Das Weblog von korrekturen.de
Willkommen in unserem Weblog mit Beiträgen rund um den Themenkreis deutsche Sprache. Auch Neues zu unseren Dienstleistungen oder aus unserem Netzwerk können Sie hier nachlesen. Diese Übersicht zeigt stets die letzten 10 Einträge an, ältere Einträge finden Sie in den Rubriken oder im Archiv.
Neue deutsche Rechtschreibung – Tipps von der Deutsch-Expertin
Es muss nicht immer Zwiebelfisch sein. Dagmar Verena Jenner lebt in Wien, arbeitet als Lektorin, Übersetzerin, Werbetexterin und Rechtschreib-Trainerin und beschäftigt sich nach eigenen Angaben „quasi rund um die Uhr“ mit Sprache in all ihren Facetten. In ihrem Weblog geht sie kompetent und klar verständlich auf praxisnahe Feinheiten von Orthografie, Interpunktion und Grammatik ein. Insgesamt ein schönes und gelungenes Weblog, das gerade durch seine unspektakuläre Form der Wissensvermittlung Sympathien zu wecken weiß.
http://www.neue-rechtschreibung.net
Julian von Heyl in Website-Links am 13.03.10 | Kommentare (0) | Permalink
Schwiegerfamilie
Häufig ist von der „Schwiegerfamilie“ die Rede, wenn die Familie des Ehemanns respektive der Ehefrau bezeichnet werden soll. Nun kennt der Duden allerdings nur Schwiegereltern, Schwiegermutter, Schwiegervater, Schwiegertochter und Schwiegersohn. Spätestens beim „Schwiegerbruder“ oder der „Schwiegerschwester“ hört es auf, das sind bekanntlich Schwager und Schwägerin. Ferner gibt es den Ausdruck „(die) Schwieger“ als veraltende Bezeichnung für die Schwiegermutter sowie „Schwägerschaft“ zur Bezeichnung des verwandtschaftlichen Grades eines Schwagers oder einer Schwägerin.
Julian von Heyl in Nachgefragt am 11.03.10 | Kommentare (1) | Permalink
Vom Simsen, Chatten und Twittern
In seinem „Grammatisch-kritischen Wörterbuch“ von 1793 definiert der berühmte deutsche Sprachforscher Johann Christoph Adelung den „Briefbothen“ recht knapp: „ein Bothe, welcher Briefe zu überbringen hat, im Gegensatze dessen, der zu mündlichen Nachrichten gebraucht wird.“ Womit er die technischen Möglichkeiten der Nachrichtenübermittlung seiner Zeit erschöpfend beschrieben hatte.
Julian von Heyl in Texte für die FJS am 31.01.10 | Kommentare (1) | Permalink
einzelne der großen Parteien
Beim Adjektiv „einzeln“ ist der Duden recht eindeutig: Die Substantivierung wird großgeschrieben, etwa in Wendungen wie: jeder Einzelne ist verantwortlich, bis ins Einzelne geregelt, ins Einzelne gehen, vom Einzelnen aufs Ganze schließen. Allerdings ist in Duden Band 9 („Richtiges und gutes Deutsch“) auch Folgendes zu lesen:
Adjektivische und partizipiale Formen mit Artikel, die sich direkt auf ein vorangehendes oder nachstehendes Substantiv beziehen, schreibt man klein. Sie können als Attribut zu dem jeweiligen Substantiv angesehen werden: Alle Kinder fanden ihre Zuneigung; besonders aber liebte sie die aufgeweckten.
Dass die Abgrenzung, wann sich „einzelne“ direkt auf ein Substantiv bezieht und folglich kleingeschrieben wird, nicht immer ganz einfach ist, war Gegenstand einer Frage an Herrn Dr. Scholze-Stubenrecht.
