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<title>korrekturen.de | Weblog</title>
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<copyright>Copyright (c) 2010, Julian</copyright>
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<title>Neue deutsche Rechtschreibung – Tipps von der Deutsch-Expertin</title>
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<issued>2010-03-13T14:15:27Z</issued>
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<summary type="text/plain">Es muss nicht immer Zwiebelfisch sein. Dagmar Verena Jenner lebt in Wien, arbeitet als Lektorin, Übersetzerin, Werbetexterin und Rechtschreib-Trainerin und beschäftigt sich nach eigenen Angaben „quasi rund um die Uhr“ mit Sprache in all ihren Facetten. In ihrem Weblog geht ...</summary>
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<![CDATA[<p><img title="" alt="deutsch-expertin.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/deutsch-expertin.jpg" width="234" height="41" style="float:right; margin-left:10px; margin-bottom:5px; border:0" />Es muss nicht immer Zwiebelfisch sein. Dagmar Verena Jenner lebt in Wien, arbeitet als Lektorin, Übersetzerin, Werbetexterin und Rechtschreib-Trainerin und beschäftigt sich nach eigenen Angaben „quasi rund um die Uhr“ mit Sprache in all ihren Facetten. In ihrem Weblog geht sie kompetent und klar verständlich auf praxisnahe Feinheiten von Orthografie, Interpunktion und Grammatik ein. Insgesamt ein schönes und gelungenes Weblog, das gerade durch seine unspektakuläre Form der Wissensvermittlung Sympathien zu wecken weiß.</p>

<p><a href="http://www.neue-rechtschreibung.net">http://www.neue-rechtschreibung.net</a><br />
</p>]]>

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<title>Schwiegerfamilie</title>
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<modified>2010-03-11T18:10:43Z</modified>
<issued>2010-03-11T18:04:37Z</issued>
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<summary type="text/plain">Häufig ist von der „Schwiegerfamilie“ die Rede, wenn die Familie des Ehemanns respektive der Ehefrau bezeichnet werden soll. Nun kennt der Duden allerdings nur Schwiegereltern, Schwiegermutter, Schwiegervater, Schwiegertochter und Schwiegersohn. Spätestens beim „Schwiegerbruder“ oder der „Schwiegerschwester“ hört es auf, das ...</summary>
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<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Häufig ist von der „Schwiegerfamilie“ die Rede, wenn die Familie des Ehemanns respektive der Ehefrau bezeichnet werden soll. Nun kennt der Duden allerdings nur <i>Schwiegereltern, Schwiegermutter, Schwiegervater, Schwiegertochter</i> und <i>Schwiegersohn</i>. Spätestens beim „Schwiegerbruder“ oder der „Schwiegerschwester“ hört es auf, das sind bekanntlich Schwager und Schwägerin. Ferner gibt es den Ausdruck „(die) Schwieger“ als veraltende Bezeichnung für die Schwiegermutter sowie „Schwägerschaft“ zur Bezeichnung des verwandtschaftlichen Grades eines Schwagers oder einer Schwägerin.</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Ist die „Schwiegerfamilie“ als rein umgangssprachliches Konstrukt einzuordnen oder handelt es sich nach Sicht des Dudens um ein durchaus auch standarddeutsches Kompositum? Inwieweit ist der Begriff im Duden-Korpus belegt? Und, wenn „Schwiegerfamilie“ umgangssprachlich ist, was wäre dann eine standardsprachliche Alternative für das zu Bezeichnende?
<br /><em>Julian von Heyl, korrekturen.de</em></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Zur Beantwortung Ihrer Frage die folgende kleine Statistik:</p>

<div id="tabellewort">
<table width="300">
<thead>
<tr>
		<th scope="col">Stichwort</th>
    <th scope="col">Duden-Korpus</th>

        </tr>
			</thead>
<tbody>
<tr><td>Schwiegereltern</td><td>4563 Belege</td></tr>
<tr><td>Schwiegersohn</td><td>4545 Belege</td></tr>
<tr><td>Schwiegermutter</td><td>4475 Belege</td></tr>
<tr><td>Schwiegervater</td><td>2965 Belege </td></tr>
<tr><td>Schwiegertochter</td><td>2528 Belege </td></tr>
<tr><td>Schwiegerkind</td><td>96 Belege </td></tr>
<tr><td>Schwiegermama</td><td>87 Belege </td></tr>
<tr><td>Schwiegerpapa</td><td>63 Belege </td></tr>
<tr><td>Schwiegerfamilie</td><td>42 Belege </td></tr>  
</tbody></table>
</div>
<p>Es gibt also im Dudenkorpus die Bezeichnung „Schwiegerfamilie“ durchaus, und ich würde sie nach den Kontexten auch als standardsprachlich bewerten, aber sie wird insgesamt relativ selten verwendet. Ein geläufiges Synonym kenne ich nicht. 
<br /><em>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Dudenredaktion</em></p>
]]>
</content>
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<title>Vom Simsen, Chatten und Twittern</title>
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<modified>2010-01-30T23:29:12Z</modified>
<issued>2010-01-30T23:26:18Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2010://8.2111</id>
<created>2010-01-30T23:26:18Z</created>
<summary type="text/plain">In seinem „Grammatisch-kritischen Wörterbuch“ von 1793 definiert der berühmte deutsche Sprachforscher Johann Christoph Adelung den „Briefbothen“ recht knapp: „ein Bothe, welcher Briefe zu überbringen hat, im Gegensatze dessen, der zu mündlichen Nachrichten gebraucht wird.“ Womit er die technischen Möglichkeiten der ...</summary>
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<dc:subject>Texte für die FJS</dc:subject>
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<![CDATA[<p>In seinem „Grammatisch-kritischen Wörterbuch“ von 1793 definiert der berühmte deutsche Sprachforscher Johann Christoph Adelung den „Briefbothen“ recht knapp: „ein Bothe, welcher Briefe zu überbringen hat, im Gegensatze dessen, der zu mündlichen Nachrichten gebraucht wird.“ Womit er die technischen Möglichkeiten der Nachrichtenübermittlung seiner Zeit erschöpfend beschrieben hatte.</p>]]>
<![CDATA[<p>Auch in den folgenden Jahrhunderten hielt die sprachliche Entwicklung mit dem technischen Fortschritt leichtfüßig Schritt, das Wort „Telephon“ – später zu „Telefon“ sprachmodernisiert – lässt sich unschwer aus griech. tele = fern und phone = Stimme ableiten, was sich noch in der betulichen Amtsbezeichnung „Fernsprecher“ widerspiegelt. Auch das entsprechende Tätigkeitswort war schnell kreiert: telefonieren. Später gesellte sich das Telefax hinzu, und hier kam bereits eine gewisse Sprachökonomie ins Spiel: Das schwerfällige engl. „facsimile“ wurde zum „fax“ verkürzt, und der Nutzer der neuen Technik telefaxierte nicht etwa, sondern faxte einfach. Die Sprache hatte die Kommunikation im Griff.</p>

