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<title>korrekturen.de | Weblog</title>
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<copyright>Copyright (c) 2013, Julian</copyright>
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<title>Yahoo betreibt neben Google und Facebook …</title>
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<modified>2013-05-21T23:25:30Z</modified>
<issued>2013-05-21T22:11:40Z</issued>
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<summary type="text/plain">Hier ein bisschen redigiert, da ein wenig gekürzt – und schon hat man eine veritable Zeitungsente erschaffen. So auch der Münchner Merkur, welcher kurzerhand Google und Facebook dem Yahoo-Konzern zuschlug. Doch wie konnte es dazu kommen? Eine kurze Spurensuche. ...</summary>
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<name>Julian</name>
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<dc:subject>Fehler und Stilblüten</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Hier ein bisschen redigiert, da ein wenig gekürzt – und schon hat man eine veritable Zeitungsente erschaffen. So auch der Münchner Merkur, welcher kurzerhand Google und Facebook dem Yahoo-Konzern zuschlug. Doch wie konnte es dazu kommen? Eine kurze Spurensuche.</p>]]>
<![CDATA[<p>Der spektakuläre Milliardendeal, dass Yahoo den Bloganbieter Tumblr übernommen hat, ging durch alle Medien. Dabei stützten sich die meisten Zeitungen und Internetdienste auf eine dpa-Meldung, in der es wortwörtlich auch hieß: „Yahoo betreibt neben Google und Facebook eines der größten Anzeigensysteme im Internet.“</p>

<p><img title="" alt="merkur_yahoo.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/merkur_yahoo.jpg" width="500" height="246" border="0" /><br />
<small>Yahoo betreibt Google und Facebook? Foto via <a target="_new" href="https://twitter.com/CemB/status/336773378960678912">Cem Başman</a></small></p>

<p>Beim Münchner Merkur wurde diese Information eingedampft zu: „Yahoo betreibt bereits unter anderem Google und Facebook.“ Eine Absurdität, die auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken reichlich Hohn und Spott zur Folge hatte und auch vom <a target="_new" href="http://meedia.de/background/meedia-blogs/meedia-buzzer/meedia-buzzer-post/article/zeitungs-ente--yahoo-betreibt-google-und-facebook_100045856.html">MEEDIA-Blog</a> aufgegriffen wurde, so dass sich der Münchner Merkur schon bald in den Staub warf: „Das ist wirklich blöd gelaufen“, twitterte @merkuronline. „Ein Kollege hat im Feiertagsdienst falsch gekürzt. Morgen gibt's in der Zeitung die Korrekturmeldung.“</p>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>@<a href="https://twitter.com/meedia">meedia</a> Das ist wirklich blöd gelaufen. Ein Kollege hat im Feiertagsdienst falsch gekürzt. Morgen gibt's in der Zeitung die Korrekturmeldung</p>&mdash; merkuronline (@merkuronline) <a href="https://twitter.com/merkuronline/status/336827070430720001">21. Mai 2013</a></blockquote>
<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

<p>Aber hatte der Kollege wirklich falsch gekürzt? Im Duden ist zu „neben“ in der Bedeutung des dpa-Satzes zu lesen:</p>

<blockquote>neben [mit Dativ] <i>zugleich mit; außer:</i> <br />
neben ihrem Beruf hat sie einen großen Haushalt zu versorgen; 
wir brauchen neben <i>(zusätzlich zu)</i> Papier und Schere auch Leim; 
Neben diesem Stab ständiger Mitarbeiter gibt es Gruppen von Professoren, Gewerkschaftsführern, Geschäftsleuten und Privatpersonen, die … (Dönhoff, Ära 190).<br />
<small>© DUDEN – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache, 4. Aufl. Mannheim 2012</small></blockquote>

<p>Tatsächlich ist der dpa-Satz keineswegs so klar formuliert, wie es einem mit dem Hintergrundwissen um die Besitzverhältnisse von Yahoo, Google und Facebook erscheinen mag. Die Präposition <i>neben</i> steht hier für „zugleich mit“, sie könnte aber ebenso für „außer“ stehen. Machen wir die Gegenprobe:</p>

<blockquote>„Google betreibt neben YouTube und Picasa eines der größten Anzeigensysteme im Internet.“</blockquote>

<p>Käme man hier direkt auf die Idee, dass auch YouTube und Picasa große Anzeigensysteme betreiben? Sicher nicht, eher würde man doch annehmen, dass Google YouTube und Picasa betreibt – was ja auch der Fall ist. Tatsächlich lag der Fehler also nicht darin, dass der Merkur-Redakteur falsch gekürzt hat, sondern dass man offenbar einen ressortfremden Redakteur herangesetzt hatte. Einen, der von zwei möglichen Deutungen des dpa-Satzes aus Unwissenheit die sachlich falsche wählte.</p>

