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A  Laut-Buchstaben-Zuordnungen

2   Konsonanten

2.1  Grundlegende Laut-Buchstaben-Zuordnungen

§ 22 Als grundlegend im Sinne dieser orthografischen Regelung gelten die folgenden Laut-Buchstaben-Zuordnungen.

Besondere Zuordnungen werden in den sich anschließenden Abschnitten behandelt.

(1) Einfache Konsonanten

Laute Buchstaben Beispiele
[b]bbacken, Baum, Obolus, Parabel
[ç], [x]chich, Bücher, lynchen; ach, Rauch
[d]ddanken, Druck, leiden, Mansarde
[f]ffertig, Falke, Hafen, Fusion
[g]ggehen, Gas, sägen, Organ, Eleganz
[h]hhinterher, Haus, Hektik, Ahorn, vehement
[j]jja, Jagd, Boje, Objekt
[k]kKiste, Haken, Flanke, Majuskel, Konkurs
[l]llaufen, Laut, Schale, lamentieren
[m]mmachen, Mund, Lampe, Maximum
[n]nnur, Nagel, Ton, Natur, nuklear
[ƞ]ngGang, Länge, singen, Zange
[p]ppacken, Paste, Raupe, Problem
[r], [R], [K]rrauben, Rampe, hören, Zitrone
[s]sskurril, Skandal, Hast, hopsen
[z]ssagen, Seife, lesen, Laser
[∫]schscharf, Schaufel, rauschen
[t]ttragen, Tür, fort, Optimum
[v]wwann, Wagen, Möwe

(2) Konsonantenverbindungen (innerhalb des Stammes)

Laute Buchstaben Beispiele
[kv]ququälen, Quelle, liquid, Qualität
[ks]xxylographisch, Xenophobie, boxen, toxisch
[ts]zzart, Zaum, tanzen, speziell, Zenit

2.2  Auslautverhärtung und Wortausgang -ig

§ 23 Die in großen Teilen des deutschen Sprachgebiets auftretende Verhärtung der Konsonanten [b], [d], [g], [v] und [z] am Silbenende sowie vor anderen Konsonanten innerhalb der Silbe wird in der Schreibung nicht berücksichtigt.

E1: Bei vielen Wörtern kann die Schreibung aus der Aussprache erweiterter Formen oder verwandter Wörter abgeleitet werden, in denen der betreffende Konsonant am Silbenanfang steht, zum Beispiel:

Konsonant am Silbenende usw.Konsonant am Silbenanfang
Lob, löblich, du lobstLobes, belobigen (aber Isotop–Isotope)
trüb, trübselig, eingetrübttrübe, eintrüben (aber Typ – Typen)
Rad, RadumfangRades, rädern (aber Rat – Rates)
absurdabsurde, Absurdität (aber Gurt – Gurte)
Sieg, siegreich, er siegtsiegen (aber Musik – musikalisch)
Trug, er betrog, Betrugbetrügen (aber Spuk – spuken)
gläubiggläubige (aber Plastik – Plastiken)
MöwchenMöwe (aber Öfchen – Ofen)
naiv, Naivling, NaivheitNaive, Naivität (aber er rief – rufen)
Preis, preislich, preiswertPreise (aber Fleiß – fleißig)
Haus, häuslich, behaustHäuser (aber Strauß – Sträuße)

E2: Bei einer kleinen Gruppe von Wörtern ist es nicht oder nur schwer möglich, eine solche Erweiterung durchzuführen oder eine Beziehung zu verwandten Wörtern herzustellen. Man schreibt sie trotzdem mit b, d, g bzw. s, zum Beispiel: ab, Eisbein (Eis – Eises), flugs (Flug), Herbst, hübsch, jeglich, Jugend, Kies (Kiesel), Lebkuchen, morgendlich, ob, Obst, Plebs (Plebejer), preisgeben, Rebhuhn, redlich (Rede), Reis (Reisig), Reis (= Korn; Reise fachsprachlich = Reissorten; aber Grieß), ihr seid (aber seit), sie sind, und, Vogt, weg (Weges), weissagen (weise)

§ 24 Für den Laut [ç] schreibt man regelmäßig g, wenn erweiterte Formen am Silbenanfang mit dem Laut [g] gesprochen werden.

Das betrifft Wörter wie:

ewig, Ewigkeit (wegen ewige), gläubig (wegen gläubige); aber unglaublich (wegen unglaubliche); heilig, Käfig, ruhig

E: In einigen Sprachlandschaften wird -ig mit [k] gesprochen; dann gilt § 23.

2.3  Besonderheiten bei [s]

§ 25 Für das scharfe (stimmlose) [s] nach langem Vokal oder Diphthong schreibt man ß, wenn im Wortstamm kein weiterer Konsonant folgt.

Das betrifft Wörter wie:

Maß, Straße, Grieß, Spieß, groß, grüßen; außen, außer, draußen, Strauß, beißen, Fleiß, heißen

Ausnahme: aus

Zur Schreibung von [s] in Wörtern mit Auslautverhärtung wie Haus, graziös, Maus, Preis siehe § 23.

E1: In manchen Wortstämmen wechselt bei Flexion und in Ableitungen die Länge und Kürze des Vokals vor [s]; entsprechend wechselt die Schreibung ß mit ss. Beispiele:

fließen – er floss – Fluss – das Floß
genießen – er genoss – Genuss
wissen – er weiß – er wusste

E2: Steht der Buchstabe ß nicht zur Verfügung, so schreibt man ss. In der Schweiz kann man immer ss schreiben. Beispiel: Straße – Strasse

E3: Bei Schreibung mit Großbuchstaben schreibt man SS, zum Beispiel: Straße – STRASSE

§ 26 Folgt auf das s, ss, ß, x oder z eines Verb- oder Adjektivstammes die Endung -st der 2. Person Singular bzw. die Endung -st(e) des Superlativs, so lässt man das s der Endung weg.

Das betrifft Wörter wie:

du reist (zu reisen), du hasst (zu hassen), du reißt (zu reißen), du mixt (zu mixen), du sitzt (zu sitzen); (groß – größer –) größte

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