<p>Heute sieht die Welt anders aus: Längst sind Internet und Mobiltelefon zur Selbstverständlichkeit geworden, und die Deutschen leisten sich sogar den Luxus, die umständliche Bezeichnung „Mobiltelefon“ durch ein „englisches“ Wort zu ersetzen, das es im Englischen gar nicht gibt: „Handy“ – während die Engländer „mobile (phone)“ und die Amerikaner „cell (phone)“ sagen. Doch mit dem erweiterten Funktionsumfang der Handys (und nicht etwa „Handies“) geht das sprachliche Tohuwabohu erst richtig los: Wenn wir eine SMS – der Plural lautet übrigens auch SMS und nicht etwa SMSs oder SMSen – verschicken, haben wir sie dann geSMSt? Hier zeigt sich einmal mehr die grandiose Flexibilität der deutschen Sprache oder eher des Volksmundes, der einfach ein i einfügt und so Unaussprechliches („ge-es-em-est“) aussprechbar macht: Wir simsen oder haben gesimst. Kommt die multimedial aufgepeppte MMS ins Spiel, so „mimsen“ wir diese übrigens nicht, sondern es bleibt beim Simsen – so genau will und muss Sprache nicht sein. Und während der Duden solcherlei Kreativität noch streng als umgangssprachlich geißelt, sind Freunde moderner Kommunikation längst viel weiter und werfen zum Entsetzen konservativer Sprachpfleger mit Verben, die simple Ableitungen des zugrunde liegenden Mediums sind, nur so um sich: Man chattet und jabbert, twittert und skypet, dass die Leitungen rauchen.</p>

<p>Derweil bemüht sich der Duden, die neue anglophile Sprachwelt ins strenge deutsche Grammatikkorsett zu quetschen: Zwar erlaubt er großzügig, das Schreiben einer E-Mail sowohl als „emailen“ als auch als „e-mailen“ zu verbalisieren, doch spätestens beim Partizip II müssen die Bindestrichfreunde die Waffen strecken: Hier gibt es nur „geemailt“ – was ja schon konstruiert genug wirkt, so dass das kleine e in der Praxis meist weggelassen wird: wir mailen oder haben gemailt. Im Grundsatz gilt jedoch: Jeder noch so kühne Neologismus muss sich den deutschen Beugungsregeln beugen. So heißt das Partizip II zu „downloaden“ in einem wilden Sprachmix „downgeloadet“ und nicht etwa „gedownloadet“ – und schon gar nicht „gedownloaded“, denn die englische Endung „...ed“ für die Vergangenheitsform darf nicht mit der deutschen Partizipendung „...t“ durcheinandergebracht werden. Wobei spätestens hier ein Punkt erreicht ist, wo wir die deutsche Entsprechung „heruntergeladen“ vielleicht doch vorziehen sollten.<br />
</p>]]>
</content>
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<title>einzelne der großen Parteien</title>
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<modified>2010-01-09T23:29:28Z</modified>
<issued>2010-01-09T18:08:24Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2010://8.2107</id>
<created>2010-01-09T18:08:24Z</created>
<summary type="text/plain">Beim Adjektiv „einzeln“ ist der Duden recht eindeutig: Die Substantivierung wird großgeschrieben, etwa in Wendungen wie: jeder Einzelne ist verantwortlich, bis ins Einzelne geregelt, ins Einzelne gehen, vom Einzelnen aufs Ganze schließen. Allerdings ist in Duden Band 9 („Richtiges und ...</summary>
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<name>Julian</name>
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<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Beim Adjektiv „einzeln“ ist der Duden recht eindeutig: Die Substantivierung wird großgeschrieben, etwa in Wendungen wie: <i> jeder Einzelne ist verantwortlich, bis ins Einzelne geregelt, ins Einzelne gehen, vom Einzelnen aufs Ganze schließen.</i> Allerdings ist in Duden Band 9 („Richtiges und gutes Deutsch“) auch Folgendes zu lesen:</p>
<blockquote>Adjektivische und partizipiale Formen mit Artikel, die sich direkt auf ein vorangehendes oder nachstehendes Substantiv beziehen, schreibt man klein. Sie können als Attribut zu dem jeweiligen Substantiv angesehen werden: <i>Alle Kinder fanden ihre Zuneigung; besonders aber liebte sie die aufgeweckten.</i></blockquote>
<p>Dass die Abgrenzung, wann sich „einzelne“ direkt auf ein Substantiv bezieht und folglich kleingeschrieben wird, nicht immer ganz einfach ist, war Gegenstand einer Frage an Herrn Dr. Scholze-Stubenrecht.</p>
]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Nur eine kurze Frage. Regelmäßig hadere ich mit Konstruktionen wie diesen hier:</p>
<blockquote>... jede einzelne/Einzelne der großen Parteien ... <br />
... ein einzelnes/Einzelnes von vielen Schicksalen ...<br />
etc.</blockquote>
 <p>Groß- oder Kleinschreibung? Oder, anders gefragt, ist hier ein direkter adjektivischer Bezug („die einzelne Partei“ / „das einzelne Schicksal“) gegeben oder ist es eine Substantivierung, da ja der Singular (eben: <i>das Einzelne</i>) vom Plural abgegrenzt wird? Oder geht gar beides?
<br /><em>Julian von Heyl, korrekturen.de</em></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Es ist sicher kein ganz einfacher Fall, aber die Mehrzahl der in unserem Dudenkorpus zu findenden vergleichbaren Texte bevorzugt die Kleinschreibung &ndash; etwa im Verhältnis 6 zu 1. Das wäre auch meine Empfehlung, weil die Einsatzprobe doch recht gut funktioniert: „jede einzelne Partei der großen Parteien“, „jedes einzelne Schicksal von vielen Schicksalen“. Ich will dabei nicht ausschließen, dass Ihre Interpretation möglich sein könnte, hätte aber meinerseits Schwierigkeiten, sie einem Zweifler plausibel zu machen. Bei anderen Adjektiven kommt man weniger ins Grübeln: „jede wählbare der großen Parteien“, „jedes vergessene von vielen Schicksalen“ dürften recht eindeutig sein. 
<br /><em>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Dudenredaktion</em></p>
]]>
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<title>„WAHRIG Ein Wort – eine Schreibung“ als Download</title>
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<modified>2009-12-06T20:19:52Z</modified>
<issued>2009-12-05T11:26:04Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2098</id>
<created>2009-12-05T11:26:04Z</created>
<summary type="text/plain">Erinnern wir uns zurück: Der Variantenreichtum der neuen deutschen Rechtschreibung vergrößerte sich 2006 sprunghaft, da neben den Neuschreibungen in vielen Fällen auch wieder die herkömmlichen Schreibweisen zugelassen wurden: aufwändig und aufwendig, kennen lernen und kennenlernen, Recht haben und recht haben. ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
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<dc:subject>Vermischtes</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img title="" alt="ein-wort-eine-schreibung.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/ein-wort-eine-schreibung.jpg" width="106" height="150" style="float:left; margin-right:15px; margin-bottom:5px; border:0" />Erinnern wir uns zurück: Der Variantenreichtum der neuen deutschen Rechtschreibung vergrößerte sich 2006 sprunghaft, da neben den Neuschreibungen in vielen Fällen auch wieder die herkömmlichen Schreibweisen zugelassen wurden:<em> aufwändig </em>und <em>aufwendig</em>, <em>kennen lernen </em>und <em>kennenlernen</em>, <em>Recht haben </em>und <em>recht haben</em>.</p>]]>
<![CDATA[<p>Der Verunsicherung der Wörterbuch-Anwender begegnete der Duden damals mit eindeutigen Empfehlungen – bei den obengenannten Beispielen etwa ist die alte Form zu bevorzugen, also <em>aufwendig</em>, <em>kennenlernen </em>und <em>recht haben</em>. Dergleichen hatte die fast zeitgleich erscheinende Neuauflage von „Die deutsche Rechtschreibung“ aus dem Hause WAHRIG nicht zu bieten, und so besserte man schnell nach, indem man mit „Ein Wort – eine Schreibung“ einen Ergänzungsband druckte, der lediglich die Zweifelsfälle mit Varianten und (vom Duden teilweise abweichenden) Empfehlungen enthielt.</p>