<p>Sicher also ein peinlicher Fehler seitens des Münchner Merkur. Aber ein ebenso peinlicher Fehler seitens des dpa-Dienstes, der hier die journalistische Grundregel missachtet hat, dass Formulierungen stets eindeutig sein sollten.</p>]]>
</content>
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<title>Publika als Plural von Publikum?</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/nachgefragt/publika_als_plural_von_publikum.shtml" />
<modified>2013-05-15T13:51:58Z</modified>
<issued>2013-05-15T13:14:44Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2013://8.2254</id>
<created>2013-05-15T13:14:44Z</created>
<summary type="text/plain">Neben Substantiven wie „Ferien“ oder „Leute“, die nur im Plural vorkommen, gibt es im Deutschen auch solche ohne Pluralform: „Ruhe“ oder „Überfluss“. Auch das „Publikum“ scheint es in der Mehrzahl nicht zu geben – oder doch? ...</summary>
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<name>Julian</name>
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<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Neben Substantiven wie „Ferien“ oder „Leute“, die nur im Plural vorkommen, gibt es im Deutschen auch solche ohne Pluralform: „Ruhe“ oder „Überfluss“. Auch das „Publikum“ scheint es in der Mehrzahl nicht zu geben – oder doch?
</p>
]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Bislang bin ich immer davon ausgegangen, dass es sich bei <em>Publikum</em> um ein Singularetantum handelt, also um ein Wort, das nur im Singular vorkommt. In den meisten Wörterbüchern, so auch etwa im Deutschen Universalwörterbuch, ist auch keine Pluralform verzeichnet. Jedoch findet sich im Online-Wörterbuch von Duden unter dem Lemma <a target="_new" href="http://www.duden.de/rechtschreibung/Publikum">Publikum</a> eine Deklinationstabelle, die den Plural „Publika“ nahelegt. 
</p><p>
Ich gebe zu, diese Pluralform noch nirgends gelesen zu haben, und hätte auch Mühe, sinnvolle Beispielsätze damit zu konstruieren. Können Sie Näheres zur Entwicklung bzw. Verwendung dieser Pluralform sagen? Oder ist die Deklinationstabelle im Online-Duden als eher theoretische Option zu verstehen?
 <br /><i>Julian von Heyl, korrekturen.de</i></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Wir haben in der Tat in unsere Substanzen inzwischen den (als selten markierten) Plural „Publika“  neu aufgenommen. Er wird in den nächsten Auflagen der größeren Wörterbücher zu finden sein. Die Entscheidung gründet sich auf nicht sehr zahlreiche, aber recht gut gestreute Belege dieser Art:
</p><ul>
<li>Was sind die Faktoren, die Tageszeitungen im Wettbewerb mit anderen Medien um die Aufmerksamkeit der Publika erfolgreich machen? (NZZ 2005)</li>
<li>Die Publika gewöhnen sich weiter daran, Nachrichten „gratis“ zu bekommen, auch wenn diese letztlich nicht umsonst zu haben sind. (Standard 2010) </li>
<li>Die Autoren, offenbar Anhänger schneller Mehrfachverwertung, träumen von einer Kulturindustrie mit „Künstlern und Kulturmanagern, die vom ersten Tag an für diverse Publika produzieren und sich als Unternehmer erproben“. (Handelsblatt 2012) </li></ul>
<i>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Leiter der Dudenredaktion</i></p>
]]>
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<title>sich Beispiele[n] bedienen</title>
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<modified>2013-05-03T21:35:20Z</modified>
<issued>2013-04-25T13:11:27Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2013://8.2253</id>
<created>2013-04-25T13:11:27Z</created>
<summary type="text/plain">Einige Verben werden mit Genitivobjekt verbunden: „sich eines Beispiels bedienen“, „der Opfer gedenken“. Speziell im Plural kann es dabei durchaus tückisch werden, wenn weder Artikel noch Attribut vorhanden sind … ...</summary>
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<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Einige Verben werden mit Genitivobjekt verbunden: „sich eines Beispiels bedienen“, „der Opfer gedenken“. Speziell im Plural kann es dabei durchaus tückisch werden, wenn weder Artikel noch Attribut vorhanden sind …</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Bekanntlich gibt es eine Handvoll Verben, die mit Genitivobjekt stehen, etwa „sich ausgewählter Beispiele bedienen“. Nun hatte ich neulich den Fall, dass das Objekt ohne Artikel oder Attribut im Plural stand, was zu der Form führte: „Wir bedienten uns Beispiele.“
</p><p>
Rein vom Sprachgefühl her klingt das falsch in meinen Ohren. Hier hätte ich, wenn überhaupt, die Form „Wir bedienten uns Beispielen“ gewählt. Aber was ist nun grammatisch richtig? Oder muss man in solchen Fällen auf eine gänzlich andere Formulierung – wie etwa: „wir gebrauchten Beispiele“ – ausweichen? <br /><i>Julian von Heyl, korrekturen.de</i></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Weder „Wir bedienten uns Beispiele“ noch „Wir bedienten uns Beispielen“ sind grammatisch zulässig. Es gilt die sogenannte Genitivregel, nach der eine Nominalphrase ohne bestimmten Artikel nur dann im Genitiv stehen kann, wenn sie mindestens ein adjektivisch flektiertes Wort und mindestens ein Wort mit der Endung -s oder -r enthält.</p>
<p>
Die folgenden Beispiele zur Verdeutlichung:
</p><ul>
<li><em>Nicht:</em> Das sieht man nur innerhalb Städte.<br />
<em>Sondern:</em> Das sieht man nur innerhalb der Städte. <br />
<em>Oder:</em> Das sieht man nur innerhalb größerer Städte. <br />
</li><li>
<em>Nicht:</em> Der Verbrauch Wassers nimmt ständig zu. <br />
<em>Sondern:</em> Der Verbrauch des Wassers nimmt ständig zu. <br />
<em>Oder:</em> Der Verbrauch frischen Wassers nimmt ständig zu. <br />
</li></ul>
<p>Korrekt ist auch der Ersatz des Genitivs durch eine „von“-Konstruktion: </p>
<ul><li>Das sieht man nur innerhalb von Städten.</li>
<li>Der Verbrauch von Wasser nimmt ständig zu. </li></ul>
<p>
Letzteres funktioniert aber nicht bei den Genitivobjekten von Verben. Hier geht entweder „Wir bedienten uns der Beispiele, die ...“
oder „Wir bedienten uns einiger Beispiele“ – wenn das nicht der intendierten Aussage entspricht, muss man in der Tat auf ein anderes Verb ausweichen.
<br /><i>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Leiter der Dudenredaktion</i></p>
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<title>aphrodisierend vs. aphrodisisch</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/nachgefragt/aphrodisierend_vs_aphrodisisch.shtml" />
<modified>2013-04-04T17:01:54Z</modified>
<issued>2013-04-04T14:01:10Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2013://8.2252</id>
<created>2013-04-04T14:01:10Z</created>
<summary type="text/plain">Sucht man im Duden nach dem passenden Adjektiv zu Aphrodisiakum, wird man nur begrenzt fündig: Verzeichnet ist nur „aphrodisisch“, während man das ungleich häufiger vorkommende „aphrodisierend“ vergeblich sucht. Wir fragten beim Duden nach, was es damit auf sich hat. ...</summary>
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<name>Julian</name>
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<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Sucht man im Duden nach dem passenden Adjektiv zu Aphrodisiakum, wird man nur begrenzt fündig: Verzeichnet ist nur „aphrodisisch“, während man das ungleich häufiger vorkommende „aphrodisierend“ vergeblich sucht. Wir fragten beim Duden nach, was es damit auf sich hat.</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Ein Mittel, welches anregend auf die Libido wirkt, nennt man bekanntlich ein Aphrodisiakum. Durchaus vertraut ist mir in diesem Zusammenhang die Bezeichnung: ein „aphrodisierendes Mittel“. Umso überraschter war ich, als ich neulich feststellen musste, dass das Wort „aphrodisierend“ in keinem Dudenband verzeichnet ist. Stattdessen findet man in der gesuchten Bedeutung das Adjektiv „aphrodisisch“.
</p><p>
Nun meine Frage: Handelt es sich bei dem Wörtchen „aphrodisierend“ um eine durchaus erlaubte Konstruktion,  die als solche nur noch nicht Eingang in die Wörterbücher gefunden hat, oder wird hier nur eine fälschliche Analogie zu Begriffen wie „stimulierend“ oder „aktivierend“ gebildet? 
 <br /><i>Julian von Heyl, korrekturen.de</i></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Unser Dudenkorpus zeigt drei Adjektive zu Aphrodisiakum: Nur sehr selten gebraucht wird „aphrodisiakisch“, deutlich häufiger verwenden wir „aphrodisisch“, und mit einigem Abstand am häufigsten findet sich das in unseren Wörterbüchern noch nicht verzeichnete „aphrodisierend“. Da aber auch hier die Frequenz im unteren dreistelligen Bereich liegt, ist das Wort bei den bisherigen Abgleichen von Korpusstatistiken mit unseren Lemmalisten noch nicht auffällig geworden. Es handelt sich um eine völlig legitime Wortbildung, die künftig durchaus in unseren Werken berücksichtigt werden sollte.
<br /><i>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Leiter der Dudenredaktion</i></p>
]]>
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<title>Gesellschaft zur Stärkung der Verben</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/website-links/gesellschaft_zur_staerkung_der_verben.shtml" />
<modified>2013-04-03T02:12:42Z</modified>
<issued>2013-04-03T02:10:06Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2013://8.2251</id>
<created>2013-04-03T02:10:06Z</created>
<summary type="text/plain">Die „Gesellschaft zur Stärkung der Verben“ ist eine Anlaufstelle für schwache und geknochtene Verben aller Sprachen, denen der Weg in die Unregelmäßigkeit erlirchten werden soll. Zum Schutze der von der wachsenden Sprachvereinfachung bedrohten Verben werden hier die mannigfaltigsten Stammformen des ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
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<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Website-Links</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img title="" alt="verben.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/verben.jpg" width="300" height="50" style="float:right; margin-left:10px; margin-bottom:5px; border:0" />Die „Gesellschaft zur Stärkung der Verben“ ist eine Anlaufstelle für schwache und geknochtene Verben aller Sprachen, denen der Weg in die Unregelmäßigkeit erlirchten werden soll. Zum Schutze der von der wachsenden Sprachvereinfachung bedrohten Verben werden hier die mannigfaltigsten Stammformen des deutschen Sprachraums erfunden.</p>

<p>Absicht ist es unter anderem, möglichst viele naturgemäß schwache Verben der deutschen Sprache in ihren Konjugationsformen zu stärken, das heißt, neue, unregelmäßige Stammformen für sie zu erfinden: Ab sofort wird mit gezunkenen Karten gespielt, verwolkene Blumen werden weggeschmissen, Geiger gagen, Vergleiche hanken, man hat sich mit weniger Geld begnogen, der Lehrer schak den Schüler zum Direktor, wir verwandten den verborßenen Algorithmus.</p>

<p><a href="http://verben.texttheater.net">http://verben.texttheater.net</a><br />
</p>]]>

