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| Beliebter Fehler | Richtige Schreibweise | Erläuterung |
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| Wachholder | Wacholder |
Die Pflanze Wacholder wurde im Althochdeutschen als „wechalter“, im Mittelhochdeutschen als „wecholter“ bezeichnet. Der erste Bestandteil des Wortes ist vermutlich mit dem Verb „wickeln“ verwandt und bezieht sich somit auf die Zweige des Baumes, die gerne zum Flechten verwandt wurden. |
| (ich / er / sie / es) währe | (ich / er / sie / es) wäre |
Der Konjunktiv II (Möglichkeitsform) von sein wird ohne h geschrieben: Ach, wäre es doch schon Sommer! Ich wäre jetzt so gern in Italien! Bei „währe“ handelt es sich hingegen um eine Form von währen in der Bedeutung von „fortbestehen; andauern“, was eher der gehobenen Sprache zuzuordnen ist: Ihr Glück währte nur einen Sommer. Was lange währt, wird endlich gut.
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| (ihr) ward | (ihr) wart |
Die 2. Person Plural Indikativ Präteritum von sein wird mit „-t“ geschrieben, zum Beispiel „ihr wart klasse!“. Die Form ward gibt es aber auch; es ist die ursprüngliche, heute seltene Form der 1. und 3. Person Singular Indikativ Präteritum von werden: ich ward; er, sie, es ward. Heute sagt man stattdessen: ich wurde; er, sie, es wurde. Die alte Form ist in der literarischen und gehobenen Sprache noch üblich, zum Beispiel: „Geblendet ward sie von der Laster Glanz / Und fortgeführt vom Strome des Verderbens. / Ihr ward der Schönheit eitles Gut |
| Warnbarke | Warnbake |
Ebenso wie „Boje“ ist das aus dem Friesischen stammende Wort Bake auf das althochdeutsche „bouhhan“ bzw. das mittelhochdeutsche „bouchen“ für „Zeichen“ zurückzuführen. Das Wort darf nicht mit der Bezeichnung „Barke“ für „kleines Boot“ durcheinandergebracht werden. Der Ausdruck Warnbake ist sowohl für Seezeichen üblich als auch für Verkehrszeichen, die etwa vor Baustellen oder vor Bahnübergängen warnen.
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| Webblog | Weblog |
Bei „Webblog“ handelt es sich um eine fälschliche Kontamination (Vermischung) aus Weblog und der Kurzform Blog. Richtig ist nur „das (auch: der) Weblog“ oder „der (auch: das) Blog“.
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| Webseite | Website |
Eine Webseite ist Bestandteil einer Website, nicht das deutsche Wort dafür (vgl. → »Sprachleben«).
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| Wehrmutstropfen; Wehmutstropfen | Wermutstropfen |
Weder mit dem Mut, sich zu wehren, noch mit Wehmut hat besagter Tropfen zu tun, sondern er geht auf die Bitterstoffe im Wermut zurück.
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| Wehrwolf | Werwolf |
Nach altem Volksglauben und in unzähligen Filmen ist der Werwolf ein Mensch, der sich zeitweise in einen Wolf verwandelt. Und auch, wenn ein solches Wesen sehr wehrhaft sein mag, geht der Wortteil „Wer“ doch auf das althochdeutsche wer = Mann, Mensch zurück. Wörtlich übersetzt ist ein Werwolf also ein „Menschwolf“. |
| Weise | -weise |
Adverbien mit einem Adjektiv und -weise werden stets klein- und zusammengeschrieben: frecherweise, netterweise, klugerweise. Steht Weise allerdings mit der Präposition in für „Art und Weise“, erfolgt Auseinander- und Großschreibung: Sie hat ihn in netter Weise belehrt.
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| weißmachen | weismachen |
Der Ausdruck weismachen für „(jdm.) etwas vormachen, vorschwindeln“ hat nichts mit der Farbe Weiß zu tun, sondern der erste Teil des Verbs leitet sich vom Adjektiv „weise“ ab. |
| wenn schon, denn schon | wennschon, dennschon |
Die Konjunktion wennschon wird zum einen (mit Betonung der zweiten Silbe) synonym zu wenngleich verwendet, zum anderen (mit Betonung der ersten Silbe) in formelhaften Wendungen wie „wennschon, dennschon“ oder „na wennschon!“ oder auch „wennschon sündigen, dann richtig!“. Aber: „Wenn schon das nicht geht …“ |
| Wickinger | Wikinger |
Es gibt zwei Formen der Bezeichnung für Angehörige des nordgermanischen Volksstammes: der Wiking oder der Wikinger. Der Plural lautet für beide Formen die Wikinger, die weibliche Form lautet stets die Wikingerin. Dass alle Formen gerne fälschlich mit ck geschrieben werden, ist wohl auf die Popularität der Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“ zurückzuführen. |
| wider besseren Wissens | wider besseres Wissen |
Die Präposition wider steht synonym zu „gegen“ und wird entsprechend mit dem Akkusativ verbunden (und nicht mit dem Genitiv oder Dativ): Es heißt also richtig „wider besseres Wissen“, „wider alles Erwarten“, „wider seinen ausdrücklichen Wunsch“. |
| widerum | wiederum |
Das Adverb wiederum kann im Sinne von „erneut; wieder“, aber auch im Sinne von „andererseits“ oder „meinerseits; deinerseits“ verwendet werden. Das Wort ist auf „wieder“ zurückzuführen und wird nach alter sowie nach neuer Rechtschreibung mit ie geschrieben. |
| wiederlich | widerlich |
Das Adjektiv widerlich für „abstoßend; abscheulich; ekelerregend“ trägt ebenso wie das bedeutungsähnliche „widerwärtig“ die Präposition „wider“ (= gegen) in sich, woraus sich die Schreibung mit einfachem i begründet. Entsprechend auch: anwidern; widerwillig; widrig.