<p>Um die Verwirrung komplett zu machen, meldete sich dann noch die Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen zu Wort und brachte ihrerseits <a href="http://www.die-nachrichtenagenturen.de/Rechtschreibregeln.htm">Empfehlungen</a> heraus, quasi die Quintessenz aus den beiden Welten. Diese finden sich auch in der jüngsten Auflage des WAHRIG „Die deutsche Rechtschreibung“ im Anhang abgedruckt. Übrigens folgt auch die <a href="http://www.korrekturen.de/wortliste.shtml">Wortliste</a> von korrekturen.de den Empfehlungen der Nachrichtenagenturen.</p>

<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&bc1=000000&IS2=1&bg1=FFFFFF&fc1=000000&lc1=000000&t=korrekturende&o=3&p=8&l=as1&m=amazon&f=ifr&md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&asins=3577075678" style="width:120px;height:240px;float:right; margin-left:10px; margin-bottom:5px" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Sowohl die Duden- als auch die WAHRIG-Empfehlungen stehen stets im Einklang mit dem Regelwerk des Rats der deutschen Rechtschreibung 2006. Jedoch legt WAHRIG die Regeln nach dem Motto „im Zweifel so wie bisher“ konservativer aus, so dass die WAHRIG-Empfehlungen all denjenigen mehr zusagen dürften, die der neuen Rechtschreibung grundsätzlich eher ablehnend gegenüberstehen.</p>

<p>In Buchform ist „Ein Wort – eine Schreibung“ leider vergriffen und allenfalls bei eBay oder Amazon Marketplace (siehe Anzeige rechts) erhältlich. Jedoch bietet der Wissen Media Verlag das nützliche Nachschlagewerk allen Interessierten als <a href="http://www.wissenmedia.de/wahrig/service/ein_wort_eine_schreibung_zum_download.html">kostenlosen PDF-Download</a> an.<br />
</p>]]>
</content>
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<title>Landgraf und Stenograf</title>
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<modified>2009-11-29T01:07:50Z</modified>
<issued>2009-11-26T10:16:45Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2096</id>
<created>2009-11-26T10:16:45Z</created>
<summary type="text/plain">Während die Schreibweise Fotograf die ältere Variante Photograph schon weitgehend verdrängt hat (beim Kurzwort Foto gilt sogar nur noch diese Variante als richtig) und auch Schreibweisen wie Grafik statt Graphik bereits seit längerem gang und gäbe sind, müssen wir uns ...</summary>
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<dc:subject>Cartoons</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Während die Schreibweise <em>Fotograf</em> die ältere Variante <em>Photograph</em> schon weitgehend verdrängt hat (beim Kurzwort <em>Foto</em> gilt sogar nur noch diese Variante als richtig) und auch Schreibweisen wie <em>Grafik </em>statt <em>Graphik </em>bereits seit längerem gang und gäbe sind, müssen wir uns an neuere Schreibweisen mit den Endungen <nobr><em>-graf</em></nobr> bzw. <nobr><em>-grafie</em></nobr>, die uns die Rechtschreibreform beschert hat, erst gewöhnen.</p>]]>
<![CDATA[<p><img title="Landgraf und Stenograf" alt="cartoon_landgraf.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/cartoon_landgraf.jpg" width="413" height="500" border="0" /><br />
<small>Cartoon &copy; <a href="http://www.nicofauser.de">Nico Fauser</a></small></p>

<p><em>Paragraph </em>wird zu <em>Paragraf</em>, <em>Geographie </em>zu <em>Geografie</em>. Allerdings sind die neuen Schreibweisen lediglich als Varianten zu betrachten, d.&nbsp;h., die alten Schreibweisen behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Und während der Duden fast durchgängig die neuen Schreibweisen mit <em>f</em> empfiehlt, geht die Tendenz im Sprachgebrauch der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen eher dahin, selten gebrauchte Fachbegriffe wie <em>Seismograph </em>oder <em>Choreographie </em>in der bisherigen Schreibweise zu belassen.</p>

<p>Lediglich bei einem Wort ist man sich einig: Obgleich auch der (mathematische) <em>Graph </em>nun <em>Graf </em>geschrieben werden darf, belässt man es hier bei der Endung <em>ph</em>. Was sicher damit zusammenhängt, dass man mit Blick auf den Adelstitel nicht ohne Not ein neues Homonym (Wort mit unterschiedlicher Bedeutung) schaffen will.<br />
</p>]]>
</content>
</entry>
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<title>Anglizismen und Übersetzungsfallen</title>
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<modified>2009-10-31T20:26:00Z</modified>
<issued>2009-10-31T20:20:49Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2092</id>
<created>2009-10-31T20:20:49Z</created>
<summary type="text/plain">Was ist ein „orthographischer Anglizismus“? Stefan Winterstein bezeichnet so falsche Schreibweisen, die sich eher an die englische Entsprechung des deutschen Wortes anlehnen, also die gerade im Internet sehr verbreitete „Gallerie“ (von gallery; richtig: Galerie) oder das „authorisieren“ (von authorize; richtig: ...</summary>
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<name>Julian</name>
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<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Website-Links</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p><img title="" alt="uebersetzungsfallen.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/uebersetzungsfallen.jpg" width="200" height="68" style="float:right; margin-left:10px; margin-bottom:5px; border:0" />Was ist ein „orthographischer Anglizismus“? Stefan Winterstein bezeichnet so falsche Schreibweisen, die sich eher an die englische Entsprechung des deutschen Wortes anlehnen, also die gerade im Internet sehr verbreitete „Gallerie“ (von <em>gallery</em>; richtig: <em>Galerie</em>) oder das „authorisieren“ (von <em>authorize</em>; richtig: <em>autorisieren</em>). Doch in erster Linie umfasst Wintersteins Gruselkabinett und dankenswerte alphabetische Zusammentragung Übersetzungsfehler, die daraus entstehen, dass der englische Begriff zu wörtlich ins Deutsche transferiert wird: So ist eben eine <em>agency</em> keine Agentur, sondern ein Amt, und ein <em>gymnasium</em> kein Gymnasium, sondern eine Turnhalle. Unter „Stilblüten“ findet man dann die schönsten Falschanwendungen in der Praxis. </p>

<p><a href="http://www.uebersetzungsfallen.de">http://www.uebersetzungsfallen.de</a><br />
</p>]]>

