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> Andererseits ist auch ohne Objektsgenitiv zum Beispiel «die
> Anerkennung als Asylberechtigter» (siehe Asylgesetz!) möglich,
> nicht wahr?
Einen Genitiv kann ich bei deinem Beispiel nicht sehen.
> Daher scheint mir auch «die Betrachtung (von
> Management) als kontinuierlicher Prozess» eine Option zu sein.
Ja, dass die Variante mit Kasusangleichung, also die im Dativ, die erste Wahl ist, hatte ich ja bereits in meiner ersten Antwort gesagt. Deine Klammern erübrigen sich allerdings, denn wenn du den eingeklammerten Teil wegließest, bestünde ja der kontinuierliche Prozess in der Betrachtung und nicht im Management! Das Präpositional- bzw. Genitivattribut darf man hier also nicht weglassen.
> Wäre eigentlich «das Als-kontinuierlichen-Prozess-Betrachten von
> etwas» korrekt (stilistische Erwägungen beiseite)?
Ich hätte damit weniger Probleme als mit »*das Als-kontinuierlicher-Prozess-Betrachten«, würde aber »das Den-Prozess-als-natürlich-Betrachten« bevorzugen. Für die stilistisch beste Lösung halte ich jedoch: »das Betrachten/die Betrachtung des Prozesses als natürlich«.