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Beliebter Fehler Richtige Schreibweise Erläuterung
Wachholder Wacholder Die Pflanze Wacholder wurde im Althochdeutschen als „wechalter“, im Mittelhochdeutschen als „wecholter“ bezeichnet. Der erste Bestandteil des Wortes ist vermutlich mit dem Verb „wickeln“ verwandt und bezieht sich somit auf die Zweige des Baumes, die gerne zum Flechten verwandt wurden. Wachholder / Wacholder
ich währe ich wäre Der Konjunktiv II (Möglichkeitsform) von sein wird ohne h geschrieben: Ach, wäre es doch schon Sommer! Ich wäre jetzt so gern in Italien! Bei „währe“ handelt es sich hingegen um eine Form von währen in der Bedeutung von „fortbestehen; andauern“, was eher der gehobenen Sprache zuzuordnen ist: Ihr Glück währte nur einen Sommer. Was lange währt, wird endlich gut. währe / wäre
wage vage Das Adjektiv vage mit der Bedeutung „unklar; unbestimmt; verschwommen“ wurde entlehnt aus franz. vague bzw. lat. vagus = „umherstreifend, unstet“ (gleichen Ursprungs ist die Bezeichnung „Vagabund“). Neben der Schreibweise vage gilt auch die verkürzte Schreibung vag als richtig. wage / vage
wahrwerden wahr werden In Wendungen wie „seine Träume wahr werden lassen“ wird „wahr werden“ weder nach neuer noch nach alter Rechtschreibung zusammengeschrieben. wahrwerden / wahr werden lassen
(ihr) ward (ihr) wart Die 2. Person Plural Indikativ Präteritum von sein wird mit „-t“ geschrieben, zum Beispiel „ihr wart klasse!“. Die Form ward gibt es aber auch; es ist die ursprüngliche, heute seltene Form der 1. und 3. Person Singular Indikativ Präteritum von werden: ich ward; er, sie, es ward. Heute sagt man stattdessen: ich wurde; er, sie, es wurde. Die alte Form ist in der literarischen und gehobenen Sprache noch üblich, zum Beispiel: „Geblendet ward sie von der Laster Glanz / Und fortgeführt vom Strome des Verderbens. / Ihr ward der Schönheit eitles Gut zuteil …“ (Friedrich Schiller, „Maria Stuart“). (ihr) ward / wart
Warnbarke Warnbake Ebenso wie „Boje“ ist das aus dem Friesischen stammende Wort Bake auf das althochdeutsche „bouhhan“ bzw. das mittelhochdeutsche „bouchen“ für „Zeichen“ zurückzuführen. Das Wort darf nicht mit der Bezeichnung „Barke“ für „kleines Boot“ durcheinandergebracht werden. Der Ausdruck Warnbake ist sowohl für Seezeichen üblich als auch für Verkehrszeichen, die etwa vor Baustellen oder vor Bahnübergängen warnen. Warnbarke / Warnbake
Webblog Weblog Bei „Webblog“ handelt es sich um eine fälschliche Kontamination (Vermischung) aus Weblog und der Kurzform Blog. Richtig ist nur „das (auch: der) Weblog“ oder „der (auch: das) Blog“. Webblog / Weblog
Webseite Website Eine Webseite ist Bestandteil einer Website, nicht das deutsche Wort dafür (vgl. → »Sprachleben«). Webseite / Website
Wehrmutstropfen; Wehmutstropfen Wermutstropfen Weder mit dem Mut, sich zu wehren, noch mit Wehmut hat besagter Tropfen zu tun, sondern er geht auf die Bitterstoffe im Wermut zurück. Wehrmutstropfen; Wehmutstropfen / Wermutstropfen
Wehrwolf Werwolf Nach altem Volksglauben und in unzähligen Filmen ist der Werwolf ein Mensch, der sich zeitweise in einen Wolf verwandelt. Und auch, wenn ein solches Wesen sehr wehrhaft sein mag, geht der Wortteil „Wer“ doch auf das althochdeutsche wer = Mann, Mensch zurück. Wörtlich übersetzt ist ein Werwolf also ein „Menschwolf“. Wehrwolf / Werwolf
Weise -weise Adverbien mit einem Adjektiv und -weise werden stets klein- und zusammengeschrieben: frecherweise, netterweise, klugerweise. Steht Weise allerdings mit der Präposition in für „Art und Weise“, erfolgt Auseinander- und Großschreibung: Sie hat ihn in netter Weise belehrt. Weise / -weise
weißmachen weismachen Der Ausdruck weismachen für „(jdm.) etwas vormachen, vorschwindeln“ hat nichts mit der Farbe Weiß zu tun, sondern der erste Teil des Verbs leitet sich vom Adjektiv „weise“ ab. weißmachen / weismachen
weiter entwickeln weiterentwickeln Im Sinne von (sich) fortentwickeln wird (sich) weiterentwickeln stets zusammengeschrieben:
Es könnte sich lohnen, diese Konstruktion weiterzuentwickeln.