</content>
</entry>
<entry>
<title>hintanstellen / hintenanstellen</title>
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<modified>2009-10-27T21:07:40Z</modified>
<issued>2009-10-27T21:05:01Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2090</id>
<created>2009-10-27T21:05:01Z</created>
<summary type="text/plain"> Die deutsche Sprache verfügt über so manches Wortfragment, das nur in Zusammensetzungen zur Entfaltung kommt: So etwa „hintan“, das sich aus einem älteren „hindan(n)“ für „von hier weg“ entwickelt hat, aber schon früh als Zusammensetzung aus „hinten“ und „an“ ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
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<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>
Die deutsche Sprache verfügt über so manches Wortfragment, das nur in Zusammensetzungen zur Entfaltung kommt: So etwa „hintan“, das sich aus einem älteren „hindan(n)“ für „von hier weg“ entwickelt hat, aber schon früh als Zusammensetzung aus „hinten“ und „an“ empfunden wurde. In Verbverbindungen wie <i>hintanbleiben, hintanstehen, hintansetzen, hintanstellen</i> führt das Präfix ein eher verborgenes Schattendasein. Zumal man sich fragt, ob man für z.&nbsp;B. „hintanstellen“ nicht ebenso gut „hintenanstellen“ schreiben kann.</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Die Formulierung „etwas hintanstellen“ liest man nicht so häufig, da gehobenes Deutsch und von manchen vielleicht auch als etwas angestaubt empfunden. Stattdessen wird dann gerne „hintenanstellen“ verwendet, wie etwa im folgenden Beispielsatz: <i>Wer Rufbereitschaft hat, stellt sein Privatleben hinten an.</i> Gehe ich richtig in der Annahme, dass es zwar legitim ist, „hintanstellen“ durch „hintenanstellen“ zu ersetzen, dass aber dann „hintenan“ logischerweise zusammengeschrieben werden müsste? Also: <i>Wer Rufbereitschaft hat, stellt sein Privatleben hintenan.</i> Oder gibt es „hintenanstellen“ gar nicht, und es kann nur entweder „hintanstellen“ oder beispielsweise „zurückstellen“ heißen? 
<br /><em>Julian von Heyl, korrekturen.de</em></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Es gibt das Verb „hintenanstellen“ als Variante zu „hintanstellen“, aber das kürzere Wort wird nach unserer Beobachtung mehr als zehn Mal so häufig verwendet. In jedem Fall muss der adverbiale Bestandteil bei getrennter Wortstellung als Einheit erhalten bleiben: <i>Ich stelle meine Bedenken hintan/hintenan.</i> Anders liegen die Dinge natürlich bei: <i>Nicht vordrängeln, Sie müssen sich hinten anstellen / stellen Sie sich bitte hinten an!</i>
<br /><em>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Dudenredaktion</em></p>
]]>
</content>
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<title>Litfaßsäule und Schüßler-Salze</title>
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<modified>2009-10-22T09:44:11Z</modified>
<issued>2009-10-21T21:15:30Z</issued>
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<created>2009-10-21T21:15:30Z</created>
<summary type="text/plain">1996 nach Inkrafttreten der Rechtschreibreform soll es so manchen Herrn Voß oder so manche Frau Wißmann gegeben haben, die besorgt beim Einwohnermeldeamt nachfragten, ob sie ihren Namen nun „Voss“ respektive „Wissmann“ schreiben müssten. Mussten sie nicht. Denn Eigennamen waren und ...</summary>
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<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Cartoons</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>1996 nach Inkrafttreten der Rechtschreibreform soll es so manchen Herrn Voß oder so manche Frau Wißmann gegeben haben, die besorgt beim Einwohnermeldeamt nachfragten, ob sie ihren Namen nun „Voss“ respektive „Wissmann“ schreiben müssten. Mussten sie nicht. Denn Eigennamen waren und sind von der Rechtschreibreform ausgeschlossen.</p>]]>
<![CDATA[<p><img title="Litfaßsäule" alt="cartoon_litfasssaeule.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/cartoon_litfasssaeule.jpg" width="413" height="500" border="0" /><br />
<small>Cartoon &copy; <a href="http://www.nicofauser.de">Nico Fauser</a></small></p>

<p>So wird auch die Litfaßsäule weiterhin wie vor der Reform geschrieben, obgleich sie nach der neuen ß-Regelung – nach langen Vokalen und Diphthongen (ei, eu, au ...) ß, nach kurzen Vokalen ss – eigentlich zur „Litfasssäule“ hätte werden müssen. Doch ihr Name geht nicht etwa auf die an ein Fass gemahnende Form zurück (was sollte dann auch das „Lit“ bedeuten?), sondern auf den Buchdrucker und Verleger Ernst Litfaß. Dieser erfand nicht nur 1855 die runde Anschlagsäule, sondern vollendete bald darauf auch die <a href="http://www.korrekturen.de/website-links/oekonomische_encyklopaedie_von_j_g_kruenitz.shtml">Krünitz’sche „Encyklopädie“</a> – ein lexikografisches Mammutwerk seiner Zeit.</p>

<p>Von der Rechtschreibreform ausgeschlossen bleiben übrigens nur Eigennamen und Zusammensetzungen mit Eigen- oder Markennamen – <em>Litfaßsäule, Schüßler-Salze, Meßmer-Tee</em> – sowie Ortsnamen wie <em>Wißmar</em>, nicht aber z. B. Länderbezeichnungen: <em>Rußland</em> wird zu <em>Russland</em>. Und auch Straßennamen werden der neuen Rechtschreibung angepasst: Die <em>Schloßstraße</em> wird zur <em>Schlossstraße</em>. Es sei denn, die Straße wurde nach einer berühmten Persönlichkeit benannt, wie etwa die Litfaßstraße in Wien.<br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>EDV-basiert oder EDV-basierend?</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/nachgefragt/edv-basiert_oder_edv-basierend.shtml" />
<modified>2009-10-13T23:38:49Z</modified>
<issued>2009-10-13T20:49:19Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2088</id>
<created>2009-10-13T20:49:19Z</created>
<summary type="text/plain"><![CDATA[ Wenn A auf B basiert, kann man auch sagen: das auf B basierende A. Dennoch verzeichnen die Wörterbücher nicht etwa z.&nbsp;B. „netzwerkbasierend“, sondern „netzwerkbasiert“ als Stichwort. Das auf B basierende A würde man also adjektivisch „das B-basierte A“ nennen? ...]]></summary>
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<name>Julian</name>
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<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>
Wenn A auf B basiert, kann man auch sagen: das auf B basierende A. Dennoch verzeichnen die Wörterbücher nicht etwa z.&nbsp;B. „netzwerkbasierend“, sondern „netzwerkbasiert“ als Stichwort. Das auf B basierende A würde man also adjektivisch „das B-basierte A“ nennen? Dr. Scholze-Stubenrecht bringt Licht in die besonders in der Fachwelt häufig anzutreffenden Adjektivbildungen mit <nobr>„-basiert“</nobr>.
</p>
]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Besonders im EDV-Bereich werden – offenbar in Anlehnung an das englische „based“ – häufig zusammengesetzte Adjektive mit dem Partizip II „basiert“ konstruiert, wenn man eine technische Grundlage verdeutlichen will. Im Duden findet man etwa „netzwerkbasiert“, aber auch Zusammensetzungen mit Abkürzungen sind üblich, zum Beispiel „ein IP-basiertes System“. Häufiger ist allerdings die Ansicht zu lesen, dass es im korrekten Deutsch „basierend“ heißen müsse, also „netzwerkbasierend“ oder „ein IP-basierendes System“. Welche der beiden Formen ist nun richtig? Oder kann man beide Formen verwenden? Oder besteht gar ein Bedeutungsunterschied zwischen beiden Formen?
<br /><em>Julian von Heyl, korrekturen.de</em></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Die Adjektivbildungen mit „-basiert“ sind so zahlreich und üblich, dass sie in der Duden-Grammatik (Randzahl 1143) als eines der Beispiele für den Wortbildungstyp „Kompositum mit substantivischem Erst- und departizipialem Zweitglied“ angeführt werden. Das Unbehagen der Kritiker ist zwar verständlich, weil der transitive Gebrauch von „basieren“ heute eher selten ist. Aber er ist keineswegs ausgeschlossen, wie nicht nur der entsprechende Eintrag im Duden-Universalwörterbuch*, sondern auch die folgenden Belege aus dem Duden-Korpus zeigen:</p>
<ul>
<li><em>Ferner verteilt die amerikanische Methode die jährlichen Pensionskosten gleichmäßiger auf die Arbeitszeit der Beschäftigten als die deutsche Teilwert-Methode. Letztere <strong>basiert den Rückstellungsaufwand </strong>auf die letzten Arbeitsjahre des Beschäftigten</em> (SZ 1998)</li>
<li><em>Das Wirtschaftsmagazin «The Economist» <strong>basiert seinen Rohwarenindex</strong>, der erstmals im Jahre 1864 publiziert wurde und der ohne Erdöl und Edelmetalle insgesamt 25 Rohwaren umfasst, neu auf dem Jahre 2000</em> (NZZ 2005)</li>
<li><em>Der Ausschuß selbst fällte kein politisches Urteil. „<strong>Wir basieren unseren Bericht </strong>auf Fakten …“</em> (Handelsblatt 1999)</li>
</ul><p>
„-basiert“ einfach durch „-basierend“ auszutauschen, scheint mir ohnehin nicht sinnvoll zu sein, weil man bei Komposita mit dem ersten Partizip in der Regel den substantivischen Bestandteil als direktes Objekt des Verbs versteht: Ein computerstützendes System unterstützt den Computer, ein computergestütztes System wird vom Computer unterstützt.
<br /><em>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Dudenredaktion</em></p>