</content>
</entry>
<entry>
<title>gelikt, geliket oder geliked?</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/nachgefragt/gelikt_geliket_oder_geliked.shtml" />
<modified>2013-01-27T02:02:42Z</modified>
<issued>2013-01-25T11:17:03Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2013://8.2248</id>
<created>2013-01-25T11:17:03Z</created>
<summary type="text/plain">Speziell aus der Facebook-Welt verbreitet sich der Anglizismus „liken“ auch im deutschen Netzjargon, wobei das Wort im engeren Sinn auf die „Gefällt mir“-Funktion der Plattform bezogen wird, im weiteren Sinn die Bedeutung „gut finden“ hat. ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Speziell aus der Facebook-Welt verbreitet sich der Anglizismus „liken“ auch im deutschen Netzjargon, wobei das Wort im engeren Sinn auf die „Gefällt mir“-Funktion der Plattform bezogen wird, im weiteren Sinn die Bedeutung „gut finden“ hat.</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Was die Rechtschreibung von „liken“ angeht, treten speziell bei der Partizipform Unsicherheiten auf: Haben wir etwas <em>gelikt, geliket</em> oder gar <em>geliked</em>? Analog zu zum Beispiel „gefakt“ oder „getunt“ würde ich zu „gelikt“ tendieren; hier wird aber häufig eingewendet, dass in dieser Form das Grundwort „like“ nur noch schlecht erkennbar ist.   
 <br /><i>Julian von Heyl, korrekturen.de</i></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Für diesen und ähnliche Fälle gibt es keine amtlich vorgegebene Regel. 
</p><p>
Der Duden hat sich dafür entschieden, der Einfachheit halber nach einem strikten Schema zu verfahren und bei Eindeutschungen dieser Art die für die deutschen Verben geltenden morphologischen Regeln auch dann anzuwenden, wenn ein im Hinblick auf die Aussprache irritierendes Schriftbild entsteht. Die Grundregel lautet für die Partizipien schwacher Verben: <nobr>ge + Wortstamm + t</nobr>. Bei „liken“ sehen wir als Wortstamm „lik“ an, was darauf zurückgeht, dass normalerweise der Stamm eines Wortes durch Abtrennung der Flexions- oder Wortbildungsendungen ermittelt wird (wie <nobr>z.&thinsp;B.</nobr> aus liking = <nobr>lik + ing</nobr>). 
</p><p>
Nach diesem Muster haben wir schon eine Reihe von Festlegungen getroffen: neben „faken, gefakt“ und „tunen, getunt“ auch beispielsweise „canceln, gecancelt“, „timen, getimt“, „checken, gecheckt“ und „managen, gemanagt“. Und entsprechend empfehlen wir auch „gelikt“. 
</p><p>
Es ist uns klar, dass man „gecheckt“ leichter akzeptieren kann als „gelikt“, aber wir halten es für eine entbehrliche Verkomplizierung, hier unterschiedliche Lösungen anzubieten.
<br /><i>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Leiter der Dudenredaktion</i></p>
]]>
</content>
</entry>
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<title>andererseits, andrerseits oder anderseits?</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/kurz_erklaert/andererseits_andrerseits_oder_anderseits.shtml" />
<modified>2013-01-21T12:50:50Z</modified>
<issued>2013-01-21T01:27:35Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2013://8.2247</id>
<created>2013-01-21T01:27:35Z</created>
<summary type="text/plain">Wer „einerseits“ sagt, muss auch … ja, was eigentlich sagen? Gleich drei Schreibweisen buhlen um die Gunst der Formulierbeflissenen: andererseits, andrerseits und anderseits. ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Kurz erklärt</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>Wer „einerseits“ sagt, muss auch … ja, was eigentlich sagen? Gleich drei Schreibweisen buhlen um die Gunst der Formulierbeflissenen: andererseits, andrerseits und anderseits.</p>]]>
<![CDATA[<p>Die Frage nach der Richtigkeit ist schnell beantwortet: Alle drei Schreibweisen gelten als richtig und standardsprachlich. Die älteste Form des Adverbs, welches häufig in Verbindung mit „einerseits“ verwendet wird, ist <em>anderseits</em>. Diese Form geht direkt auf das mittelhochdeutsche „andersit“ zurück, wobei „sit“ der Akkusativ zu mittelhochdeutsch „site“ (= Seite) ist. Ähnliche bekannte Bildungen sind „jenseits“ oder „diesseits“.</p>

<p>In der neueren Bildung <em>andererseits</em> für „auf der anderen Seite“ lässt sich hingegen der Genitiv Singular „anderer Seite“ erkennen. Die Schreibweise <em>andrerseits</em> wiederum ist nur eine verkürzte Variante davon, wie sich auch „andere“ jederzeit – und orthografisch korrekt – zu „andre“ verkürzen lässt. Möglicherweise spielt bei dieser Form auch eine Anlehnung an ähnliche Bildungen mit <nobr>Fugen-<i>er</i></nobr> und „-seits“ eine Rolle, von denen es praktisch unbegrenzt viele gibt: <i>amtlicherseits, kirchlicherseits, mütterlicherseits</i>, aber auch <i>beiderseits, keinerseits, meinerseits, deinerseits</i> – und eben <i>einerseits</i>.</p>

<p>Die in der Schriftsprache mit Abstand häufigste Form ist <em>andererseits</em>, weshalb wir uns gerne der Empfehlung der Dudenredaktion anschließen, dieser den Vorzug zu geben. Wer aber seine mit „einerseits“ begonnene Abwägung lieber mit „anderseits“ oder „andrerseits“ beschließen will, kann dies guten Gewissens tun: Diese Nebenformen gelten weder als umgangssprachlich noch gar als falsch.<br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>fragte oder frug</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/kurz_erklaert/fragte_oder_frug.shtml" />
<modified>2013-01-14T20:34:52Z</modified>
<issued>2013-01-14T13:54:23Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2013://8.2246</id>
<created>2013-01-14T13:54:23Z</created>
<summary type="text/plain">Fragte oder frug er? Die Frage nach der richtigen Vergangenheitsform von „fragen“ gehört zu den Klassikern der Orthografielehre. Hier die Antwort in Form eines Sonetts, ebenfalls ein Klassiker. ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Kurz erklärt</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>Fragte oder frug er? Die Frage nach der richtigen Vergangenheitsform von „fragen“ gehört zu den Klassikern der Orthografielehre. Hier die Antwort in Form eines Sonetts, ebenfalls ein Klassiker.</p>]]>
<![CDATA[<blockquote>
<strong>Der Unverbesserliche</strong>

<p>Man fragte mich: »Heißt’s fragte oder frug?«<br />
Ich sagte drauf: »Ich wähle immer fragte,<br />
Da man ja auch statt sagte nicht spräch’ sug,<br />
Was schlecht dem Ohr und Sprachgebrauch behagte.«</p>

<p>Der andre sprach: »Ich werde draus nicht klug,<br />
Man sagt doch auch nicht schlagte oder tragte?«<br />
Ich sprach: »Ausnahmen sind nur schlug und trug;<br />
Doch tug, rug, zug und wug noch keiner wagte.</p>

<p>Nun wird der Zweifel, der bisher Sie nagte<br />
Und plagte – und nicht etwa nug und plug –<br />
Behoben sein, ob richtig frug, ob fragte?«</p>

<p>Der andre sprach: »Sie haben recht«, und schlug<br />
Sich an die Stirn, als ob ihm Licht nun tagte.<br />
»Verzeihen Sie, dass ich so töricht frug.«<br />
<small><em>Verfasser unbekannt, um 1900</em></small></blockquote><p>Tatsächlich gilt heute nur die schwache Konjugation von <em>fragen</em> als standardsprachlich: <em><nobr>Er&thinsp;/&thinsp;sie&thinsp;/&thinsp;es</nobr> fragte, hat gefragt.</em> Oft wird an dieser Stelle die These vertreten, dass sich die Form von einem älteren „frug“ zum heutigen „fragte“ entwickelt habe – nicht selten mit einem lamentierenden Unterton, dass die deutsche Sprache eben immer weiter verarmen würde. Tatsächlich ist aber die Form „fragte“ die ältere Form, während die Form „frug“ ein aus dem Niederdeutschen stammendes Intermezzo darstellte, gewissermaßen eine „Modeform“, der sich viele Dichter des 19. Jahrhunderts gerne bedienten. Hierbei galt die starke Form „frug“ nie ausschließlich, sondern hatte stets den Charakter einer (literarischen) Nebenform, die auch heute noch regionalsprachlich vorkommt.</p></p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Frohes neues Jahr</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/fehler_und_stilblueten/frohes_neues_jahr.shtml" />
<modified>2012-12-17T23:52:12Z</modified>
<issued>2012-12-17T21:08:31Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2245</id>
<created>2012-12-17T21:08:31Z</created>
<summary type="text/plain">Schöne Weihnachten und ein frohes und glückliches neues Jahr, beides wünschen wir unseren Lesern und Leserinnen jetzt schon – und nehmen dies gleich zum Anlass, auf den mit Abstand häufigsten Fehler bei Neujahrswünschen hinzuweisen. ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Fehler und Stilblüten</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>Schöne Weihnachten und ein frohes und glückliches neues Jahr, beides wünschen wir unseren Lesern und Leserinnen jetzt schon – und nehmen dies gleich zum Anlass, auf den mit Abstand häufigsten Fehler bei Neujahrswünschen hinzuweisen.</p>]]>
<![CDATA[<p>„Vor einiger Zeit habe ich mir Weihnachtskarten der Deutschen Post gekauft“, berichtet unsere Leserin Claudia P. – und zeigt sich mit dem Erwerb unzufrieden: „Leider waren die Karten nur verkleinert abgebildet …“ Umso zufriedener sind wir ob dieses schönen Fundstücks und bedanken uns für die Zusendung der Abbildung.</p>