Julian von Heyl in Nachgefragt am 09.01.10 | Kommentare (0) | Permalink
„WAHRIG Ein Wort – eine Schreibung“ als Download
Erinnern wir uns zurück: Der Variantenreichtum der neuen deutschen Rechtschreibung vergrößerte sich 2006 sprunghaft, da neben den Neuschreibungen in vielen Fällen auch wieder die herkömmlichen Schreibweisen zugelassen wurden: aufwändig und aufwendig, kennen lernen und kennenlernen, Recht haben und recht haben.
Julian von Heyl in Vermischtes am 05.12.09 | Kommentare (3) | Permalink
Landgraf und Stenograf
Während die Schreibweise Fotograf die ältere Variante Photograph schon weitgehend verdrängt hat (beim Kurzwort Foto gilt sogar nur noch diese Variante als richtig) und auch Schreibweisen wie Grafik statt Graphik bereits seit längerem gang und gäbe sind, müssen wir uns an neuere Schreibweisen mit den Endungen
Julian von Heyl in Cartoons am 26.11.09 | Kommentare (0) | Permalink
Anglizismen und Übersetzungsfallen
Was ist ein „orthographischer Anglizismus“? Stefan Winterstein bezeichnet so falsche Schreibweisen, die sich eher an die englische Entsprechung des deutschen Wortes anlehnen, also die gerade im Internet sehr verbreitete „Gallerie“ (von gallery; richtig: Galerie) oder das „authorisieren“ (von authorize; richtig: autorisieren). Doch in erster Linie umfasst Wintersteins Gruselkabinett und dankenswerte alphabetische Zusammentragung Übersetzungsfehler, die daraus entstehen, dass der englische Begriff zu wörtlich ins Deutsche transferiert wird: So ist eben eine agency keine Agentur, sondern ein Amt, und ein gymnasium kein Gymnasium, sondern eine Turnhalle. Unter „Stilblüten“ findet man dann die schönsten Falschanwendungen in der Praxis.
http://www.uebersetzungsfallen.de
Julian von Heyl in Website-Links am 31.10.09 | Kommentare (1) | Permalink
hintanstellen / hintenanstellen
Die deutsche Sprache verfügt über so manches Wortfragment, das nur in Zusammensetzungen zur Entfaltung kommt: So etwa „hintan“, das sich aus einem älteren „hindan(n)“ für „von hier weg“ entwickelt hat, aber schon früh als Zusammensetzung aus „hinten“ und „an“ empfunden wurde. In Verbverbindungen wie hintanbleiben, hintanstehen, hintansetzen, hintanstellen führt das Präfix ein eher verborgenes Schattendasein. Zumal man sich fragt, ob man für z. B. „hintanstellen“ nicht ebenso gut „hintenanstellen“ schreiben kann.
Julian von Heyl in Nachgefragt am 27.10.09 | Kommentare (3) | Permalink
Litfaßsäule und Schüßler-Salze
1996 nach Inkrafttreten der Rechtschreibreform soll es so manchen Herrn Voß oder so manche Frau Wißmann gegeben haben, die besorgt beim Einwohnermeldeamt nachfragten, ob sie ihren Namen nun „Voss“ respektive „Wissmann“ schreiben müssten. Mussten sie nicht. Denn Eigennamen waren und sind von der Rechtschreibreform ausgeschlossen.
Julian von Heyl in Cartoons am 21.10.09 | Kommentare (8) | Permalink
EDV-basiert oder EDV-basierend?
Wenn A auf B basiert, kann man auch sagen: das auf B basierende A. Dennoch verzeichnen die Wörterbücher nicht etwa z. B. „netzwerkbasierend“, sondern „netzwerkbasiert“ als Stichwort. Das auf B basierende A würde man also adjektivisch „das B-basierte A“ nennen? Dr. Scholze-Stubenrecht bringt Licht in die besonders in der Fachwelt häufig anzutreffenden Adjektivbildungen mit
Julian von Heyl in Nachgefragt am 13.10.09 | Kommentare (5) | Permalink
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