<p>&mdash;&mdash;&mdash;<br />
* Der Eintrag lautet: <br />
<strong>ba|sie|ren</strong>  <sw. V.; hat> [frz. baser, zu: base < lat. basis] (bildungsspr.):
<br />1. <em>fußen, beruhen; sich gründen, sich stützen:</em> der Text basiert auf dem Vergleich einer großen Anzahl von Abschriften. 
<br /> 2. (selten) <em>gründen:</em> wir haben unsere Pläne auf diese (auch: dieser) Tatsache basiert.
<br /><small>© Duden – Deutsches Universalwörterbuch, 6. Aufl. Mannheim 2006 [CD-ROM].</small>
</p>
]]>
</content>
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<title>Geduld geht zuende – oder doch zu Ende?</title>
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<modified>2009-10-12T01:16:28Z</modified>
<issued>2009-10-11T02:23:15Z</issued>
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<created>2009-10-11T02:23:15Z</created>
<summary type="text/plain">Die Schnelllebigkeit des Internets hat ihren Preis: Während man sich bei den gedruckten Ausgaben von Stern, Spiegel oder eben auch Handelsblatt zumeist darauf verlassen kann, sorgfältig redigierte und korrigierte Artikel lesen zu können, müssen die Beiträge der Online-Redaktionen beim Leser ...</summary>
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<dc:subject>Fehler und Stilblüten</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Die Schnelllebigkeit des Internets hat ihren Preis: Während man sich bei den gedruckten Ausgaben von <em>Stern</em>, <em>Spiegel </em>oder eben auch <em>Handelsblatt </em>zumeist darauf verlassen kann, sorgfältig redigierte und korrigierte Artikel lesen zu können, müssen die Beiträge der Online-Redaktionen beim Leser reifen: Ist ja nur Internet, da kann man doch auch nachträglich korrigieren.<br />
</p>]]>
<![CDATA[<p><img title="" alt="geduld_geht_zuende.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/geduld_geht_zuende.jpg" width="474" height="301" border="0" /></p>

<p>Dumm nur, wenn zwischenzeitlich bereits Nachrichtenportale die News abgegriffen und auf ihren Seiten präsentiert haben. So kommt es auf der Website von FinanzNachrichten.de zu so interessanten Effekten, dass in einem Link zu einem <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/vw-piechs-geduld-mit-man-geht-zu-ende;2465502">Handelsblatt-Artikel</a> Piëchs Geduld mit MAN einmal „zuende“ und dann wieder „zu Ende“ geht.</p>

<p>Wenn man „zutage fördern“ und „zustande bringen“ schreibt, dann doch vielleicht auch „zuende gehen“, mag sich der verantwortliche Redakteur gedacht haben. Immerhin ist gleich auch dokumentiert, wie lange er brauchte, um den Fehler zu sehen und zu korrigieren: 13 Minuten. Wobei er bei der Gelegenheit auch noch Ferdinand Piëch die fehlenden Pünktchen aufs e hätte setzen können ...</p>]]>
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<title>Rat für deutsche Rechtschreibung</title>
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<modified>2009-10-11T00:15:36Z</modified>
<issued>2009-10-10T23:57:50Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2085</id>
<created>2009-10-10T23:57:50Z</created>
<summary type="text/plain">Als zwischenstaatlichem Gremium kommt dem Rat für deutsche Rechtschreibung die Aufgabe zu, „die Einheitlichkeit der Rechtschreibung im deutschen Sprachraum zu bewahren und die Rechtschreibung auf der Grundlage des orthografischen Regelwerks im unerlässlichen Umfang weiterzuentwickeln“. Zuletzt ist dies im August 2006 ...</summary>
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<dc:subject>Website-Links</dc:subject>
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<![CDATA[<p><img title="" alt="rechtschreibrat.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/rechtschreibrat.jpg" width="157" height="77" style="float:left; margin-right:15px; margin-bottom:5px; border:0" />Als zwischenstaatlichem Gremium kommt dem Rat für deutsche Rechtschreibung die Aufgabe zu, „die Einheitlichkeit der Rechtschreibung im deutschen Sprachraum zu bewahren und die Rechtschreibung auf der Grundlage des orthografischen Regelwerks im unerlässlichen Umfang weiterzuentwickeln“. Zuletzt ist dies im August 2006 geschehen, doch das damals verabschiedete Regelwerk ist nur als vorläufiges Ergebnis zu betrachten. Die Website gibt Auskunft über die Aktivitäten des Rats, ferner kann man hier das amtliche Regelwerk, bestehend aus <a href="http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/regeln2006.pdf">Regeln</a> und <a href="http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/woerterverzeichnis2006.pdf">Wörterverzeichnis</a>, herunterladen.</p>

<p><a href="http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de">http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de</a><br />
</p>]]>

</content>
</entry>
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<title>Brot und Kuchen suchen seinesgleichen</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/fehler_und_stilblueten/brot_und_kuchen_suchen_seinesgleichen.shtml" />
<modified>2009-10-08T13:48:05Z</modified>
<issued>2009-10-08T12:29:13Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2084</id>
<created>2009-10-08T12:29:13Z</created>
<summary type="text/plain">Nicht, dass der Eindruck aufkommt, diese Rubrik widme sich nur den sprachlichen Besonderheiten des Bäckerhandwerks; tatsächlich will es der reine Zufall, dass wir uns auch diesmal wieder mit dieser Branche beschäftigen müssen. Genauer gesagt geht es um die Tücken der ...</summary>
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<dc:subject>Fehler und Stilblüten</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Nicht, dass der Eindruck aufkommt, diese Rubrik widme sich nur den sprachlichen Besonderheiten des Bäckerhandwerks; tatsächlich will es der reine Zufall, dass wir uns auch diesmal wieder mit dieser Branche beschäftigen müssen. Genauer gesagt geht es um die Tücken der Kongruenz, die einen an sich gelungenen Werbespruch grammatisch schnell zugrunde richten können. Zumindest, wenn man die richtige Zuordnung von Singular und Plural, man verzeihe das Wortspiel, einfach nicht gebacken bekommt.</p>]]>
<![CDATA[<p><img title="Werbeplakat" alt="baeckerplakat.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/baeckerplakat.jpg" width="337" height="600" border="0" /></p>