<p><img title="" alt="Frohes Neues Jahr" src="http://www.korrekturen.de/img/neues_jahr.jpg" width="510" height="247" border="0" /><br />
<small>Ein dickes Minus für die Plusbriefe der Deutschen Post.</small></p>

<p>Peinlich für die Deutsche Post: „Frohes Neues Jahr“ prangt auf den Karten, eine falsche Schreibweise, die von dem Missverständnis herrührt, bei „neues Jahr“ könne es sich um einen Eigennamen oder etwas Ähnliches handeln. Dem ist nicht so. Im Gegensatz zum „Heiligen Abend“, der zu jedem Zeitpunkt der Heilige Abend ist, macht nur die zeitliche Betrachtung das neue Jahr zum neuen Jahr – in Abgrenzung zum alten Jahr, bei dem sich die Großschreibung offenbar weniger aufdrängt. Als „neues Jahr“ bezeichnen wir das in wenigen Wochen oder Tagen beginnende oder das erst vor wenigen Tagen oder Wochen begonnene Jahr. Wer im Februar immer noch jedem ein schönes neues Jahr wünscht, erntet nur noch genervte Blicke.</p>

<p>Dass sich die falsche Schreibweise „<a href="/beliebte_fehler/schoenes_gutes_frohes_neues_jahr.shtml">Neues Jahr</a>“ fast so hartnäckig hält wie das falsche große „W“ bei „<a href="/beliebte_fehler/herzlich_willkommen.shtml">Herzlich willkommen</a>“, könnte auch damit zusammenhängen, dass man den Grußworten mit der Großschreibung eine stärkere Bedeutsamkeit verleihen möchte – schließlich käme wohl niemand auf den Gedanken, dem Nachbarn zum „schönen Neuen Auto“ zu gratulieren. Tatsächlich wirft die falsche Rechtschreibung aber nur ein zweifelhaftes Licht auf die Orthografiekenntnisse des Absenders.<br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Websuche per Hotkey aus Word starten</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/word-tipps/websuche_per_hotkey_aus_word_starten.shtml" />
<modified>2012-12-03T18:55:23Z</modified>
<issued>2012-11-30T16:29:22Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2244</id>
<created>2012-11-30T16:29:22Z</created>
<summary type="text/plain">Es kommt sehr oft vor, dass man bei der Arbeit in Word kurz einmal ins Internet wechselt – sei es, um die Schreibweise eines Begriffs zu klären, oder um weitere Informationen zu suchen. Mit Hilfe eines einfachen Makros können Sie ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
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<dc:subject>Word-Tipps</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>Es kommt sehr oft vor, dass man bei der Arbeit in Word kurz einmal ins Internet wechselt – sei es, um die Schreibweise eines Begriffs zu klären, oder um weitere Informationen zu suchen. Mit Hilfe eines einfachen Makros können Sie Google, Wikipedia und Co. mit dem markierten Suchbegriff direkt aus Word ansteuern.<br />
</p>]]>
<![CDATA[<p>Wer kennt nicht das mühsame Prozedere? Wort oder Begriff markieren, kopieren, Suchmaschine aufrufen, Suchbegriff einfügen, Suche starten. Wer aus Word heraus Recherchen im WWW anstellt, kann dies mit Makrohilfe aber auch schneller haben. Im Folgenden stellen wir ein Word-Makro vor, welches mit dem jeweils hinterlegten Hotkey den Browser öffnet und sofort eine Suche nach dem zuvor markierten Text durchführt. Bitte verfahren Sie beim Einbinden des Makros und beim Zuweisen der Tastenkombination wie im Artikel <a href="/word-tipps/geschuetzter_halbabstand_halbes_leerzeichen.shtml">„Geschützter Halbabstand“</a> beschrieben.</p>

<p>Ein Haken sei nicht verschwiegen: Die Lösung funktioniert nur mit dem Internet Explorer. (Nachtrag: Es gibt eine Variante für Firefox, siehe <a href="#comments">erster Kommentar</a>.) Allerdings reicht es, wenn dieser installiert ist, es kann durchaus ein anderer Standardbrowser wie etwa Firefox definiert sein. Das Makro wurde in verschiedenen Windows- und Word-Versionen getestet, grundsätzlich sollte es auch unter Mac OS funktionieren. Hier das Listing für Google:</p>

<blockquote><code>
Const BASE_URL = "http://www.google.de" <br />
If Selection.Type = wdSelectionIP Then <br />
    Selection.MoveLeft Unit:=wdWord, Count:=1 <br />
    Selection.MoveRight Unit:=wdWord, Count:=1, Extend:=wdExtend <br />
End If <br />
Dim ie As InternetExplorer <br />
 Set ie = New InternetExplorer <br />
 ie.Navigate (BASE_URL & "/search?hl=de&q=" & Selection) <br />
 ie.Visible = True <br />
</code></blockquote>

<p>Der besondere Gag: Besteht keine aktuelle Markierung, wird automatisch das Wort markiert, auf dem der Cursor gerade steht, andernfalls wird die aktuelle Markierung – die dann auch mehrere Wörter umfassen kann – genommen.</p>

<p>Das Makro kann auf jede Suchmaschine angepasst werden, die eine Übergabe der Parameter via URL erlaubt; hierzu muss jeweils die erste Zeile (BASE_URL) und die vorletzte Zeile mit dem Aufruf angepasst werden. Hier beispielsweise die Variante (nur geänderte Zeilen, bitte darauf achten, dass die zweite geänderte Zeile ohne Umbruch in einer Zeile steht) für Wikipedia:</p>

<blockquote><code>
Const BASE_URL = "http://de.wikipedia.org" <br />
… <br />
 ie.Navigate (BASE_URL & "/wiki/Spezial:Search?go=1&search=" & Selection) <br />
…
</code></blockquote>

<p>Und hier die geänderten Zeilen für korrekturen.de:</p>

<blockquote><code>
Const BASE_URL = "http://www.korrekturen.de" <br />
… <br />
 ie.Navigate (BASE_URL & "/cgi-bin/wortliste_suche.pl?ordner=vollsuche&suchbegr=" & Selection) <br />
…
</code></blockquote>

<p>In der Praxis ist es sinnvoll, sich für jede gewünschte Websuche ein eigenes Makro anzulegen und diesen Makros jeweils unterschiedliche Tastenkombinationen zuzuweisen, zum Beispiel Strg+Shift+G für Google. Viel Spaß mit dem Makro!</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Schreibweise von Ziffern mit -jährig und -Jährige</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/kurz_erklaert/schreibweise_von_ziffern_mit_-jaehrig_und_-jaehrige.shtml" />
<modified>2012-11-27T16:38:58Z</modified>
<issued>2012-11-27T16:11:45Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2243</id>
<created>2012-11-27T16:11:45Z</created>
<summary type="text/plain">Wenn sich unter 18-Jährige mit über 16-Jährigen treffen, haben wir es vermutlich mit 17-jährigen Jugendlichen zu tun. Bei der Schreibweise von Ziffern in Verbindung mit -jährig gibt es einige Unsicherheiten, die hier geklärt werden sollen. ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Kurz erklärt</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>Wenn sich unter 18-Jährige mit über 16-Jährigen treffen, haben wir es vermutlich mit 17-jährigen Jugendlichen zu tun. Bei der Schreibweise von Ziffern in Verbindung mit -jährig gibt es einige Unsicherheiten, die hier geklärt werden sollen.<br />
</p>]]>
<![CDATA[<p>Nach alter Rechtschreibung gab es bei mit Ziffern geschriebenen Altersbezeichnungen keinen Unterschied zwischen Adjektiv und Substantivierung: Der zwölfjährige Junge war „der 12jährige Junge“ und der Zwölfjährige war „der 12jährige“. Die Rechtschreibreform brachte hier zwei Neuerungen: Zum einen wird nach neuer Rechtschreibung ein Bindestrich zwischen Zahl und „jährig“ gesetzt, zum anderen erfolgt bei der Substantivierung nach dem Bindestrich Großschreibung: <em>der 12-jährige Junge,</em> aber: <em>der 12-Jährige.</em> So weit, so einfach.</p>

