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Buchstabe S: Seite 1 von 4 | Weiter »| Beliebter Fehler | Richtige Schreibweise | Erläuterung |
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| sähen | säen |
Die Formen für säen im Sinne von „Saat ausbringen“ lauten: Ich säe, du säst, er/sie sät, wir/sie säen. Entsprechend heißt es auch: dünn gesät sein. Der Konjunktiv „(wir/sie) sähen“ zu „sehen“ wird hingegen mit h geschrieben. Vgl. auch |
| Sargophag | Sarkophag |
Ebenso wie das Wort Sarg geht die Bezeichnung Sarkophag für einen massiven, zumeist aus Stein gefertigten Prunksarg auf das spät-/kirchenlat. sarcophagus zurück. Dieses ist wiederum dem griechischen sarko-phágos entlehnt, was so viel wie „Fleisch fressend“ heißt. Die Bezeichnung geht zurück auf einen Kalkstein, der die Eigenschaft hatte, die darin bestatteten Leichname sehr schnell zu zersetzen.
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| Scampis | Scampi |
Die aus dem Italienischen kommende Bezeichnung Scampi für eine bestimmte Art kleiner Krebse steht bereits im Plural, daher ist die Form „Scampis“ nicht korrekt. Der italienische Singular lautet „scampo“, die Singularform ist aber im Deutschen nicht gebräuchlich. |
| Schanier | Scharnier |
Das Substantiv Scharnier für ein Drehgelenk respektive eine Türangel stammt aus dem Französischen, wobei das französische charnière vermutlich auf das lateinische cardo mit gleicher Bedeutung zurückgeht.
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| scharfes ß | scharfes S |
Der Buchstabe ß (Eszett) wird auch scharfes S genannt, bei der Bezeichnung „scharfes ß“ handelt es sich also um einen Pleonasmus (wie „weißer Schimmel“). Nach neuer Rechtschreibung wird ein ß für einen stimmlosen s-Laut nach Diphthongen (Doppellauten aus zwei Vokalen) wie au, ei, ie geschrieben (außer, reißen, gießen), außerdem nach lang gesprochenen Vokalen (Gruß, Straße, Fußball). Das ß gibt es nicht als Großbuchstabe; die hin und wieder zu beobachtende „Großschreibung“ des ß in Kombination mit Versalien wie in „STRAßE“ gilt als nicht korrekt (richtig: „STRASSE“).
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| scharren | scharen |
Insbesondere in den flektierten Formen wird (um sich) scharen (zum Substantiv „Schar“) häufig irrtümlich mit zwei r geschrieben. Richtig ist: „Er scharte (nicht: scharrte) viele Helfer um sich.“ |
| scheinbar | anscheinend |
Mit anscheinend wird die Vermutung zum Ausdruck gebracht, dass etwas so ist, wie es erscheint. Hingegen besagt scheinbar, dass etwas nur so scheint, aber nicht wirklich so ist.