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| wiederrum | wiederum |
Das Adverb wiederum kann im Sinne von „erneut; wieder“, aber auch im Sinne von „andererseits“ oder „meinerseits; deinerseits“ verwendet werden. Das Wort ist auf „wieder“ zurückzuführen und wird nach alter sowie nach neuer Rechtschreibung mit nur einem r geschrieben. |
| Wiedersacher | Widersacher |
Das bis aufs 9. Jahrhundert zurückgehende Wort Widersacher für einen Gegner, Kontrahenten setzt sich zusammen aus der Vorsilbe wider = gegen und dem althochdeutschen Wort sahhan = streiten, woraus sich die Bedeutung „Gegenstreiter“ ergibt.
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| wiederspiegeln | widerspiegeln |
Die Vorsilbe in widerspiegeln ist nicht „wieder…“ im Sinne von „zurück“ (wie in „wiederkehren“), sondern „wider…“ im Sinne von „gegen“. |
| Wiederstand | Widerstand |
Das Substantiv Widerstand ist schon im Mittelhochdeutschen als widerstant belegt, einmal in der aktivischen Bedeutung „das Sichwidersetzen“, zum anderen in der passivischen Bedeutung „etwas, was entgegenwirkt, hinderlich ist“. |
| Wies’n | Wiesn |
Die bayerische Bezeichnung Wiesn für das Münchner Oktoberfest bezieht sich auf den Veranstaltungsort, die Theresienwiese. Wiesn übersetzt sich ins Hochdeutsche mit „Wiese“ und nicht etwa mit „Wiesen“, weshalb in der Bezeichnung auch kein Apostroph zur Markierung einer Auslassung gesetzt wird.
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| Windböhe | Windbö; Windböe |
Die Bezeichnung Bö oder (seltener) Böe für einen starken Windstoß geht auf das niederdeutsche Wort „bui“ zurück. Sowohl Böe als auch Windböe werden ohne h geschrieben.
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| Wirrwar | Wirrwarr |
Die etwas ungewöhnliche Schreibweise mit zweimal Doppel-r bei Wirrwarr erklärt sich daraus, dass es sich um eine lautmalerische Verdoppelung zu wirren handelt, einem heute veralteten Verb mit der Bedeutung „verwickeln; durcheinanderbringen“, das noch in verwirren enthalten ist. Die falsche Schreibweise „Wirrwar“ entspringt der Aussprache, bei der die zweite Silbe meist etwas gedehnter gesprochen wird. |
| Wochenendtripp | Wochenendtrip |
→ Tripp / Trip
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| wohlgesonnen | wohlgesinnt |
Das Partizip gesinnt bedeutet „von einer bestimmten Gesinnung“; gesonnen bedeutet hingegen „willens, gewillt“ und wird nur in Verbindung mit „sein“ gebraucht: „Ich bin nicht gesonnen, das zu tun.“ Aber: „Er ist ihm wohlgesinnt.“ Lediglich in der Umgangssprache gilt mittlerweile hier auch „wohlgesonnen“ als richtig. |
| wohlmöglich | womöglich |
Das Adverb womöglich steht für „vielleicht; möglicherweise“ und darf nicht mit der (getrennt geschriebenen) Wendung „wohl möglich“ mit ähnlicher Bedeutung verwechselt werden. „Er kommt womöglich morgen.“ Aber: „Es ist wohl möglich, dass er morgen kommt.“ Abzugrenzen ist auch die Satzverkürzung „wo möglich“ für „dort, wo es möglich ist“: „Sparen, wo möglich, investieren, wo nötig.“ |
| wohlweißlich | wohlweislich |
Das zusammengesetzte Adverb wohlweislich hat in etwa die Bedeutung „aus gutem Grund“ und hat nichts mit der Farbe Weiß zu tun. Es leitet sich aus dem älteren und im Gebrauch rückläufigen „weislich“ mit gleicher Bedeutung her, worin das Wörtchen „weise“ für „klug“ (eigentlich: „wissend“) steckt. |
| Wunder nehmen | wundernehmen |
Auch nach neuer Rechtschreibung wird das Verb wundernehmen für „In Erstaunen versetzen“ zusammengeschrieben: „Das braucht dich nicht wunderzunehmen.“ – „Es hatte ihn wundergenommen.“ Steht der erste Teil der Zusammensetzung in Satzendstellung, wird er entsprechend kleingeschrieben: „Das nimmt mich nicht wunder.“ |
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