<p>Diese Bäckerei in Hildesheim hätte vielleicht vor der Anfertigung ihres zwei Stockwerke hohen XXL-Plakats zur Sicherheit nochmals einen Korrektor um Rat fragen sollen. „Es muss doch <em>ihresgleichen</em> heißen!“, meinte Jan Kristof Schliep aus Hildesheim, der uns das Foto freundlicherweise zuschickte. Recht hat er natürlich. Tatsächlich wären sogar zwei Varianten richtig gewesen:</p>

<p><em>... wo knackiges Brot und frischer Kuchen ihresgleichen suchen!<br />
... wo knackiges Brot und frischer Kuchen seinesgleichen sucht!</em></p>

<p>Bei der zweiten, seltener verwendeten Variante sieht man „knackiges Brot und frischer Kuchen“ als zusammengehörige Einheit an und wählt daher den Singular. Allerdings ist der Plural hier schon wegen des Reimklangs „Kuchen – suchen“ viel schöner. Dumm jedoch, wenn sich das Pronomen dann nur auf den Kuchen bezieht und das sicher ebenso leckere Brot außen vor lässt. Grammatisch ergibt diese Mischung einen zähen Teig, der nicht gelingen kann. Werbung ist eben ein hartes Brot.<br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Kängurus und Delfine</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/cartoons/kaengurus_und_delfine.shtml" />
<modified>2009-10-02T20:24:22Z</modified>
<issued>2009-10-02T18:32:51Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2083</id>
<created>2009-10-02T18:32:51Z</created>
<summary type="text/plain">Bekanntlich hat die Rechtschreibreform auch in der Tierwelt böse gewütet: Aus dem Känguruh wurde das Känguru, aus der Gemse die Gämse, und die Schreibweisen Delphin und Panther wurden durch die Varianten Delfin und Panter ergänzt. Der erste Beitrag unserer neuen ...</summary>
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<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Cartoons</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Bekanntlich hat die Rechtschreibreform auch in der Tierwelt böse gewütet: Aus dem <em>Känguruh</em> wurde das <em>Känguru</em>, aus der <em>Gemse </em>die <em>Gämse</em>, und die Schreibweisen <em>Delphin</em> und <em>Panther </em>wurden durch die Varianten <em>Delfin </em>und <em>Panter </em>ergänzt. Der erste Beitrag unserer neuen Rubrik &raquo;Cartoons&laquo; beleuchtet die Folgen der Änderungen.</p>]]>
<![CDATA[<p><img title="Boxkänguru" alt="cartoon_kaenguruhs.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/cartoon_kaenguruhs.jpg" width="500" height="413" border="0" /><br />
<small>Cartoon &copy; <a href="http://www.nicofauser.de">Nico Fauser</a></small></p>

<p>Die neue Schreibweise „Känguru“ wird seitens der Reformer damit begründet, dass es sich um einen Ausdruck aus der Sprache der australischen Ureinwohner handele und man auch andere exotische Tierbezeichnungen wie <em>Gnu, Kakadu </em>oder <em>Emu </em>ohne h am Ende schreibt.</p>

<p>Allerdings hat man das Känguru selbst zu dieser Namensänderung nicht befragt. Die Idee zum Känguru-Cartoon war denn auch die mögliche Konfrontation der Umsetzer der Rechtschreibreform mit einem Boxkänguru. Wobei es im Panthergehege durchaus noch gefährlicher werden könnte ...<br />
</p>]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>wehtun und guttun</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/nachgefragt/wehtun_und_guttun.shtml" />
<modified>2009-10-11T03:03:13Z</modified>
<issued>2009-09-22T15:10:39Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2081</id>
<created>2009-09-22T15:10:39Z</created>
<summary type="text/plain"> In der alten Rechtschreibung schrieb man „weh tun“ getrennt, aber „guttun“ zusammen. Ab 1996 war es dann genau umgekehrt: Die Rechtschreibreform legte für „wehtun“ Zusammenschreibung fest, sah bei „gut tun“ hingegen Getrenntschreibung vor. Unterdessen sind die Schreibweisen „weh tun“ ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
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<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p>
In der alten Rechtschreibung schrieb man „weh tun“ getrennt, aber „guttun“ zusammen. Ab 1996 war es dann genau umgekehrt: Die Rechtschreibreform legte für „wehtun“ Zusammenschreibung fest, sah bei „gut tun“ hingegen Getrenntschreibung vor. Unterdessen sind die Schreibweisen „weh tun“ (neben der empfohlenen Schreibweise „wehtun“) und „guttun“ (nur so!) allerdings in den Duden zurückgekehrt. Dr. Scholze-Stubenrecht erklärt den feinen Unterschied. 
</p>
]]>
<![CDATA[<div id="tabellewort">
<table summary="Wortliste zur neuen Rechtschreibung">
<thead>
				<tr>
		<th scope="col">Rechtschreibung<br />bis 1996</th>
    <th scope="col">Reformschreibung<br />1996 bis 2004/2006</th>

    <th scope="col">Heutige Schreibung<br />seit 2004/2006</th>
</tr>
			</thead>
<tbody>
<tr><td class="eng">
weh tun
</td><td>
wehtun
</td><td class="breit">
<span class="hervor">wehtun</span> / weh tun;<br /> hast du dir  <span class="hervor">wehgetan</span> / weh getan?
</td></tr>
<tr><td class="eng">
guttun
</td><td>
gut tun
</td><td class="breit">
guttun;<br /> der Urlaub hatte ihr gutgetan;<br /> die Massage wird dir guttun!
</td></tr>
</tbody>
</table>
</div><!-- tabellewort -->

<p><strong>Frage:</strong><br />
Bei „wehtun“ erlaubt der Duden die Varianten „weh tun“ und „wehtun“, empfiehlt aber die als neu gekennzeichnete Zusammenschreibung, bei „guttun“ ist hingegen nur die Zusammenschreibung angegeben, die bis 2006 geltende Reformschreibung „gut tun“ gilt offenbar nicht mehr als zulässige Variante. Wie kommt es zu dieser auf den ersten Blick doch etwas inkonsequenten Regelung? Ich kann eigentlich formal zwischen beiden Ausdrücken keinen Unterschied entdecken, oder übersehe ich etwas?
<br /><em>Julian von Heyl, korrekturen.de</em></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Bei „weh tun/wehtun“ gibt es eine Vorgabe im amtlichen Wörterverzeichnis, nach der Getrennt- und Zusammenschreibung korrekt sind. Dort sind „guttun“ oder „gut tun“ leider nicht aufgeführt, sodass man auf die Regelformulierung in §&nbsp;34 (2.2)* angewiesen ist.
<br /><br />Die Entscheidung der Wörterbuchverlage, hier eine „neue, idiomatisierte Gesamtbedeutung“ zu sehen, ist wohl zum einen dadurch beeinflusst worden, dass der Duden vor der Reform bei „guttun“ (im Gegensatz zu „weh tun“) Zusammenschreibung vorschrieb, und zum anderen mag auch die Parallelität zu „wohltun“ eine Rolle gespielt haben. Bei Letzteren kann man auch Unterscheidungen wie die folgenden konstruieren, die mit „weh“ nicht möglich sind: </p>
<ul>
<li>Das kann er genauso gut tun. Das wird ihm guttun.<br />
(<em>Ähnlich:</em> Das kann er gut machen. Er wird seinen Fehler gutmachen.)</li>
<li>Das wird er wohl tun. Das wird ihm wohltun.</li></ul><p>
<br /><em>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Dudenredaktion</em></p>