<p>Schwierigkeiten machen oft die Verbindungen mit „unter“ oder „über“, wie im Einleitungssatz dargestellt. Hier gilt: „unter“ und „über“ sind nähere Bestimmungen und werden mit der Altersangabe nicht zusammengeschrieben, sondern – wie ein Adverb – einfach davorgesetzt: <em>die über Fünfzigjährigen</em> oder <em>die über 50-Jährigen</em> (<span style="color:#FF0000">falsch:</span> „die Überfünfzigjährigen“; <span style="color:#FF0000">falsch:</span> „die Über-50-Jährigen“). Entsprechend: <em>die unter 18-Jährigen; der fast 80-Jährige; die bereits 90-Jährige.</em></p>

<p>Ein weiterer Stolperstein ist die Angabe einer Altersspanne: <em>Vierzehn- bis Achtzehnjährige</em> schreibt sich mit Ziffern: <em>14- bis 18-Jährige.</em> Häufig besteht hier die Neigung, den Ergänzungsstrich nach der ersten Zahl wegzulassen, da danach ja schon das Wörtchen „bis“ folgt (<span style="color:#FF0000">falsch:</span> „14 bis 18-Jährige“). Tatsächlich ist nur die Schreibweise <em><nobr>14- bis</nobr> 18-Jährige</em> richtig, da es sich um eine Verkürzung der Schreibung „14-Jährige bis 18-Jährige“ handelt. Ein weiteres Mal mit dem bis-Zeichen verkürzt ergibt sich folgende Schreibweise: <i>die <nobr>14–18-Jährigen</nobr></i>. Bitte beachten Sie, dass der erste Strich (das bis-Zeichen) im Idealfall länger sein sollte als der Bindestrich und in der Länge dem Gedankenstrich entsprechen sollte.</p>

<p>Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass Komposita mit „-jährig“ neben dem Alter natürlich auch eine Zeitspanne bezeichnen können: der <em>fünfjährige</em> oder <em>5-jährige</em> Auslandsaufenthalt. Hier ist die korrekte Abgrenzung zu „-jährlich“ zu beachten: bei einem <em>zweijährigen</em> Urlaub ist man zwei Jahre lang in Urlaub, bei einem <em>zweijährlichen</em> Urlaub macht man alle zwei Jahre Urlaub.</p>

<p>Und wie sieht es mit dem „50-jährigen Jubiläum“ aus? Grundsätzlich haben die Kritiker recht, die hier einwenden, dass schließlich nicht das Jubiläum 50 Jahre alt wird. Jedoch ist diese Form mittlerweile in den Sprachgebrauch übergegangen und so geläufig, dass sie nicht mehr als falsch anzusehen ist – insbesondere, da sich die sprachlichen Alternativen, <nobr>z.&thinsp;B.</nobr> das „Jubiläum des 50-jährigen Bestehens“, eher umständlich gestalten.<br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>relaxed versus relaxt</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/kurz_erklaert/relaxed_versus_relaxt.shtml" />
<modified>2012-11-24T16:58:27Z</modified>
<issued>2012-11-24T16:54:05Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2242</id>
<created>2012-11-24T16:54:05Z</created>
<summary type="text/plain">Sowohl das Verb relaxen als auch das Adjektiv relaxed sind kein jüngerer Import aus dem Englischen, sondern seit langem im deutschen Sprachschatz verankert. Aber wäre als Adjektiv nicht relaxt die korrektere Form? ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Kurz erklärt</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>Sowohl das Verb <em>relaxen</em> als auch das Adjektiv <em>relaxed</em> sind kein jüngerer Import aus dem Englischen, sondern seit langem im deutschen Sprachschatz verankert. Aber wäre als Adjektiv nicht <em>relaxt</em> die korrektere Form?</p>]]>
<![CDATA[<p>Um es gleich vorwegzunehmen: Beide Formen sind richtig, <i>relaxed</i> wie auch <i>relaxt</i>. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Ausnahme von der Grundregel, dass das Partizip II eines Verbs, auch wenn es aus dem Englischen stammt, mit <nobr>-[e]t</nobr> am Ende gebildet wird:</p>

<p>downloaden, downgeloadet<br />
managen, gemanagt<br />
recyceln, recycelt (<i>auch:</i> recyclen, recyclet)<br />
upgraden, upgegradet</p>

<p>Die abweichende Schreibung <i>relaxed</i> kommt dadurch zustande, dass das Adjektiv noch vor dem Verb <i>relaxen</i> unverändert aus dem Englischen übernommen wurde. Erst später kam die Verbform hinzu – und mit ihr die Partizipbildung <i>relaxt</i>.</p>

<p>Andere unverändert aus dem Englischen übernommene Adjektivbildungen sind etwa: <i>overdressed, overstyled, sophisticated, stoned, stonewashed, underdressed, unplugged.</i>  Ihnen ist gemein, dass sie nicht flektierbar sind und daher in der Regel nicht attributiv verwendet werden: „die Jeans ist stonewashed“; aber eher selten: „eine stonewashed Jeans“. Entsprechend kann auch bei „relaxed&thinsp;/&thinsp;relaxt“ bei attributivem Gebrauch oder bei Steigerungen nur die integrierte Form verwendet werden: „eine relaxte Stimmung“; „mit jedem Tag waren wir relaxter“.</p>

<p>Fazit: Wer „relaxed“ statt „relaxt“ verwendet, outet sich damit nicht als Sprachbanause, sondern nutzt im Gegenteil die ältere und verbreitetere Form. Allerdings sollte die englische Form nur adverbial gebraucht werden.<br />
</p>]]>
</content>
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<title>OpenThesaurus Synonymwörterbuch</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/website-links/openthesaurus_synonymwoerterbuch.shtml" />
<modified>2012-11-23T14:40:40Z</modified>
<issued>2012-11-23T14:34:52Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2241</id>
<created>2012-11-23T14:34:52Z</created>
<summary type="text/plain">Der griechischen Wortherkunft nach ist ein Thesaurus eine „Schatzkammer“, im weiteren Sinne ein „Wortschatz“. Heute wird das Wort zumeist zur Bezeichnung eines Synonymwörterbuchs verwendet, mit dessen Hilfe sich sinn- und/oder sachverwandte Wörter aufspüren lassen. Mit zu den besten Verzeichnissen dieser ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Website-Links</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p><img title="" alt="OpenThesaurus" src="http://www.korrekturen.de/img/openthesaurus.png" width="200" height="55" style="float:left; margin-right:15px; margin-bottom:5px; border:0" />Der griechischen Wortherkunft nach ist ein <em>Thesaurus</em> eine „Schatzkammer“, im weiteren Sinne ein „Wortschatz“. Heute wird das Wort zumeist zur Bezeichnung eines Synonymwörterbuchs verwendet, mit dessen Hilfe sich sinn- und/oder sachverwandte Wörter aufspüren lassen. Mit zu den besten Verzeichnissen dieser Art zählt das Web-2.0-Projekt OpenThesaurus, ein äußerst umfangreiches Synonymwörterbuch, an dem sich jeder beteiligen kann. Menge und Qualität der Treffer, das schlanke und schnelle Interface und die übersichtliche Aufbereitung der Ergebnisse sorgen dafür, dass es Freude macht, mit diesem Webangebot zu arbeiten.</p>

<p><a target="_blank" href="http://www.openthesaurus.de">http://www.openthesaurus.de</a><br />
</p>]]>

