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> Ich würde das analog zu «Clairvaux’» behandeln (der
> Rechtschreibrat spricht von «Markierung des Genitiv-s bei
> artikellos gebrauchten Eigennamen, die mit den Buchstaben bzw.
> den Buchstabenfolgen s, ss, ß, x,
> z, ce enden», die Aussprache wird hier gar
> nicht erwähnt!): Es wird zwar ein Genitiv-«s» gesprochen,
> welches sich vom «cz» lautlich unterscheidet, aber trotzdem ein
> Apostroph gesetzt.
Im Polnischen handelt es sich bei -ovicz offensichtlich um gar kein heimisches, sondern um ein polonisiertes Patronymensuffix aus anderen slawischen Sprachen. So entspricht z. B. Schostakowitsch im Polnischen Szostakowicz. Das < cz > bildet dabei im Polnischen offensichtlich eine transliterierende Einheit wie das < tsch > im Deutschen*. Axentowicz endet insofern auch nicht auf < z >.
Ich halte es für widersinnig, einerseits von Đokovićs Turniersiegen und von Schostakowitschs Sinfonien, andererseits aber von Axentowicz' Bildern zu schreiben, und zwar umso mehr, wenn man letzteres dann auch noch trotzdem mit Genitiv-S aussprechen sollte.
* Beim Tchibo-Konzern und seinem halb-armenischen Mitbegründer ist bei der Transliteration offensichtlich etwas falsch gelaufen.