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Re: Kollegen/innen

Autor:Friedel Vogt
Datum: Di, 10.9.2013, 13:29
Antwort auf: Re: Kollegen/innen (Antonia)

Entscheidend ist in solchen Fällen oft, was man zum Ausdruck bringen will. Oft nimmt man absichtlich in Kauf, dass etwas orthografisch falsch ist, um damit etwas bestimmtes aus zu drücken.

Mit der Formulierung "Kollegen/innen" bringt man zum Ausdruck, dass dass man sich oberflächlich damit auseinandergesetzt hat, dass Frauenrechtlerinnen seit 40 Jahren versuchen, mit Gewalt weibliche Formen von allem Möglichen zu etablieren.

In den meisten Fällen ist "Kollegen" hier die korrekte Form. Das ist die genderneutrale Form des Wortes. Damit werden Kollegen aller Geschlechter und auch geschlechtslose Kollegen und solche mit undefiniertem Geschlecht angesprochen.

"Kolleginnen und Kollegen" ist orthografisch richtig, drückt aber eigentlich oft nicht das richtige aus. Hier werden Kolleginnen und Kollegen einzeln angesprochen. Sinnvoll ist das natürlich nur, wenn das Geschlecht in dem Zusammenhang eine Rolle spielt. Zwitter, Transvestiten und andere nicht klar zuordenbare Geschlechter werden dabei ausgeschlossen.

"Kollegen und Kolleginnen" ist orthografisch auch richtig. Es ist aber üblich, die Frauen immer zuerst zu nennen. Durch den Verstoß gegen die Erstnennungsregel der Frauen vermeidet man mit dieser Formulierung oft die Kritik der Feministen (Malu Dreyer wendet diesen Trick erfolgreich an.) Natürlich wird auch hier zwischen den beiden Geschlechtern unterschieden, was in der Regel ja gerade nicht gemacht werden soll. Und auch hier werden alle nicht eindeutig zuordenbaren Kollegen ausgeschlossen. (Nebenbei: Es gibt bedeutend mehr davon, als die meisten Leute denken.)

"KollegInnen", "Kolleg-Innen", "Kolleg-innen" und andere Kreationen zeugen davon, dass der Schreiber die Problematik kennt, aber nicht darüber nachgedacht hat. Hier wird zwischen der männlichen und der weiblichen Form unterschieden, obwohl ja gerade nicht unterschieden werden soll. Und zusätzlich hat man noch einen orthografischen Fehler eingebaut. Mit dieser Form hat man also eigentlich alles falsch gemacht, bekommt aber kein Schelten von den Pseudoemanzen, die ansonsten immer lautstark protestieren. Diese Form ist daher am einfachsten, denn außer den Pseudoemanzen erhebt normalerweise keiner großes Geschrei. Am wenigsten die wirklich Emanzipierten und schon gar nicht die Gruppe der transsexuellen Eichhörnchen. (Dieser Begriff wurde in der Piratenpartei geprägt, um nicht jedes Mal die Genderproblematik erklären zu müssen. Gemeint sind alle, die nicht eindeutig Männlein oder Weiblein sind oder bei denen es im fraglichen Zusammenhang egal ist, welches Geschlecht sie haben.)

 

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