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Beliebter Fehler Richtige Schreibweise Erläuterung
Pabst Papst Die Bezeichnung Papst für das Oberhaupt der katholischen Kirche leitet sich vom kirchenlateinischen papa = Bischof (von Rom) ab, der Ursprung liegt im lateinischen papa bzw. im griechischen páppa für „Vater“. Entsprechend wird Papst mit zwei p geschrieben. Pabst / Papst
Packet Paket Das Substantiv Paket ist seit dem 16. Jahrhundert bezeugt und ist entlehnt aus dem französischen paquet. Im Gegensatz zum Verb packen wird Paket mit einfachem k geschrieben. Lediglich der englische, in der EDV-Sprache geläufige Fachausdruck Packet (sprich: „Päckett“) für „Datenpaket“ schreibt sich mit ck. Packet / Paket
Pantomine Pantomime Es gibt sowohl die Pantomime, die Darstellung einer Szene nur mit Gebärden-, Mienenspiel und tänzerischer Bewegung, wie auch der Pantomime, ein Künstler auf dem Gebiet pantomimischer Darstellung. Das Wort hat seinen Ursprung aus dem griechischen pantómimos = der alles Nachahmende, zu: pãn (alles) u. mimos (Mime, Künstler). Pantomine / Pantomime
Pappenstil Pappenstiel Der Pappenstiel hat nichts mit „Stil“ zu tun, sondern leitet sich ab vom Stiel der Pappen- oder Pfaffenblume, so die niederdeutsche Bezeichnung für den Löwenzahn, Kindern auch als „Pusteblume“ bekannt. Der leicht abzublasende Samenstand des Löwenzahns galt früher als Sinnbild des Vergänglichen und Geringfügigen. Siehe auch Stil. Pappenstil / Pappenstiel
Paradontose Paradentose Es gibt zwei Schreibweisen für die Erkrankung des Zahnbetts: Parodontose sowie (veraltet) Paradentose. Nicht korrekt ist hingegen die Mischform „Paradontose“. Paradontose / Paradentose
Parafin Paraffin Die Bezeichnung Paraffin für einen farblosen, wachsähnlichen Stoff ist ein Kunstwort, das sich aus den lat. Ausdrücken parum< = zu wenig; nicht genug/i> und affinis = teilnehmend an etwas herleitet, die zusammengenommen in etwa die Bedeutung „wenig reaktionsfähiger Stoff“ ergeben. Parafin / Paraffin
paralell parallel Das aus dem Bereich der Mathematik stammende Wort parallel stammt vom lat. parallelus ab, welches seinen Ursprung in den griechischen Wörtern pará = neben; entlang und allelon = einander hat. Das Substantiv schreibt sich entsprechend „Parallele“. paralell / parallel
Pariah Paria Als Paria bezeichnet man bildungssprachlich einen „Aussätzigen“, jemanden, der von der Gesellschaft ausgestoßen oder von Privilegien ausgeschlossen ist. In der hinduistischen Kastenordnung stehen die Parias unterhalb jeder Kaste und gelten als „unrein“; jeder Kontakt mit ihnen ist zu vermeiden. Die Parias selbst nennen sich Dalits („Unterdrückte“). Im Gegensatz zum gleichbedeutenden englischen Ausdruck pariah wird das deutsche Fremdwort ohne h geschrieben. Die Schreibweise ist unabhängig davon, ob der Ausdruck im übertragenen Sinne gebraucht wird oder nicht. Pariah / Paria
Parodentose Parodontose Es gibt zwei Schreibweisen für die Erkrankung des Zahnbetts: Parodontose sowie (veraltet) Paradentose. Nicht korrekt ist hingegen die Mischform „Parodentose“. Parodentose / Parodontose
Pavillion Pavillon Der Pavillon in seiner ursprünglichen Bedeutung „Zelt“ geht auf das lateinische Wort papilio für „Schmetterling“ zurück, bezogen auf die Form römischer Zelte, die an die Flügel eines Schmetterlings denken ließ. In die deutsche Sprache kam das Wort aus dem Französischen, seit dem 18. Jahrhundert ist die heutige Bedeutung im Sinne eines (halb offenen) Gartenhauses oder Rundbaus in Parks überliefert. Pavillion / Pavillon
