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Abkürzungen, die in ihrer Auflösung selbst enthalten sind, werden rekursiv genannt. So etwas ist im IT-Kontext anzutreffen und kann als Anspielung auf rekursive Funktionen verstanden werden, Beispiele sind «EINE» für «EINE Is Not EMACS» und «ZWEI» für «ZWEI Was EINE Initially». Außerhalb dieses Kontextes ist das Phänomen selten, ein frühes Beispiel ist die kabbalistische Deutung des Namens «Adam» als Akronym für Adam, David und Messias (Maschiach).
Bei einigen angeblichen Beispielen würde ich aufpassen: «BWIA West Indies Airways» hieß einst «British West Indies Airways». Bei der Umbenennung hielt zwar das Akronym her, das muss aber nicht heißen, dass es da für den vollen Namen stand und somit rekursiv geworden war; plausibel scheint mir eher, dass «BWIA» ohne Auflösung gebraucht wurde (und keine neue erhielt). «Visa» (Logo-Schreibweise: «VISA») ist überhaupt kein Akronym, es ist aber amüsant, dass eines von Visas verbundenen Unternehmen «Visa International Service Association» heißt, was zu den Buchstaben von «Visa» passt. «BUND» enthält in der Auflösung nicht das Akronym, sondern das Wort «Bund»: «Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland». Ebenfalls kein Beispiel ist «EPT» für «education for particular tasks». John Brunner (1968) gebrauchte zwar auch «eptification», aber nicht «eptification for particular tasks», das ist also höchstens redundant.