</content>
</entry>
<entry>
<title>Duden – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/rezensionen/duden_das_grosse_woerterbuch_der_deutschen_sprache.shtml" />
<modified>2012-12-09T20:07:13Z</modified>
<issued>2012-11-20T16:11:06Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2240</id>
<created>2012-11-20T16:11:06Z</created>
<summary type="text/plain">Mit der 4. Auflage des umfassenden Nachschlagewerks „Duden – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache“, erschienen im Herbst 2011, geht der Dudenverlag neue Wege: Erstmals erscheint ein Standardwerk von Duden in rein elektronischer Form – auf eine gedruckte Version des ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Rezensionen</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p><img title="" alt="Duden – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache" src="http://www.korrekturen.de/img/duden_dgwdds.png" width="155" height="218" style="float:right; margin-left:10px; margin-bottom:5px; border:0" />Mit der 4. Auflage des umfassenden Nachschlagewerks „Duden – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache“, erschienen im Herbst 2011, geht der Dudenverlag neue Wege: Erstmals erscheint ein Standardwerk von Duden in rein elektronischer Form – auf eine gedruckte Version des mehrbändigen Wörterbuchs wurde verzichtet.</p>]]>
<![CDATA[<p>Wenn das „Deutsche Universalwörterbuch“, wie ich in der dazugehörigen <a href="/rezensionen/duden_deutsches_universalwoerterbuch.shtml">Rezension</a> schrieb, das Flaggschiff aus dem Dudenverlag ist, kann man „Das große Wörterbuch der deutschen Sprache“ nur als Flugzeugträger bezeichnen. Erstmals erschien es in sechs Bänden zwischen 1976 und 1981 unter der Leitung von Günther Drosdowski und hatte den Anspruch, den Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache möglichst vollständig zu erfassen: mit mehr als <nobr>1 Million</nobr> Angaben zu Aussprache, Herkunft, Grammatik, Stilschichten, Fachsprachen und mit über 2 Millionen Beispielen aus der Gegenwartsliteratur. Und tatsächlich war eine derart umfassende Referenz zur deutschen Sprache, sieht man vom monolithischen Wörterbuch der Brüder Grimm ab, bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht da gewesen.</p>

<p>Die 2., erweiterte und auf acht Bände angewachsene Auflage mit rund 4.000 Seiten folgte ab 1993 und setzte mit ihren mehr als 200.000 Stichwörtern erneut Maßstäbe. Die bereits sechs Jahre später erscheinende, nunmehr zehnbändige <nobr>3. Auflage</nobr> von 1999 kann hingegen nur mit gemischten Gefühlen betrachtet werden: In Umfang und lexikalischem Niveau zwar wieder höchsten Ansprüchen genügend, musste sie sich doch dem Diktat der damals noch unbehauenen Rechtschreibreform beugen, wodurch sie aus heutiger Sicht eher als umfangreiche Dokumentation einer skurrilen Zwischenphase der deutschen Rechtschreibung dasteht.</p>

<p>Seitdem hat sich die Welt weitergedreht: Längst gibt es das orthografische Wissen von Duden auch in elektronischer Form, sei es auf CD-ROMs, als Downloads, als Apps oder auf Duden online. Gleichzeitig haben voluminöse, hochpreisige Nachschlagewerke als Statussymbol ausgedient, weshalb der Dudenverlag entschieden hat, „Das große Wörterbuch der deutschen Sprache“ nicht mehr in Buchform zu publizieren. Umso schöner ist es, dass man als Kompromisslösung beschloss, eine 4. Auflage zumindest in elektronischer Form zu realisieren.</p>

<p>Der entscheidende Unterschied zum Universalwörterbuch sind die vielfältigen Belege, wobei erstmals das elektronische Duden-Korpus zum Einsatz kam, die zeitgemäße Fortentwicklung der bewährten Sprachkartei. Zitiert wird quer durch die deutschsprachige Presselandschaft, und Zitate gibt es auch von der Crème de la Crème der deutschsprachigen Literatur, angefangen bei Theodor W. Adorno bis hin zu Stefan Zweig – aber auch etwa von Florian Illies oder Hape Kerkeling. So wird jedes Nachschlagen zum belletristischen Vergnügen, gleichzeitig schärft es die Stilsicherheit, die Wörter und Begriffe stets in einem Kontext eloquenter Anwendung betrachten zu können.</p>

<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&bc1=000000&IS2=1&bg1=FFFFFF&fc1=000000&lc1=000000&t=korrekturende&o=3&p=8&l=as4&m=amazon&f=ifr&ref=ss_til&asins=3411710039" style="width:120px;height:240px;float:right; margin-left:15px; margin-bottom:5px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Schon der Verlagspreis von 199,95 € deutet auf eine eher kleine Zielgruppe hin, zumal man als haptischen Gegenwert nur eine silberne Scheibe und im Falle  des Downloads noch nicht einmal die erhält. Wer sich beruflich oder aus Passion intensiv mit der deutschen Sprache beschäftigt, wird sich von der Investition aber sicher nicht abschrecken lassen – und wird reich belohnt. Es steht auch zu vermuten, dass verkaufsstrategische Überlegungen bei diesem Referenzwerk nicht an erster Stelle standen, sondern auch inhaltliche Motive eine Rolle spielten: Die Strahlkraft eines solchen Werkes auf „die Marke Duden“ und damit auf den gesamten Verlag ist nicht zu unterschätzen.</p>