Er ging ein Jahr ins Ausland, um seine Sprachkenntnisse weiterzuentwickeln.

Aber: Man darf gespannt sein, wie sich die Verhandlungen weiter (= weiterhin, im weiteren Verlauf) entwickeln. weiter entwickeln / weiterentwickeln
weiter wissen weiterwissen Die Verbzusammensetzung weiterwissen mit der Bedeutung „wissen, was weiter zu tun ist“ bzw. „wissen, wie es weitergeht“ wird in Infinitiv, Partizip I und II und im Nebensatz zusammengeschrieben und meistens in negierter Form gebraucht: „Er musste sich eingestehen, dass er nicht mehr weiterwusste.“ weiter wissen / weiterwissen
wenn gleich wenngleich Die Konjunktion wenngleich im Sinne von „obgleich; obwohl; wiewohl“ wird zusammengeschrieben: „Er trinkt Kaffee, wenngleich ihm dieser nicht bekommt.“ Auseinander schreibt man die Konjunktion wenn, gefolgt von gleich im Sinne von „sehr bald“: „Machst du auf, wenn gleich der Paketbote kommt?“ wenn gleich / wenngleich
wenn schon, denn schon wennschon, dennschon Die Konjunktion wennschon wird zum einen (mit Betonung der zweiten Silbe) synonym zu wenngleich verwendet, zum anderen (mit Betonung der ersten Silbe) in formelhaften Wendungen wie „wennschon, dennschon“ oder „na wennschon!“ oder auch „wennschon sündigen, dann richtig!“. Aber: „Wenn schon das nicht geht …“ wenn schon, denn schon / wennschon, dennschon
Wickinger Wikinger Es gibt zwei Formen der Bezeichnung für Angehörige des nordgermanischen Volksstammes: der Wiking oder der Wikinger. Der Plural lautet für beide Formen die Wikinger, die weibliche Form lautet stets die Wikingerin. Dass alle Formen gerne fälschlich mit ck geschrieben werden, ist wohl auf die Popularität der Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“ zurückzuführen. Wickinger / Wikinger
wider besseren Wissens wider besseres Wissen Die Präposition wider steht synonym zu „gegen“ und wird entsprechend mit dem Akkusativ verbunden (und nicht mit dem Genitiv oder Dativ): Es heißt also richtig „wider besseres Wissen“, „wider alles Erwarten“, „wider seinen ausdrücklichen Wunsch“. wider besseren Wissens / wider besseres Wissen
widerum wiederum Das Adverb wiederum kann im Sinne von „erneut; wieder“, aber auch im Sinne von „andererseits“ oder „meinerseits; deinerseits“ verwendet werden. Das Wort ist auf „wieder“ zurückzuführen und wird nach alter sowie nach neuer Rechtschreibung mit ie geschrieben. widerum / wiederum
wiederlich widerlich Das Adjektiv widerlich für „abstoßend; abscheulich; ekelerregend“ trägt ebenso wie das bedeutungsähnliche „widerwärtig“ die Präposition „wider“ (= gegen) in sich, woraus sich die Schreibung mit einfachem i begründet. Entsprechend auch: anwidern; widerwillig; widrig. wiederlich / widerlich
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