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| Schelllackplatte | Schellackplatte |
„Schellack“ ist die Bezeichnung für ein indisches Naturharz und geht auf niederländisch schel = Schale; Schuppe und lak = Lack zurück. Daher werden Schellack und Schellackplatte auch in neuer Rechtschreibung mit nur zwei l geschrieben. |
| schickanieren | schikanieren |
Der Ausdruck schikanieren für „quälen; drangsalieren; mobben“ wurde aus dem franz. chicaner = das Recht verdrehen entnommen. Ebenso wie das zugehörige Substantiv Schikane und das Adjektiv schikanös wird es daher nicht mit ck geschrieben. |
| Schienenbein | Schienbein |
Die Bezeichnung Schienbein für den vorderen Knochen des Unterschenkels ist ein Kompositum aus Schiene im ursprünglichen Sinne von „Splitter, Span“ und Bein im Sinne von „Knochen“. Wegen der abweichenden Bedeutung des Worts Schiene ( |
| schlacksig | schlaksig |
Als schlaksig bezeichnet man jemanden, der schlank und groß ist und gleichzeitig in seinen Bewegungen etwas ungelenk wirkt. Das Adjektiv gehört zur veralteten Bezeichnung Schlaks und geht auf die Wörter „schlackern“ (schlenkern) und „schlack“ (schlaff; träge) zurück. |
| Schlammassel | Schlamassel |
Die Anhänger der „Schlammassel“-Schreibweise gehen sogar so weit, mit „Schlammmassel“ jetzt noch ein weiteres m hinzuzufügen, um den neuen Rechtschreibregeln Genüge zu tun. Tatsächlich hat Schlamassel aber nichts mit „Schlamm“ zu tun, sondern die aus der Gaunersprache stammende Bezeichnung für eine verfahrene oder missliche Lage setzt sich aus „schlimm“ und „Massel“ (jidd. Glücksstern; Schicksal) zusammen – das letztere Wort kennt man aus „Massel haben“ für „Glück haben“. |
| Schlawittchen | Schlafittchen |
Das Wort „Schlafittchen“ kommt fast nur noch in der Redewendung „jemanden beim Schlafittchen packen/kriegen“ vor. Etymologisch ist das Wort auf die „Schlagfittiche“, die Schwungfedern beim Vogel, zurückzuführen und bezieht sich auf den Rockschoß. Eine regionale Variante lautet „Schlawickel“, offenbar in Verschmelzung mit „jemanden beim Wickel packen/kriegen“ entstanden – hierbei bezog sich „Wickel“ jedoch auf das Band, mit dem der Männerzopf zusammengehalten wurde. Die Schreibweise „Schlawittchen“ scheint wiederum eine fälschliche Kontamination aus „Schlafittchen“ und „Schlawickel“ zu sein.
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| Schmand | Schmant |
Der Duden lässt keinen Zweifel: Es heißt Schmant! Doch da längst auch alle Lebensmittelhersteller ihren Sauerrahm nur noch als Schmand anbieten, wird sich diese Schreibung wohl durchsetzen.
Nachtrag: Im Duden 25. Auflage 2009 wurde „Schmand“ als „landschaftliche Schreibung für Schmant“ aufgenommen. Seit der 26. Auflage 2013 ist Schmand die empfohlene Schreibweise. |
| Schmincke | Schminke |
Womöglich ist es auf den großen Erfolg der Firma Schmincke mit ihrer gleichnamigen Künstlerfarbe zurückzuführen, dass auch der Oberbegriff für kosmetische Produkte zum Auftragen Schminke bzw. das dazugehörige Verbum schminken so häufig fälschlich mit ck geschrieben wird.
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| Schmuh | Schmu |
Der Ausdruck Schmu für „etwas, das nicht ganz korrekt ist“ entstammt der Gaunersprache (Rotwelsch) und ist seit dem 18. Jh. belegt. Wie das Wort genau entstanden ist, ist unklar, es liegt aber vermutlich eine Verwandtschaft mit „Schmus“ für „Schöntuerei, leeres Gerede“ vor. |
| Schnautze voll | Schnauze voll |
Das Wort Schnauze wird nicht nur im biologischen Kontext, sondern auch in saloppen Ausdrücken wie die Schnauze voll haben oder eine große Schnauze haben gern verwendet. Es wird ohne t geschrieben.
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| schnellstmöglichst | schnellstmöglich |
Das Adverb schnellstmöglich mit der Bedeutung „so schnell wie möglich“ enthält mit „schnellst…" bereits den Superlativ und kann daher nicht nochmals gesteigert werden. Die häufige Falschschreibung hängt eventuell auch mit einer assoziativen Verbindung zu „möglichst schnell“ zusammen. |
| Schnippsel | Schnipsel |
Der Ausdruck Schnipsel für ein kleines abgeschnittenes oder abgerissenes Stück von etwas gehört zur Wortfamilie schnippen, schnippeln, schnipseln und wird mit nur einem p geschrieben. Es heißt sowohl „der Schnipsel“ als auch „das Schnipsel“. |
| Schock schwere Not | Schockschwerenot |
Der Ausruf des Unwillens oder der Entrüstung „Schockschwerenot!“ wird in einem Wort geschrieben. Der Wortteil „Schock“ bezieht sich dabei auf die alte Mengenangabe „das Schock“, nicht auf den Schock im Sinne des heftigen Erschreckens.
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