<p>&mdash;&mdash;&mdash;<br />
* § 34: „Partikeln, Adjektive, Substantive oder Verben können als Verbzusatz mit Verben trennbare Zusammensetzungen bilden. Man schreibt sie nur in den Infinitiven, den Partizipien sowie im Nebensatz bei Endstellung des Verbs zusammen.“ (2.2): „Es wird zusammengeschrieben, wenn der adjektivische Bestandteil zusammen mit dem verbalen Bestandteil eine neue, idiomatisierte Gesamtbedeutung bildet, die nicht auf der Basis der Bedeutungen der einzelnen Teile bestimmt werden kann.“
</p>
]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Wortschätze der Uni Graz</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/website-links/wortschaetze_der_uni_graz.shtml" />
<modified>2009-09-03T22:12:51Z</modified>
<issued>2009-09-03T19:50:32Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2078</id>
<created>2009-09-03T19:50:32Z</created>
<summary type="text/plain">Ganz gleich, ob wir etwas an- oder ausfechten, schweres Geschütz auffahren oder mit fliegenden Fahnen untergehen: Unsere Alltagssprache ist durchsetzt mit martialischen Ausdrücken. Wehrhafte Wortschätze nennt sich denn auch ein Teilprojekt des Projekts „Deutsche Wortschätze“ des Instituts für Germanistik an ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Website-Links</dc:subject>
<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.korrekturen.de/">
<![CDATA[<p><img title="" alt="wehrhafte_wortschaetze.gif" src="http://www.korrekturen.de/img/wehrhafte_wortschaetze.gif" width="137" height="110" style="float:right; margin-left:10px; margin-bottom:5px; border:0" />Ganz gleich, ob wir etwas an- oder ausfechten, schweres Geschütz auffahren oder mit fliegenden Fahnen untergehen: Unsere Alltagssprache ist durchsetzt mit martialischen Ausdrücken. <em>Wehrhafte Wortschätze</em> nennt sich denn auch ein Teilprojekt des Projekts „Deutsche Wortschätze“ des Instituts für Germanistik an der KFU Graz, welches Redewendungen wie „im Kreuzfeuer stehen“ aufs Korn, Verzeihung, unter die Lupe nimmt. Darüber hinaus hat das Institut <em>religiöse, sportive, musikalische</em> und <em>nahrhafte Wortschätze</em> gesammelt und so eine schöne Katalogisierung der deutschen Sprache unter Gesichtspunkten der Metaphorik geschaffen.</p>

<p><a href="http://wortschaetze.uni-graz.at">http://wortschaetze.uni-graz.at</a></p>]]>

