Nachgefragt
Auch die Fachliteratur hilft nicht mehr weiter? Wir haben nachgefragt und kompetente Antwort erhalten: Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Leiter der Dudenredaktion, klärt grammatische und orthografische Zweifelsfälle. Unser Tipp: Schnelle Telefonauskunft erhalten Sie bei der Duden-Sprachberatung.
Publika als Plural von Publikum?
Neben Substantiven wie „Ferien“ oder „Leute“, die nur im Plural vorkommen, gibt es im Deutschen auch solche ohne Pluralform: „Ruhe“ oder „Überfluss“. Auch das „Publikum“ scheint es in der Mehrzahl nicht zu geben – oder doch?
Julian von Heyl am 15.05.13 | Kommentare (1) | Permalink
sich Beispiele[n] bedienen
Einige Verben werden mit Genitivobjekt verbunden: „sich eines Beispiels bedienen“, „der Opfer gedenken“. Speziell im Plural kann es dabei durchaus tückisch werden, wenn weder Artikel noch Attribut vorhanden sind …
Julian von Heyl am 25.04.13 | Kommentare (0) | Permalink
aphrodisierend vs. aphrodisisch
Sucht man im Duden nach dem passenden Adjektiv zu Aphrodisiakum, wird man nur begrenzt fündig: Verzeichnet ist nur „aphrodisisch“, während man das ungleich häufiger vorkommende „aphrodisierend“ vergeblich sucht. Wir fragten beim Duden nach, was es damit auf sich hat.
Julian von Heyl am 04.04.13 | Kommentare (0) | Permalink
gelikt, geliket oder geliked?
Speziell aus der Facebook-Welt verbreitet sich der Anglizismus „liken“ auch im deutschen Netzjargon, wobei das Wort im engeren Sinn auf die „Gefällt mir“-Funktion der Plattform bezogen wird, im weiteren Sinn die Bedeutung „gut finden“ hat.
Julian von Heyl am 25.01.13 | Kommentare (1) | Permalink
Koautor versus Coautor
Die Vorsilbe Ko… hat die Bedeutung „zusammen; mit“ und steht als Vorsilbe vor Begriffen wie Koautor. Aber kann man nicht genauso gut Coautor schreiben?
Julian von Heyl am 16.11.12 | Kommentare (2) | Permalink
80er Jahrgang oder 80er-Jahrgang?
Ist der 6er BMW ein 2012er-Modell oder ist der 6er-BMW ein 2012er Modell? Nicht immer lässt sich eindeutig entscheiden, ob man es mit einer Wortgruppe ohne Bindestrich oder einem Kompositum mit Bindestrich zu tun hat.
Julian von Heyl am 23.07.12 | Kommentare (10) | Permalink
in den Tag hinein leben / hineinleben
Im Duden – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache findet man „(sich) hineinleben“ als reflexives Verb im Sinne von „sich (irgendwo; in etwas) einleben“. Doch wie sieht es mit der Wendung „in den Tag hinein leben“ im Sinne von „leichtfertig dahinleben“ aus? Muss auch dort nicht hineinleben zusammengeschrieben werden? In den Wörterbüchern findet man hierzu widersprüchliche Angaben.
Julian von Heyl am 11.05.12 | Kommentare (0) | Permalink
selbst oder selber
Nicht immer ist die Trennlinie, ob ein Wort der Standard- oder der Umgangssprache zuzuordnen ist, klar zu ziehen. Im Falle von selbst oder selber findet man oft unterschiedslos beide Varianten des Pronomens. Grund genug, einmal nachzufragen, wie es um die Umgangssprachlichkeit von selber mittlerweile bestellt ist.
Julian von Heyl am 15.12.11 | Kommentare (3) | Permalink
dahinterher sein
Speziell dem eher alltäglichen Sprachgebrauch sind manche Adverbien zuzuordnen, die de facto nur in bestimmten Wendungen vorkommen. Hierzu gehört auch „dahinterher“, was in exakt dieser Schreibung im Duden steht. Aber sind hier nicht auch andere Schreibweisen denkbar?
Julian von Heyl am 08.11.11 | Kommentare (1) | Permalink
Ist statt „o. k.“ auch „ok“ okay?
Das Kürzel o. k. alias okay kann sehr vielseitig als Adverb oder in Großschreibung auch als Substantiv eingesetzt werden: Zu etwas sein Okay geben ist eben griffiger als sein Einverständnis geben. Mehr Griffigkeit fordert die Sprachgemeinschaft offenbar auch von der Kurzform: Gegenüber dem simplen ok tritt die Duden-Schreibweise
Julian von Heyl am 19.10.11 | Kommentare (0) | Permalink
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