Pepp Pep Der Pep für „Schwung; Elan; Temperament“ kommt aus der englischen Sprache zu uns und ist aus pepper = Pfeffer gekürzt worden. Die Schreibweise mit zwei p ist eine falsche Analogiebildung zu Neuschreibungen wie Tipp oder Mopp. Mit Doppel-p schreiben sich hingegen das abgeleitete Verb aufpeppen und dessen Partizipform aufgepeppt. Pepp / Pep
Pepperoni Peperoni Die Peperoni, auch Peperone, eine scharfe (in Essig eingelegte) Paprikaschote, hat zwar etymologisch etwas mit Pfeffer zu tun, leitet sich aber vom italienischen Wort für Pfeffer, pepe, ab, nicht vom englischen pepper. Hingegen wird mit „Pepperoni“ (mit zwei p) im Englischen eine amerikanische Paprikasalami bezeichnet. Pepperoni / Peperoni
per Definition per definitionem Die lateinische Wendung per definitionem wird bildungssprachlich zumeist im Sinne von „erklärtermaßen; wie es die Aussage / das Wort beinhaltet“ verwendet: „Ein Fahrzeug dient per definitionem zum Fahren.“ Hierbei sollte man die lateinische Phrase im Ganzen verwenden oder aber auf Formulierungen wie „der Definition nach; definitionsgemäß“ zurückgreifen, jedoch nicht die Präposition „per“ mit dem dt. Fremdwort „Definition“ koppeln. per Definition / per definitionem
periphär peripher Die Endsilbe „…är“ erscheint aus Begriffen wie „singulär“ vertraut und wird auch gerne einmal an diese Ableitung von Peripherie angehängt. periphär / peripher
persöhnlich persönlich Bei diesem Fehler spielt sicher die phonetische Nähe zu versöhnlich eine Rolle. Tatsächlich handelt es sich bei persönlich um eine Ableitung von Person. persöhnlich / persönlich
personbezogen personenbezogen Sowohl im Sinne von „auf eine Person bezogen“ als auch im Sinne von „auf mehrere Personen bezogen“ lautet das zugehörige Adjektiv stets personenbezogen. personbezogen / personenbezogen
Pfannenkuchen; Pfannekuchen Pfannkuchen Die Bezeichnung Pfannkuchen für einen Eierkuchen oder ein Omelett geht auf das mittelhochdeutsche Wort pfankuoche (ahd. pfankuocho) zurück. Die Schreibweisen Pfannenkuchen oder Pfannekuchen gelten standardsprachlich als falsch. Pfannenkuchen / Pfannkuchen
philantrophisch philanthropisch Das bildungssprachliche Adjektiv philanthropisch ist griechischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „menschenfreundlich; auf das Wohl des Menschen bedacht“. Die häufige Falschschreibung erklärt sich daraus, dass auch “…trophisch“ Bestandteil vieler Fremdwörter ist (z. B. atrophisch). philantrophisch / philanthropisch
Pieke Pike Die Pike, vor allem aus der Redewendung „von der Pike auf“ (von Grund auf, von ganz unten) bekannt, ist eigentlich eine Lanze der Landsknechte. Das Wort wurde aus dem französischen pique entlehnt, gleichen Ursprungs sind auch das Pik für eine Spielfarbe beim Kartenspiel und das Adjektiv pikiert. Pieke / Pike
pieken piken Der umgangssprachliche Ausdruck piken oder piksen für „stechen“ wird mit einfachem i geschrieben: „Das pikt! Du pikst!“ Die Wortherkunft ist unklar, vermutlich ist das Wort aber unter dem Einfluss des französischen piquer entstanden. Die sehr häufige falsche Schreibweise ist daraus zu erklären, dass das Wort wie „quieken“ lang ausgesprochen wird. pieken / piken
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