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Beliebter Fehler Richtige Schreibweise Erläuterung
veganisch vegan Das aus dem Englischen abgeleitete Adjektiv vegan bedeutet so viel wie „nach den Regeln des Veganismus“, beschreibt also eine ethisch motivierte Ablehnung jeglicher Nutzung (insbesondere des Verzehrs) von Tieren und Tierprodukten. Die in Anlehnung an „vegetarisch“ entstandene Bezeichnung „veganisch“ ist nicht korrekt. veganisch / vegan
Velour Velours Das Wort Velours kommt aus dem Französischen und wird auch im Singular mit -s geschrieben. Die Formen von Genitiv und Plural lauten ebenfalls „Velours“. Man unterscheidet zwischen der Velours (= Samt, Gewebe mit gerauter, weicher Oberfläche) und das Velours (= samtartiges Leder). Velour / Velours
verfehmt verfemt Das adjektivisch verwendete 1. Partizip verfemt zum heute kaum noch gebräuchlichen verfemen leitet sich wie das Verb von der „Feme“ ab, einem besonders in Westfalen verbreiteten geheimen Gericht / Freigericht des Mittelalters. Entsprechend wird auch die Substantivierung Verfemtes ohne h geschrieben. verfehmt / verfemt
verhehrend verheerend Das adjektivisch verwendete 1. Partizip verheerend zu verheeren leitet sich wie das Verb vom althochdeutschen farherion ab, was so viel bedeutet wie „mit einer Heeresmacht überziehen, verwüsten, verderben“. verhehrend / verheerend
verhuntzen verhunzen Verdirbt oder verunstaltet man etwas, so verhunzt man es. Der umgangssprachliche Ausdruck leitet sich von der Grundform hunzen ab, die häufig noch im Sinne von „nachlässig arbeiten“ gebraucht wird. Ursprünglich bedeutete hunzen „jdm. behandeln wie einen Hund“ im Sinne von misshandeln, verächtlich behandeln. Die Falschschreibung beruht darauf, dass z und tz im Deutschen fast gleich ausgesprochen werden (vgl. → Arzt). verhuntzen / verhunzen
verkackeiern vergackeiern Der schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts belegte Ausdruck vergackeiern bedeutet so viel wie „verulken; zum Narren halten; in die Irre führen“. Zugrunde liegt die kindliche Bezeichnung „Gackei“ für das Hühnerei und möglicherweise die Vorstellung des Huhns, welches durch Gackern den Anschein erweckt, ein Ei gelegt zu haben, ohne dass dies der Fall ist. Bei der variierenden Schreibweise mit k ist mitunter unklar, ob sie auf mangelnde Kenntnis der richtigen Schreibweise oder auf eine bewusste Transformation in die Vulgärsprache zurückzuführen ist. verkackeiern / vergackeiern
verkraulen vergraulen Das Verb vergraulen für „jemanden durch unfreundliches Benehmen vertreiben“ leitet sich von „graulen“ und damit aus der Wortfamilie rund um „Grauen“ ab und darf nicht mit dem ähnlich klingenden „kraulen“ (massierend liebkosen, streicheln) durcheinandergebracht werden. verkraulen / vergraulen
Verließ Verlies Die Bezeichnung Verlies für „Gefängnis, Kerker“ kommt aus dem Niederdeutschen und leitet sich von „verlieren“ ab, im Sinne eines Raums, der sich verliert od. in dem sich jemand verlieren kann. Die Vergangenheitsform „(ich/er/sie/es) verließ“ zu „verlassen“ schreibt sich hingegen mit ß. Verließ / Verlies
verpöhnt verpönt Vom Verb verpönen = missbilligen, ablehnen, verachten ist heute nur noch das 2. Partizip verpönt gebräuchlich. Es schreibt sich ohne h, weil es sich von mhd. verpenen = bei Strafe verbieten ableitet, welches letztlich auf lat. poena = Pein zurückzuführen ist. verpöhnt / verpönt
versehendlich versehentlich Das Adverb und Adjektiv versehentlich für „aus Versehen; unabsichtlich“ leitet sich zwar letztendlich von „sehen“ ab, nicht aber von der Partizipform „sehend“. versehendlich / versehentlich
Verwandschaft Verwandtschaft Ebenso wie das Adjektiv verwandt geht das Substantiv Verwandtschaft ursprünglich auf das 2. Partizip von „verwenden“ (im Sinne von „hinwenden“) zurück. Verwandschaft / Verwandtschaft
Visas Visa; Visen Das Visum, abgeleitet aus lat. visum, 2. Partizip von videre = sehen, hat zwei Pluralformen, Visa und Visen. Da Visa bereits der Plural ist, ist „Visas“ als „doppelter Plural“ verkehrt. Visas / Visa; Visen
voluptös voluptuös Das bildungssprachliche Adjektiv voluptuös wird nicht nur häufig falsch geschrieben, sondern auch häufig falsch verstanden: Es hat nichts mit voluminös = umfangreich zu tun, sondern leitet sich aus dem franz. voluptueux ab, zu lat. voluptas = Vergnügen, Genuss, und bedeutet „wollüstig; Begierde erweckend“. voluptös / voluptuös
von 9–11 Uhr von 9 bis 11 Uhr Wird mit von ... bis ... die Erstreckung eines Zeitraums bezeichnet, so darf das bis nicht durch den bis-Strich ersetzt werden. Bei verkürzter Wiedergabe ohne die Präposition von kann dagegen der Strich gesetzt werden: Sprechstunde 9–11 Uhr. von 9–11 Uhr / von 9 bis 11 Uhr
von kleinauf von klein auf Die Wendung „von klein auf“ hat die Bedeutung „von Kindheit an“ und wird im Gegensatz zu Fügungen wie treppauf, dichtauf oder obenauf getrennt geschrieben. von kleinauf / von klein auf
von Nöten vonnöten Das im Adjektiv vonnöten vorhandene Substantiv Not ist als Dativ Plural verblasst und wird nicht mehr als eigenständiges Substantiv empfunden, daher wird vonnöten zusammengeschrieben. von Nöten / vonnöten
von Privat von privat Bei der speziell in Verkaufsanzeigen häufig anzutreffenden Floskel „von privat“ für „aus privater Hand; von einer Privatperson“ handelt es sich um eine präpositionale Verbindung mit Adjektiv, die immer kleingeschrieben wird. Ebenso: „an privat“. von Privat / von privat
von vornerein von vornherein Die Wendung von vornherein bedeutet so viel wie „von Anfang an“: „Ich wusste von vornherein, dass das nicht gut gehen konnte!“ Korrekt ist auch die Schreibweise von vorneherein; darüber hinaus ist insbesondere im Schweizer Sprachraum die substantivierte Variante „im Vornherein“ oder „zum Vornherein“ gebräuchlich. Seltener: „im Vornhinein“. von vornerein / von vornherein
von Vornherein von vornherein Die Wendung von vornherein wird nach alter und nach neuer Rechtschreibung stets kleingeschrieben; im Gegensatz zu Wendungen wie „im Vorhinein“ oder „im Nachhinein“, die nach neuer Rechtschreibung großgeschrieben werden. von Vornherein / von vornherein
vorallem vor allem Die oft zu sehende, aber nicht korrekte Zusammenschreibung „vorallem“ begründet sich daraus, dass die Wendung vor allem (= „in erster Linie; zuvörderst“) ähnlich wie das bedeutungsähnliche „zuerst“ als ein Begriff aufgefasst wird. vorallem / vor allem
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