<p><br />
Duden – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache<br />
Die umfassende Dokumentation der deutschen Gegenwartssprache<br />
ISBN: 978-3-411-71003-4<br />
4. Auflage 2012, CD-ROM + Download<br />
<a target="_blank" href="http://www.duden.de/shop/duden-das-grosse-worterbuch-der-deutschen-sprache-2">Produktseite auf Duden online</a><br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Koautor versus Coautor</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/nachgefragt/koautor_versus_coautor.shtml" />
<modified>2012-11-17T01:40:13Z</modified>
<issued>2012-11-16T02:00:58Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2239</id>
<created>2012-11-16T02:00:58Z</created>
<summary type="text/plain">Die Vorsilbe Ko… hat die Bedeutung „zusammen; mit“ und steht als Vorsilbe vor Begriffen wie Koautor. Aber kann man nicht genauso gut Coautor schreiben? ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>Die Vorsilbe <i>Ko…</i> hat die Bedeutung „zusammen; mit“ und steht als Vorsilbe vor Begriffen wie <em>Koautor</em>. Aber kann man nicht genauso gut <em>Coautor</em> schreiben?</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Es ist nur eine wenig repräsentative persönliche Beobachtung, aber mir scheint, dass die Vorsilbe<em> Ko…</em> wie in <em>Koautor</em>, <em>Kopilot </em>oder <em>Koproduktion </em>zunehmend durch <em>Co…</em> verdrängt wird, was sich in Schreibungen wie <em>Coautor, Copilot</em> oder <em>Coproduktion </em>(oft auch mit Bindestrich: <em>Co-Autor</em> etc.) niederschlägt. Im Duden lässt sich die alternative Schreibweise zwar bei „Kopilot, Copilot“, nicht aber bei „Koautor“ finden; hingegen ist bei „Coprozessor“ die Schreibweise mit <em>Ko…</em> nicht aufgeführt. 
</p><p>
Würden Sie auch „Coautor“ und „Koprozessor“ als richtige Schreibweisen ansehen? Oder, allgemeiner gefragt: Kann man sagen, dass die Präfixe<em> Ko…</em> und <em>Co…</em> beliebig austauschbar sind, oder ist das von Wort zu Wort verschieden?  
 <br /><i>Julian von Heyl, korrekturen.de</i></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Eine beliebige Austauschbarkeit ist sicher nicht gegeben. Viele Wörter, deren Vorsilbe auf das lateinische „con“ zurückgeht, sind nach wie vor nur in der k-Schreibung gebräuchlich. So findet sich zum Beispiel im Dudenkorpus weder bei „kohärent“ noch bei „Koeffizient“ ein Beleg für eine Schreibweise mit c. 
</p><p>
Die amtliche Wortliste legt sich ebenfalls auf „ko...“ und „Ko...“ fest und verzeichnet nur „kooperativ“, „Koautor“, „Ko[r]referent“ usw. 
</p><p>
Neben „Kopilot“ ist allerdings im Dudenkorpus die Schreibung „Copilot“ mit immerhin etwa 40&nbsp;% des Gesamtaufkommens als so gängig ausgewiesen, dass wir diese Variante auch im Wörterbuch zeigen wollten. Und das Fachwort „Coprozessor“ ist fast nur so gebräuchlich, weshalb wir auf die hier im Prinzip sicher zulässige Form mit k verzichtet haben. 
</p><p>
Damit ergibt sich das für Systematiker unerfreuliche Bild, dass es zu einer Grundregel die eine oder andere Ausnahme im Schreibgebrauch gibt. Die Zahl dieser Ausnahmen könnte durch den Einfluss des Englischen auf die deutsche Sprache durchaus noch zunehmen.
<br /><i>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Leiter der Dudenredaktion</i></p>
]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Neue Systematik der Wortliste</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/vermischtes/neue_systematik_der_wortliste.shtml" />
<modified>2012-11-16T01:47:22Z</modified>
<issued>2012-11-15T20:50:36Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2238</id>
<created>2012-11-15T20:50:36Z</created>
<summary type="text/plain">Zu den Filetstücken von korrekturen.de gehört die „Wortliste zur neuen Rechtschreibung“, welcher Interessierte nicht nur aktuelle Schreibweisen und Empfehlungen, sondern auch die vergangenen Schreibweisen im Zuge der Rechtschreibreform entnehmen können. Mit neuer Systematik hat die Wortliste jetzt noch einiges an ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Vermischtes</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>Zu den Filetstücken von korrekturen.de gehört die „Wortliste zur neuen Rechtschreibung“, welcher Interessierte nicht nur aktuelle Schreibweisen und Empfehlungen, sondern auch die vergangenen Schreibweisen im Zuge der Rechtschreibreform entnehmen können. Mit neuer Systematik hat die Wortliste jetzt noch einiges an Nutzen hinzugewonnen.</p>
]]>
<![CDATA[<p>Während sich im Erscheinungsbild der Liste nur wenig geändert hat, ist technisch – quasi unter der Motorhaube – alles neu: Die vormals statischen Dateien wurden nun in ein Content-Management-System eingepflegt, was die Flexibilität erhöht und den Weg zu zukünftigen Anwendungen – etwa im Smartphone-Bereich – ebnet. Zudem können nun neue Einträge über einen <a href="http://www.korrekturen.de/atom_wortliste.xml" target="_blank">RSS-Feed</a> mitverfolgt werden.
</p><p>
Doch auch inhaltlich und systematisch hat sich etwas getan. Da immer wieder Kritik daran laut wurde, dass die Wortliste zwar die Empfehlungen der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen, nicht aber die Empfehlungen der Dudenredaktion widerspiegelt, habe ich nun auch diese deutlich gemacht, und zwar durch die Anordnung der Variantenschreibungen: Bei der ersten von zwei Varianten handelt es sich nunmehr stets um die Dudenempfehlung.
</p><p>
Ein Beispiel (in der Wortliste <a href="http://www.korrekturen.de/wortliste/achtzigerjahre.shtml" target="_blank">hier</a>):</p>
<ul><li>Achtzigerjahre / <span class="hervor">achtziger Jahre </span> (Jahrzehnt)</li><li><span class="hervor"> Achtzigerjahre</span> / achtziger Jahre (Lebensabschnitt)</li></ul>
<p>
Im Beispiel empfehlen die Nachrichtenagenturen die Schreibweise <i>achtziger Jahre</i>, wenn es um den Zeitraum 1980–1989 geht, aber <i>Achtzigerjahre</i>, wenn es um das Lebensalter 80–89 geht (orange Markierung). Die Dudenredaktion empfiehlt in beiden Fällen die Schreibung <i>Achtzigerjahre</i>, was an der Erstnennung deutlich wird.
</p><p>
Grundsätzlich bleiben wir bei den Empfehlungen der Nachrichtenagenturen, da diese den tatsächlichen Sprachgebrauch in den Medien unserer Meinung nach besser widerspiegeln als die Dudenempfehlungen. In Einzelfällen, wie etwa dem ph/f-Wandel, wo die Nachrichtenagenturen zum Teil Wort für Wort entschieden haben und dabei zu nicht immer nachvollziehbaren Ergebnissen gekommen sind (<i>Orthografie</i>, aber <i>Typographie</i>), wird aber auch der tatsächliche Sprachgebrauch und Sprachwandel weiter zu beobachten sein.
</p><p>
<a href="http://www.korrekturen.de/wortliste.shtml">Zur Wortliste</a>
</p>
<p>Die Wortliste kann auch jederzeit über die Box »Wortsuche« oben in der rechten Seitenleiste erreicht werden. Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Wortsuche um eine genaue Phrasensuche handelt, d.&thinsp;h., es wird unabhängig von Groß- und Kleinschreibung exakt nach dem gesucht, was Sie eintippen: Mit dem Suchbegriff „Abend“ wird also auch „diensthabend“ gefunden.</p>

]]>
</content>
</entry>
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<title>Die Deutschmeisterei</title>
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<modified>2012-11-06T19:42:45Z</modified>
<issued>2012-11-06T19:18:18Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2237</id>
<created>2012-11-06T19:18:18Z</created>
<summary type="text/plain">Als „Schreib-Manufaktur mit An- und Absichten zum Umgang mit der deutschen Sprache“ will die Deutschmeisterei der Verschluderung der deutschen Sprache entgegentreten. Das Weblog von Michael Lohmann, seines Zeichens langjähriger Journalist und Sprachkenner, der auch die Zeitschrift »Deutscher Sprachkompass« herausgibt, beschäftigt ...</summary>
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<dc:subject>Website-Links</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img title="" alt="deutschmeisterei.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/deutschmeisterei.jpg" width="204" height="46" style="float:right; margin-left:10px; margin-bottom:5px; border:0" />Als „Schreib-Manufaktur mit An- und Absichten zum Umgang mit der deutschen Sprache“ will die Deutschmeisterei der Verschluderung der deutschen Sprache entgegentreten. Das Weblog von Michael Lohmann, seines Zeichens langjähriger Journalist und Sprachkenner, der auch die Zeitschrift »Deutscher Sprachkompass« herausgibt, beschäftigt sich kritisch mit Auswüchsen und Entgleisungen der Sprache in den Medien und im öffentlichen Raum und gibt damit auch konstruktive Tipps für eine bessere und bewusstere Verwendung der deutschen Sprache.</p>

<p><a href="http://www.deutschmeisterei.de">http://www.deutschmeisterei.de</a><br />
</p>]]>

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<title>Beutelschneiderei und Geldschneiderei</title>
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<modified>2012-11-05T14:46:25Z</modified>
<issued>2012-11-04T23:37:20Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2235</id>
<created>2012-11-04T23:37:20Z</created>
<summary type="text/plain">Nepper, Schlepper, Bauernfänger, Abzocker, windige Geschäftemacher: Wer ist nicht schon bei einem unvorteilhaften Geschäft über den Tisch gezogen worden? Man spricht dabei auch von Beutelschneiderei oder Geldschneiderei – zwei nur auf den ersten Blick ähnliche Begriffe, die doch auf ganz ...</summary>
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<dc:subject>Kurz erklärt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Nepper, Schlepper, Bauernfänger, Abzocker, windige Geschäftemacher: Wer ist nicht schon bei einem unvorteilhaften Geschäft über den Tisch gezogen worden? Man spricht dabei auch von Beutelschneiderei oder Geldschneiderei – zwei nur auf den ersten Blick ähnliche Begriffe, die doch auf ganz unterschiedliche Ursprünge zurückgehen.<br />
</p>]]>
<![CDATA[<p>Um zu erahnen, was ein <i>Beutelschneider</i> ist – der Duden hat politisch korrekt auch die <i>Beutelschneiderin</i> verzeichnet –, braucht es nicht viel Fantasie. In älteren Zeiten pflegte man sein Geld in zumeist ledernen Geldbeuteln bei sich zu tragen, die man außen an die Kleidung hing. Ein Dieb war damals entsprechend (noch) kein Taschendieb, sondern eben ein Beutelschneider: Mit einem Messer schnitt er flugs den Beutel ab und machte sich mit dem so erbeuteten Besitz aus dem Staub.</p>

<p><img title="" alt="bruegel_misanthrop.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/bruegel_misanthrop.jpg" width="324" height="320" border="0" /><br />
<small>Beutelschneider (Pieter Bruegel d. Ä., »Der Misanthrop«, um 1568 – Bild: Wikipedia)</small></p>

