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> Irgendwie werden Namen von Zubereitungsarten mit einer
> weiblichen Form auf «-in» als Erstglied oft ohne das
> Fugenelement «-en» gebraucht, zum Beispiel «Müllerin-Art» und
> «Gärtnerin-Art».
Klar, der Müller und der Gärtner hatten ja früher keine Zeit zum Kochen, weil sie schwerer körperlicher Arbeit in der Mühle bzw. dem Garten nachgingen. Das Kochen in der heimischen Küche überließen Sie ihren jeweiligen Frauen, also der Müllerin bzw. der Gärtnerin, die man in der Mühle oder im Garten nur antraf, wenn sie ihrem Gatten zu Mittag das Essen brachten. Ansonsten hatten diese Frauen mit Mühlen- oder Gartenarbeit nichts zu tun.
Da nicht nur die Angehörigen dieser Berufe hierzulande schon damals in Einehe lebten, verbot sich eine Komposition mit den Pluralformen. Das Motionssuffix diente früher nicht zur Bezeichnung der (Berufs-)Gruppen-Angehörigkeit von Frauen, sondern dazu, zu bezeichnen mit was für einem (Berufs-)Gruppen-Angehörigen sie verheiratet waren.
Ob eine Müllerin oder eine Gärtnerin die jeweilige Forellenzubereitungsart erfunden hat, ist dabei fraglich: Mehl und Gemüse dürften früher auch Hausfrauen zur Verfügung gestanden haben, die mit Angehörigen anderer Berufsgruppen verheiratet waren. Das Kind brauchte halt einen Namen. Die »Westmoreland-Sauce« kommt aber hoffentlich auch ganz ohne Agent Orange als Zutat aus.