt und beschreibt die Notwendigkeit, einen anderen Kurs zu wählen, wenn der eigentlich vorhergesehene sich als zu gefährlich oder zu hindernisreich erweist. Die Wendung wird häufig mit der Redensart „Hürden überspringen“ durcheinandergebracht. Klippen überspringen / Klippen umschiffen
knappsen knapsen Ähnlich wie „knipsen“ ist auch knapsen lautmalend. Es ist aus dem heute veralteten „knappen“ (= knabbern) entstanden, wurde aber auch volksetymologisch in der Bedeutung „knausern; sparen“ mit „knapp“ verbunden, woraus sich auch die häufige, aber nach Duden falsche Schreibweise mit zwei p erklärt. Die alte Bedeutung „knabbern“ ist noch in der Wendung „an etwas zu knapsen haben“ erkennbar. knappsen / knapsen
knieen knien Neben den falschen Schreibweisen „knieen“ und „knieend“ trifft man auch – der Aussprache geschuldet – oft auf die falschen Schreibweisen „kniehen“ und „kniehend“. Tatsächlich werden aber alle Formen des Verbs knien nur mit einem e sowie ohne h geschrieben: ich knie; wir knien; kniende Mönche etc. knieen / knien
Kokusnuss Kokosnuss Natürlich wird auch Kokospflanze oder Kokosmilch mit zwei o geschrieben. Das Wort leitet sich ab von span. coco, port. coco, eigtl. = „Kinderschreck; Maske“, von den Gesichtsmasken, die gerne aus der Schale der Kokosnuss gefertigt wurden. Kokusnuss / Kokosnuss
kollossal kolossal Der Begriff kolossal im Sinne von „riesig; gewaltig“ geht auf das lat. colossos = Riesenstatue bzw. das griech. kolossós zurück, welches sich insbesondere auf die mehr als 30 Meter hohe Sonnengottstatue „Koloss von Rhodos“ bezieht, die zu den antiken sieben Weltwundern zählte. kollossal / kolossal
Kommittee; Kommitee Komitee Obgleich das Komitee (Ausschuss, Organisationsgruppe) genau wie die Kommission ursprünglich auf das lateinische committere = ausüben, anvertrauen zurückgeht, schreibt es sich im Gegensatz zum englischen committee mit nur einem m und nur einem t, da es aus dem französischen comité entlehnt wurde. Kommittee; Kommitee / Komitee
Kommolitone; Komilitone Kommilitone Der Begriff Kommilitone bzw. Kommilitonin für „Studienkollege“ bzw. „Studienkollegin“ leitet sich aus dem lateinischen Genitiv von commilito (commilitonis) = „Mitsoldat, Waffenbruder“ ab. Kommolitone; Komilitone / Kommilitone
Kommolitone; Komilitone Kommilitone Der Begriff Kommilitone bzw. Kommilitonin für „Studienkollege“ bzw. „Studienkollegin“ leitet sich aus dem lateinischen Genitiv von commilito (commilitonis) = „Mitsoldat, Waffenbruder“ ab. Kommolitone; Komilitone / Kommilitone
Kompanten Kompasse Der Plural von Kompass lautet Kompasse, der Genitiv (des) Kompasses. Beim vermeintlichen Plural „Kompanten“ handelt es sich vermutlich um eine Analogiebildung zu „Atlas, Atlanten“. Kompanten / Kompasse
Konfirmant Konfirmand Die Bezeichnungen Konfirmand bzw. Konfirmandin für evangelische Jugendliche, die sich im Konfirmationsunterricht auf ihre Konfirmation vorbereiten, geht auf das lateinische confirmandus = der zu Bestärkende zurück. Richtig ist nur die Schreibweise mit „…and“ am Ende, der Plural lautet entsprechend Konfirmanden (nicht: „Konfirmanten“) (vgl. → Doktorand). Konfirmant / Konfirmand
Konkurenz Konkurrenz Ebenso wie konkurrieren (In Österreich und in der Schweiz auch: konkurrenzieren) ist Konkurrenz auf das lateinische concurrere (Zusammensetzung aus con- = mit, zusammen und currere = laufen) zurückzuführen, daher die Schreibung mit zwei r. Konkurenz / Konkurrenz
Konsenz Konsens Das Substantiv Konsens (auch: Konsensus) für „Übereinstimmung der Meinungen“ ist dem lateinischen consensus entlehnt, zu consentire = übereinstimmen. Das entsprechende Verb konsentieren gilt heute als bildungssprachlich veraltet. Der (seltene) Plural lautet „die Konsense“ bzw. für Konsensus „die Konsensus“ (mit Betonung auf dem u). Konsenz / Konsens
konterkarikieren konterkarieren Das der gehobenen Sprache zuzurechnende Verb konterkarieren hat die Bedeutung „(etwas) hintertreiben; durchkreuzen“ und leitet sich ab vom gleichbedeutenden französischen Verb „contrecarrer“. Es hat nichts mit „karikieren“ („verzerren; lächerlich machen“) zu tun. Es handelt sich um eine feste Zusammensetzung, es muss also heißen „um dies zu konterkarieren“ und nicht „um dies konterzukarieren“. konterkarikieren / konterkarieren
Kontigent Kontingent Der Ausdruck Kontingent für eine (festgelegte) Menge oder Anzahl kommt aus dem Französischen zu uns, ist aber letztlich auf das lateinische contingere = berühren; treffen, zuteilwerden, zustehen zurückzuführen. Über das Stammverb tangere = berühren ist der Ausdruck auch mit „tangieren“ verwandt. Kontigent / Kontingent
Korifee; Choryphäe Koryphäe Die Bezeichnung Koryphäe für jemanden, der auf seinem Gebiet außerordentliche Leistungen vollbringt, ist über das französische coryphée und das lateinische coryphaeus zurückzuführen auf das griechische koryphaĩos  mit der Bedeutung „Anführer, Chorführer“ (zu: koryphe̅́  = Gipfel, Scheitel). Trotz der Verwandtschaft mit der Wortgruppe „Chor“ wird Koryphäe mit K geschrieben. Beim Wort handelt es sich um ein Femininum: die Koryphäe. Korifee; Choryphäe / Koryphäe
korregieren korrigieren Völlig daneben liegt die falsche Schreibweise „korregieren“ mit „e“ nicht; schließlich heißt es auch Korrektur und Korrektor. Tatsächlich ist das Verb korrigieren aber abgeleitet von lat. corrigere = verbessern, berichtigen, welches seinerseits eine Ableitung von lat. regere = regieren ist. korregieren / korrigieren
Kraft meines Amtes kraft meines Amtes Wird kraft im Sinne von „aufgrund [der Autorität]“ verwendet, ist es eine Präposition mit Genitiv und wird immer kleingeschrieben. Richtig heißt es also: kraft seines Amtes, kraft meines Amtes, kraft des Gesetzes. Kraft / kraft meines Amtes
krakelen krakeelen Der umgangssprachliche Ausdruck für „laut schimpfen“ lässt sich über neuniederländisch kreelen aus franz. quereller = streiten ableiten und ist somit indirekt auch mit den Querelen verwandt. Substantiv: Krakeelerei. krakelen / krakeelen
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