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Du hast recht, ich hatte ungenau aus dem Gedächtnis zitiert. Aber auf allen Seiten des Wiener ‘Kleinen Volksblattes’ vom 19. Sept. 1939 findet sich immer immer der Punkt. (Nachzulesen im Österreichischen Zeitungsarchiv ANNO) Ein Text heisst konkret: Schlag zwölf: Der Rechtsverkehr beginnt.
Auch heute kann man bei manchen Zeitungen folgende Variante sehen: Die Überschrift hat keinen Punkt. Die darunter liegende ‘zweite’ Überschrift jedoch hat ihn. BEISPIEL:
Haushalt 2026/27 endlich verabschiedet (kein PUNKT) Drei Tage in der Koalition mühsam verhandelt. (MIT Punkt) Das sind wohl die Hausregeln der jeweiligen Zeitungen?
Bis zum nächsten Mal, euer Kanz Joseph
P.S.: Hans WEIGEL hatte in der 70ern in dem Buch: ‘Die Leiden der jungen Wörter’ einige gute Ideen für eine Rechtschreibreform. Teilweise hat man sie – vielleicht – beachtet. Andere wären immer noch gut.
Als Beispiele nannte er (Tod / tödlich / tötlich / tot u.A.) Oder der Reiz, aber. die Hatz. Adalbert STIFTER ist sein Gewährsmann in diesen Dingen.
Brahms schrieb noch ’Selig sind die Todten’, war das nicht irendwo konsequenter?
Das ß wollte er ‘pensionieren' und als langjähriger Schweiz-Urlauber, habe ich es dort nie vermisst. In Belletristik kann man es weiter setzen, aber in Alltagstexten, wie Geschäftsbriefen, Zeitungen… muss man es immer haben? (Im 19. Jhdt. – bis ca. 1914 fehlte es in fast allen Antiqua-Texten.)