<p>Doch was ist ein <i>Geldschneider</i>? Auch dieser Begriff hat einen durchaus wortwörtlichen Ursprung und geht auf die Zeiten zurück, als man noch mit Goldmünzen bezahlte. Geldschneiderei betrieb man, indem man Goldmünzen am Rand abschabte – also beschnitt – und sie so unauffällig in ihrem Wert schmälerte. Das so gewonnene Gold konnte man einschmelzen und leicht wieder veräußern. Um den Geldschneidern – die häufig in den Wechselstuben saßen – ihr Treiben zu erschweren, gingen die Münzprägestätten schließlich mehr und mehr dazu über, Münzen mit einem geriffelten Rand zu versehen, so dass Beschädigungen leichter ersichtlich wurden.</p>

<p>Beide Begriffe, Beutelschneiderei und Geldschneiderei, werden heute praktisch nur noch in übertragener Bedeutung verwendet, um Formen der legalen oder illegalen Wucherei anzuprangern.<br />
</p>]]>
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<title>80er Jahrgang oder 80er-Jahrgang?</title>
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<modified>2012-07-23T15:12:58Z</modified>
<issued>2012-07-23T15:01:13Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2232</id>
<created>2012-07-23T15:01:13Z</created>
<summary type="text/plain">Ist der 6er BMW ein 2012er-Modell oder ist der 6er-BMW ein 2012er Modell? Nicht immer lässt sich eindeutig entscheiden, ob man es mit einer Wortgruppe ohne Bindestrich oder einem Kompositum mit Bindestrich zu tun hat. ...</summary>
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<name>Julian</name>
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<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Ist der 6er BMW ein 2012er-Modell oder ist der 6er-BMW ein 2012er Modell? Nicht immer lässt sich eindeutig entscheiden, ob man es mit einer Wortgruppe ohne Bindestrich oder einem Kompositum mit Bindestrich zu tun hat.</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Zahlenangaben mit dem Suffix <i>-er</i> und einem folgenden Bezugswort stellen einen nicht selten vor die Frage, ob hier ein Bindestrich gesetzt werden muss oder nicht. Im Duden 9 unter dem Stichwort „Zahlen und Ziffern“ heißt es: „Komposita mit Ziffern + Suffix als Erstglied schreibt man nur mit Bindestrich: <i>ein 94er-Wein, die 68er-Generation.</i>“ Im Duden „Das große Wörterbuch der deutschen Sprache“ habe ich jedoch auch folgendes Beispiel gefunden: „der 2005er Jahrgang (der Wein des Jahres 2005) ist exzellent“. Müsste dann nicht auch „94er Wein“ eine korrekte Schreibweise sein? Und wie wäre etwa bei folgenden Beispielen die Schreibweise: eine <i>28er Felge</i> oder <i>28er-Felge</i>, der neue <i>3er BMW</i> oder <i>3er-BMW</i>?  
 <br /><i>Julian von Heyl, korrekturen.de</i></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Grundsätzlich ist das, was im Duden 9 steht, korrekt, es entspricht der amtlichen Regel (§ 42), in der es heißt: „Bilden Verbindungen aus Ziffern und Suffixen den vorderen Teil einer Zusammensetzung, so setzt man nach dem Suffix einen Bindestrich.“ 
</p><p>
Allerdings ist dabei zu beachten, ob eine Jahrzehntbezeichnung im Spiel ist. Wie die Beispiele im <a href="http://www.korrekturen.de/regelwerk/schreibung_mit_bindestrich.shtml#P42" target="_blank">§&nbsp;42</a> zeigen, gibt es in diesen Fällen Zusammensetzungen wie „Achtzigerjahre“ und Wortgruppen wie „achtziger Jahre“ und entsprechend die Formen „80er-Jahre“ und „80er Jahre“. Der Duden 9 hat hierzu einen eigenen Eintrag, auf den leider von „Zahlen und Ziffern“ nicht verwiesen wird. 
</p><p>
Das Regelwerk sagt es zwar nicht explizit, aber aufgrund der Beispiele, zu denen keine Alternativschreibung angegeben wird, könnte man annehmen, dass etwa die „61er-Bildröhre“ nur so geschrieben werden soll. Meiner Meinung nach gibt es zwar kein Gesetz, das die Wortgruppe „einundsechziger Bildröhre“ verbieten würde, und damit müssten auch „61er Bildröhre“, „94er Wein“, „28er Felge“ und „3er BMW“ im Prinzip erlaubt sein. Letzte Gewissheit ist allerdings aus dem Regelwerk nicht abzuleiten, deshalb empfehlen wir generell die Bindestrichschreibungen.
<br /><i>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Leiter der Dudenredaktion</i></p>
]]>
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<title>Recht haben oder recht haben?</title>
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<modified>2012-07-13T21:02:26Z</modified>
<issued>2012-07-13T18:11:44Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2012://8.2231</id>
<created>2012-07-13T18:11:44Z</created>
<summary type="text/plain">Wer „recht haben“ kleinschreibt, hat recht. Zwar ist seit der Rechtschreibreform auch die Großschreibung „Recht haben“ erlaubt, und zwischen 1996 und 2006 galt sogar nur diese als richtig, doch mittlerweile ist auch die Kleinschreibung wieder zugelassen und wird vom Duden ...</summary>
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<name>Julian</name>
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<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Kurz erklärt</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>Wer „recht haben“ kleinschreibt, hat recht. Zwar ist seit der Rechtschreibreform auch die Großschreibung „Recht haben“ erlaubt, und zwischen 1996 und 2006 galt sogar nur diese als richtig, doch mittlerweile ist auch die Kleinschreibung wieder zugelassen und wird vom Duden und von den deutschsprachigen Nachrichtenagenturen als bevorzugte Variante empfohlen.</p>]]>
<![CDATA[<p>Die Wendung „recht haben“ ist sprachlich nicht leicht zu bestimmen. Einerseits wird <i>haben</i> häufiger mit Substantiven verbunden: <i>Angst haben; Spaß haben; Zeit haben.</i> Dies spräche dafür, dass wir es auch hier mit dem Substantiv <i>Recht</i> zu tun haben. Gestützt wird diese Ansicht dadurch, dass es ganz ähnliche Wendungen gibt, bei denen wir es explizit mit dem Substantiv <i>Recht</i> zu tun haben: „Dazu hast du kein Recht!“ Insbesondere im juristischen Zusammenhang ist das großgeschriebene Substantiv <i>Recht</i> mit einer Reihe von Wendungen verbunden: <i>Recht finden, Recht sprechen; sein Recht suchen und bekommen; das Recht anwenden, vertreten, verletzen, beugen.</i> </p>

<p>Für die Kleinschreibung spricht hingegen, dass sich „recht haben“ mit näher bestimmenden Adverbien wie „sehr; ganz; vollkommen“ erweitern lässt, was bei zum Beispiel „Spaß haben“ nicht geht: „Da hast du ganz recht“ oder „Er hat sehr recht“ – aber: „Er hat viel (<i>nicht:</i> sehr) Spaß“. Auch die Möglichkeit der Satzstellung „Wie recht du doch hast!“ weist auf ein Adjektiv hin, denn „Wie Spaß du doch hast!“ wäre zweifellos ungrammatisch.</p>

<p>Im Duden Band 1 finden sich zum Stichwort „recht&thinsp;/&thinsp;Recht“ die folgenden Beispiele für schwankenden Gebrauch in der Groß- oder Kleinschreibung, wobei die Dudenredaktion jeweils die Kleinschreibung empfiehlt:</p>

<p>– du hast recht <i>oder</i> Recht daran getan <br />
– recht <i>oder</i> Recht haben; wie recht sie hat!; du hast ja so recht! <br />
– recht <i>oder</i> Recht behalten <br />
– recht <i>oder</i> Recht bekommen <br />
– jmdm. recht <i>oder</i> Recht geben   <br />
<small>© Duden – Die deutsche Rechtschreibung, 25. Aufl. Mannheim 2009 [CD-ROM]</small></p>

<p>Interessant ist dabei die zweite Zeile: In intensivierenden Wendungen wie „wie recht sie hat!“ oder „du hast ja so recht!“ lässt der Duden nur die Kleinschreibung zu. Auch etwa die Wendung „alles, was recht ist“ lässt der Duden nach <a href="http://www.korrekturen.de/regelwerk/gross-_und_kleinschreibung2-1.shtml#P56">§ 56</a> der Rechtschreibregeln nur kleingeschrieben gelten. Wenn man aber hier nur kleinschreiben darf, lassen sich kaum noch Argumente dafür finden, „du hast recht“ großzuschreiben.<br />
</p>]]>
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