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Kurz erklärt

Die deutsche Sprache ist gespickt mit Fallstricken. Hier gehen wir auf ausgewählte Problemfälle ein und liefern kurze Erklärungen und Definitionen zu Schreibweise, Grammatik und praktischer Anwendung.

abnorm, abnormal, anomal, anormal und unnormal

Will man ausdrücken, dass etwas von der Norm, vom Gewöhnlichen oder von der Regel abweicht, bietet die deutsche Sprache eine verwirrend große Auswahl an. Worin bestehen denn eigentlich die Unterschiede zwischen abnorm, abnormal, anomal, anormal und unnormal? Zum Teil überschneiden sich die Bedeutungen; dennoch gibt es semantische Differenzierungen, wann man was sagt.

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Julian von Heyl am 25.10.16 | Kommentare (0) | Permalink

aus aller Herren Länder

Kommen Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern, so nutzt man häufig die Redewendung »aus aller Herren Länder«, wobei das Genitivattribut »Herren« hier als »Herrschenden« zu lesen ist, also »Machthaber«. Es ist offensichtlich, dass die Wendung noch aus Zeiten stammt, in denen die Monarchie die vorherrschende Staatsform war.

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Julian von Heyl am 12.09.16 | Kommentare (0) | Permalink

100-jähriges Jubiläum

Feiert man den Jahrestag einer Firmen- oder Vereinsgründung, so spricht man auch von einem Jubiläum – der Begriff geht zurück auf das von Papst Bonifatius VIII. im Jahre 1300 eingeführte christliche Jubeljahr, das alle hundert Jahre Kirchenstrafen erließ. Doch kann man wirklich von einem 100-jährigen Jubiläum sprechen? Man bemerkt schnell den logischen Fehler: Schließlich besteht nicht das Jubiläum seit 100 Jahren, sondern das Unternehmen oder der Verein.

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Julian von Heyl am 03.09.16 | Kommentare (1) | Permalink

verbieten versus verbitten

Sowohl in der Anwendung als auch in den zugehörigen Zeitformen kommt es immer wieder zu Verwechslungen zwischen »verbieten« und »verbitten«, weshalb hier kurz die Unterschiede geklärt werden sollen.

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Julian von Heyl am 30.05.16 | Kommentare (0) | Permalink

freigebig versus freigiebig

Wie schon bei »vorwiegend / überwiegend« scheiden sich auch hier die Geister: Ist freigebig oder freigiebig die korrekte Form? Und auch hier gilt: Richtig ist beides, aber aus etymologischer Sicht kann es eigentlich nur eine Form geben.

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Julian von Heyl am 15.04.16 | Kommentare (0) | Permalink

anderorts, andernorts oder anderenorts?

Schreibvarianten gibt es nicht erst seit der Rechtschreibreform; schon immer gab es Wörter, für die sich mehrere Schreibweisen gleichberechtigt etabliert haben. So ist auch in der Frage, ob es anderorts, andernorts oder anderenorts heißt, zunächst einmal Entwarnung zu geben: Als richtig gelten alle drei Varianten.

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Julian von Heyl am 13.04.16 | Kommentare (0) | Permalink

Das Goldene Zeitalter – klein oder groß?

Als »Goldenes Zeitalter« bezeichnen wir eine Blütezeit oder Glanzzeit, zumeist bezogen auf kulturelle Leistungen, aber auch in Bezug auf technische Errungenschaften oder wirtschaftliche Aufschwungsphasen. So kann man vom Goldenen Zeitalter der Romantik ebenso sprechen wie vom Goldenen Zeitalter der Niederlande. Doch woher kommt der Begriff eigentlich, und wie schreibt man ihn?

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Julian von Heyl am 01.09.15 | Kommentare (0) | Permalink

Ein klein bisschen? Ein Mü? Ein My!

Für »ein bisschen« wird umgangssprachlich häufig die Wendung »ein My« gebraucht, mit der man in besonderer Weise die Winzigkeit der Menge oder Distanz betont: »Die Suppe könnte noch ein My mehr Salz vertragen!« – »Kannst du den Fernseher ein My lauter machen?« – »Pass doch auf! Ein My weiter rechts, und es hätte gekracht!« Doch woher kommt der Ausdruck eigentlich?

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Julian von Heyl am 07.03.15 | Kommentare (3) | Permalink

Ebendarum sind ebendiese ebenda

Zu den eher häufigen Fehlern in meiner Korrekturpraxis gehört die fälschliche Getrenntschreibung, wenn »eben« als verstärkendes Partikel in sogenannten demonstrativen Zusammensetzungen eingesetzt wird: Richtig ist in solchen Fällen die Zusammenschreibung: nicht »eben dieser«, sondern »ebendieser«.

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Julian von Heyl am 01.03.15 | Kommentare (1) | Permalink

vorwiegend oder überwiegend?

Wörter gibt es, die dürfte es eigentlich gar nicht geben. So fragt man sich beim Partizip »vorwiegend« und dem zugrunde liegenden Verb »vorwiegen« schon, was das eigentlich genau bedeuten soll.

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Julian von Heyl am 06.12.13 | Kommentare (5) | Permalink

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