</content>
</entry>
<entry>
<title>Der oder das Weblog?</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/nachgefragt/der_oder_das_weblog.shtml" />
<modified>2009-08-31T14:12:04Z</modified>
<issued>2009-08-31T14:01:39Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2076</id>
<created>2009-08-31T14:01:39Z</created>
<summary type="text/plain"> Die Begriffe „Weblog“ und „Blog“ sind schon seit einiger Zeit im Duden verzeichnet, doch sind es Neutra oder Maskulina? Die Frage nach dem Genus wird bei beiden Einträgen salomonisch mit „das, auch der“ beantwortet. Aber welche Form ist aktuell ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>
Die Begriffe „Weblog“ und „Blog“ sind schon seit einiger Zeit im Duden verzeichnet, doch sind es Neutra oder Maskulina? Die Frage nach dem Genus wird bei beiden Einträgen salomonisch mit „das, <em>auch</em> der“ beantwortet. Aber welche Form ist aktuell verbreiteter? Dr. Scholze-Stubenrecht gibt eine Einschätzung.
</p>
]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Beim Wort „Weblog“ scheiden sich die Geister: Die einen sagen „der“, die anderen „das“. Ich persönlich tendiere zu „das Weblog“, da ich das Wort als Kompositum aus „World Wide <strong>Web</strong>“ und „<strong>Log</strong>buch“ (engl. <em>log [book]</em>) sehe, aber mir ist natürlich bekannt, dass der Duden auch den maskulinen Artikel zulässt. Hierzu würde mich Ihre Einschätzung interessieren – und auch, was aus Ihrer Sicht überhaupt Argumente für den maskulinen Artikel sein könnten, der mir bei der Verkürzung „Blog“ noch verbreiteter zu sein scheint.
<br /><em>Julian von Heyl, korrekturen.de</em></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Zur Genusfrage bei „Weblog“ und „Blog“ hat der Duden sich ganz in Ihrem Sinne zunächst an dem älteren und zugrunde liegenden Neutrum „Logbuch“ orientiert. Der häufige Gebrauch beider Wörter als Maskulina scheint mir von der Kurzform „Blog“ her besonders beeinflusst zu sein, da in der etwas ungewöhnlichen Verkürzung von „Weblog“ der Bestandteil „Log“ auf den ersten Blick gar nicht mehr zu erkennen ist. Außerdem ist die Aussprache von der des Wortes „Block“ nicht zu unterscheiden (es gibt im Deutschen ja keine „weichen“ Verschlusslaute am Wortende – die Wörter „Steg“ und „Stek“ sind in dieser Hinsicht homofon), sodass eine unbewusste Angleichung an das Genus von „Block“ auch nicht ganz ausgeschlossen sein dürfte. 
<br /><br />
Jedenfalls ist festzustellen, dass derzeit einerseits „das Weblog“ noch häufiger geschrieben wird als „der Weblog“, während andererseits „der Blog“ – wie Sie selbst schon beobachtet haben – mittlerweile immer öfter an die Stelle von „das Blog“ tritt. Sollte dieser Trend anhalten, wird er künftig auch in unseren Wörterbüchern einen entsprechenden Niederschlag finden müssen.
<br /><em>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Dudenredaktion</em></p>
]]>
</content>
</entry>
<entry>
<title>Brenn-Nessel-Salat</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.korrekturen.de/nachgefragt/brennnesselsalat_versus_brenn-nessel-salat.shtml" />
<modified>2009-09-09T21:20:07Z</modified>
<issued>2009-08-27T20:30:02Z</issued>
<id>tag:www.korrekturen.de,2009://8.2074</id>
<created>2009-08-27T20:30:02Z</created>
<summary type="text/plain">Bekanntlich wurde die frühere Regel, dass unter bestimmten Voraussetzungen beim Aufeinandertreffen dreier Konsonanten der dritte entfällt, mit der Rechtschreibreform aufgehoben: Aus dem „Stilleben“ wurde das „Stillleben“, aus der „Brennessel“ die „Brennnessel“. Da daraus oft leseunfreundliche Verbindungen resultieren, ließen die Reformer ...</summary>
<author>
<name>Julian</name>
<url>http://www.echolog.de</url>
<email>jvh@echolog.de</email>
</author>
<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Bekanntlich wurde die frühere Regel, dass unter bestimmten Voraussetzungen beim Aufeinandertreffen dreier Konsonanten der dritte entfällt, mit der Rechtschreibreform aufgehoben: Aus dem „Stilleben“ wurde das „Stillleben“, aus der „Brennessel“ die „Brennnessel“. Da daraus oft leseunfreundliche Verbindungen resultieren, ließen die Reformer in solchen Fällen ausdrücklich auch die Bindestrichschreibweise zu: „Still-Leben“ oder „Brenn-Nessel“. Das trieb mich zur nachfolgenden Frage an Herrn Dr. Scholze-Stubenrecht.</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Ein zugegebenermaßen tendenziell eher akademisches Problem: Kann man aus den Schreibungen „Brennnessel“ und „Brenn-Nessel“ folgern, dass neben der Schreibung „Brennnesselsalat“ auch die Schreibung „Brenn-Nessel-Salat“ als dudenkonform anzusehen wäre? Die Schreibung „Brenn-Nesselsalat“ ist sicher nicht korrekt (vgl. „E-Mailadresse“). Oder ist es vielmehr so, dass sich von den beiden Varianten „Brennnessel“ und „Brenn-Nessel“ nur die erste zur Bildung weiterer Komposita eignet, so dass „Brenn-Nessel-Salat“ regelrecht als falsch anzusehen wäre?
<br /><br />
Natürlich ist auch die Schreibweise „Brennnessel-Salat“ möglich, das hat aber meines Erachtens mit dem geschilderten Problem nichts zu tun, denn dass man zur Hervorhebung von Wortbestandteilen in Komposita immer auch Bindestriche verwenden kann, bleibt einem ohnehin unbenommen (in Rezepten begegnet einem oft der „Gurken-Salat“).<br />
<em>Julian von Heyl, korrekturen.de</em></p>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Aus dem Wortlaut des § 44 im amtlichen Regelwerk kann man durchaus ableiten, dass eine Schreibung wie „Brenn-Nessel-Salat“ zulässig wäre. Besonders sinnvoll finde ich die Durchkoppelung hier allerdings nicht, und ich bin auch nicht sicher, ob diese Auslegungsmöglichkeit von den Verfassern der Regel gewollt wurde. 
<br /><br />
Weiterhin habe ich in den amtlichen Regeln keinen Hinweis darauf gefunden, dass lesehemmende Schreibungen wie „Brenn-Nesselsalat“ oder „Küstenschiff-Fahrt“ als falsch anzusehen seien. Wir haben im Duden dazu bei K 22* eine eigene allgemeine Empfehlung** gegeben, aber das amtliche Regelwerk geht wohl davon aus, dass die Schreibenden Widersinniges von selbst vermeiden und man nicht jedes Detail vorschreiben muss. Jedenfalls würde ich immer nur die Schreibweisen „Brennnesselsalat“ oder „Brennnessel-Salat“ empfehlen. <br />
<em>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Dudenredaktion</em>
</p>
<p>&mdash;&mdash;&mdash;<br />
* K 22: „Man kann einen Bindestrich in unübersichtlichen Zusammensetzungen setzen.“<br />
** Die Empfehlung lautet: „Dabei sollte der Bindestrich eine Haupttrennfuge markieren &ndash; <em>Flüssigwasserstoff-Tank</em> (nicht: <em>Flüssigwasser-Stofftank</em> oder <em>Flüssig-Wasserstofftank</em>).“</p>
]]>
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<title>alles stehen und liegen lassen</title>
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<modified>2009-08-26T12:57:12Z</modified>
<issued>2009-08-25T17:48:35Z</issued>
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<summary type="text/plain"><![CDATA[Schon seit mehreren Jahren pflege ich eine E-Mail-Korrespondenz mit Herrn Dr.&nbsp;Scholze-Stubenrecht, dem stellvertretenden Leiter der Dudenredaktion, in der es hauptsächlich um Zweifelsfälle rund um die Orthografie und Grammatik der deutschen Sprache geht. So ist häufig bei Verbindungen aus Verb + ...]]></summary>
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<name>Julian</name>
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<email>jvh@echolog.de</email>
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<dc:subject>Nachgefragt</dc:subject>
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<![CDATA[<p>Schon seit mehreren Jahren pflege ich eine E-Mail-Korrespondenz mit Herrn Dr.&nbsp;Scholze-Stubenrecht, dem stellvertretenden Leiter der Dudenredaktion, in der es hauptsächlich um Zweifelsfälle rund um die Orthografie und Grammatik der deutschen Sprache geht. So ist häufig bei Verbindungen aus Verb + Verb mit „bleiben“ oder „lassen“ die Abgrenzung ein Problem, ob eine wörtliche oder eine übertragene Bedeutung vorliegt – in letzterem Fall kann die Verbverbindung auch zusammengeschrieben werden.</p>]]>
<![CDATA[<p><strong>Frage:</strong><br />
Die Regel zu „liegen lassen“ und ähnlichen Fällen wie „liegen bleiben“, „stehen lassen“ lautet ja verkürzt: „Bei wörtlicher Bedeutung nur Getrenntschreibung, bei übertragener Bedeutung kann getrennt oder zusammengeschrieben werden“. Nun sinne ich über die Floskel „alles stehen und liegen lassen“ nach, was bekanntlich formelhaft für „überstürzt aufbrechen“ steht. Ist das nun schon eine übertragene Bedeutung? Meinem Sprachempfinden nach überwiegt hier das wörtliche Verständnis (im Sinne der Übertreibung auch dann, wenn man entgegen der Aussage doch dieses oder jenes mitnimmt), so dass ich hier nur die Getrenntschreibung gelten lassen würde, also „alles stehen und liegen lassen“ und <b>nicht</b> „alles stehen- und liegenlassen“. Dies insbesondere, da durch die Wortpaarkonstruktion die tatsächlichen räumlichen Möglichkeiten explizit abgedeckt sind: Das, was steht, lässt man stehen, und das, was liegt, lässt man liegen. Wie sehen Sie das?<br />
<em>Julian von Heyl, korrekturen.de</em>

<p><strong>Antwort:</strong><br />
Auch ich denke, dass hier die Getrenntschreibung aus den von Ihnen genannten Gründen die bessere Lösung ist, aber man kann vermutlich eine andere Interpretation nicht eindeutig ausschließen. Wer davon ausgeht, dass „stehenlassen“ ebenso wie „liegenlassen“ generell für „nicht mitnehmen“ (ohne konkrete Lagebezeichnung) gebraucht werden darf, der wird auch deren Zusammenfassung zu „alles stehen- und liegenlassen“ als korrekt ansehen. Das Kriterium der Idiomatisierung ist leider im wirklichen Leben nicht immer so trennscharf, wie man sich das bei der Regelanwendung wünschen würde.<br />
<em>Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Dudenredaktion</em>
]]>
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<title>Oekonomische Encyklopädie von J. G. Krünitz</title>
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<summary type="text/plain">&quot;Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft&quot; – so lautet der Titel einer der umfangreichsten Enzyklopädien des deutschen Sprachraums, begründet von J. G. Krünitz und erschienen 1773 bis 1858 in sage und schreibe 242 Bänden. Der ...</summary>
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<name>Julian</name>
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<![CDATA[<p><img title="" alt="kruenitz.jpg" src="http://www.korrekturen.de/img/kruenitz.jpg" width="197" height="86" style="float:right; margin-left:10px; margin-bottom:5px; border:0" />"Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft" – so lautet der Titel einer der umfangreichsten Enzyklopädien des deutschen Sprachraums, begründet von J. G. Krünitz und erschienen 1773 bis 1858 in sage und schreibe 242 Bänden. Der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist es zu verdanken, dass das umfangreiche Komplettwerk an der Universitätsbibliothek Trier in XML/SGML digitalisiert wird, wobei schon die bereits online gebrachten Bände mit ihren äußerst ausführlichen Worterklärungen ein bewegtes Sittengemälde ihrer Zeit abgeben. Seit Ende 2004 stehen außerdem alle 10.000 Abbildungen des Werks online zur Verfügung.</p>

<p><a href="http://www.kruenitz.uni-trier.de">http://www.kruenitz.uni-trier.de</a></p>]]>

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