korrekturen.de | Korrektorat und Lektorat

Beliebte Fehler: S

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Beliebte Fehler: S
Beliebter Fehler Richtige Schreibweise Erläuterung
sähen säen Die Formen für säen im Sinne von "Saat ausbringen" lauten: Ich säe, du säst, er/sie sät, wir/sie säen. Entsprechend heißt es auch: dünn gesät sein. Der Konjunktiv "(wir/sie) sähen" zu "sehen" wird hingegen mit h geschrieben. Vgl. auch --> übersät.
Scampis Scampi Die aus dem Italienischen kommende Bezeichnung Scampi für eine bestimmte Art kleiner Krebse steht bereits im Plural, daher ist die Form "Scampis" nicht korrekt. Der italienische Singular lautet "scampo", die Singularform ist aber im Deutschen nicht gebräuchlich.
Schanier Scharnier Das Substantiv Scharnier für ein Drehgelenk respektive eine Türangel stammt aus dem Französischen, wobei das französische charnière vermutlich auf das lateinische cardo mit gleicher Bedeutung zurückgeht.
scheinbar anscheinend Mit anscheinend wird die Vermutung zum Ausdruck gebracht, dass etwas so ist, wie es erscheint. Hingegen sagt scheinbar, dass etwas nur so scheint, aber nicht wirklich so ist.
schonmal schon mal Bei schon mal handelt es sich um eine umgangssprachliche Verkürzung von "schon einmal": "Wir sollten schon mal die Sachen packen." Die Wendung wird wie --> erst mal stets getrennt geschrieben. Im Gegensatz dazu ist nochmal für "noch einmal" nach neuer Rechtschreibung eine zugelassene Schreibweise.
Schlammassel Schlamassel Die Anhänger der "Schlammassel"-Schreibweise gehen sogar so weit, mit "Schlammmassel" jetzt noch ein weiteres m hinzuzufügen, um den neuen Rechtschreibregeln Genüge zu tun. Tatsächlich hat Schlamassel aber nichts mit "Schlamm" zu tun, sondern die aus der Gaunersprache stammende Bezeichnung für eine verfahrene oder missliche Lage setzt sich aus "schlimm" und "Massel" (jidd. Glücksstern; Schicksal) zusammen – das letztere Wort kennt man aus "Massel haben" für "Glück haben".
Schlawittchen Schlafittchen Das Wort „Schlafittchen“ kommt fast nur noch in der Redewendung „jemanden beim Schlafittchen packen/kriegen“ vor. Etymologisch ist das Wort auf die „Schlagfittiche“, die Schwungfedern beim Vogel, zurückzuführen und bezieht sich auf den Rockschoß. Eine regionale Variante lautet „Schlawickel“, offenbar in Verschmelzung mit „jemanden beim Wickel packen/kriegen“ entstanden – hierbei bezog sich „Wickel“ jedoch auf das Band, mit dem der Männerzopf zusammengehalten wurde. Die Schreibweise „Schlawittchen“ scheint wiederum eine fälschliche Kontamination aus „Schlafittchen“ und „Schlawickel“ zu sein.
Schmand Schmant Der Duden lässt keinen Zweifel: Es heißt Schmant! Doch da längst auch alle Lebensmittelhersteller ihren Sauerrahm nur noch als Schmand anbieten, wird sich diese Schreibung wohl durchsetzen.

Nachtrag Oktober 2009: Im Duden 25. Auflage ist nun „Schmand“ als „landschaftliche Schreibung für Schmant“ verzeichnet.
Schmincke Schminke Womöglich ist es auf den großen Erfolg der Firma Schmincke mit ihrer gleichnamigen Künstlerfarbe zurückzuführen, dass auch der Oberbegriff für kosmetische Produkte zum Auftragen Schminke bzw. das dazugehörige Verbum schminken so häufig fälschlich mit ck geschrieben wird.
Schmuh Schmu Der Ausdruck Schmu für "etwas, das nicht ganz korrekt ist" entstammt der Gaunersprache (Rotwelsch) und ist seit dem 18. Jh. belegt. Wie das Wort genau entstanden ist, ist unklar, es liegt aber vermutlich eine Verwandtschaft mit "Schmus" für "Schöntuerei, leeres Gerede" vor.
Schnippsel Schnipsel Der Ausdruck Schnipsel für ein kleines abgeschnittenes oder abgerissenes Stück von etwas gehört zur Wortfamilie schnippen, schnippeln, schnipseln und wird mit nur einem p geschrieben. Es heißt sowohl "der Schnipsel" als auch "das Schnipsel".
(ich, er, sie) schrob (ich, er, sie) schrieb Besonders in Weblogs und Mailinglisten wird das Wort "schreiben" gerne scherzhaft bewusst falsch konjugiert: Ich schrob, du schrobst, er/sie schrob etc. Naturgemäß hat dadurch auch der Kreis derjenigen zugenommen, die dies für richtiges Deutsch halten bzw. verunsichert sind, wie denn nun die richtige Form lautet, was die Aufnahme in diese Fehlerliste rechtfertigt. Grammatisch richtig sind natürlich nur die Formen: Ich schrieb, du schriebst, er/sie schrieb etc.
seelig selig Auch wenn es naheliegend erscheint: Das Wort leitet sich nicht von "Seele" ab, sondern geht auf ahd. "sälig" = "gut, glücklich; gesegnet; heilsam" zurück.
(ihr) seit (ihr) seid Im Gegensatz zur Präposition seit, die nur in Zusammenhang mit Zeitangaben vorkommt, wird die 2. Person Plural von sein, "ihr seid", mit d geschrieben: "Seit ihr hier seid, seid ihr zufrieden."
Seiteneffekt Nebenwirkung Besonders in der Informatik ist oft von einem Seiteneffekt die Rede, wenn etwas als (unerwünschte) Nebenwirkung auftritt. Tatsächlich handelt es sich um eine falsche wörtliche Übersetzung des engl. side effect (= Nebenwirkung).
Sekreteriat Sekretariat Der Begriff Sekretariat für ein Schreib- oder Verwaltungsbüro geht auf das mittellateinische Wort secretariatus = Amt des Geheimschreibers zurück.
seperat separat Das Adjektiv separat für "getrennt, gesondert, einzeln" leitet sich genau wie separieren oder Separee vom lateinischen separare = absondern, trennen ab.
Seriösität Seriosität Das Substantiv leitet sich nicht direkt von "seriös" ab, sondern von mlat. seriositas.
Silouette Silhouette Das französische Wort Silhouette für "Schatten, Umriss" geht auf den französischen Politiker Étienne de Silhouette (1709–1767) zurück, der unter Ludwig XV. Finanzminister war. Er pflegte sein Schloss mit Scherenschnitten zu verschönern, nicht zuletzt aus Sparsamkeit, da diese wesentlich preisgünstiger anzufertigen waren als Ölgemälde.
sieben Sachen Siebensachen Im Sinne von "Habseligkeiten", etwa im Ausdruck "seine Siebensachen zusammenpacken", wird Siebensachen als eigenständiges Substantiv zusammengeschrieben. Die genaue Etymologie des Ausdrucks ist nicht bekannt, er ist aber auf die seit je große Symbolträchtigkeit der Zahl Sieben zurückzuführen.
sietzen siezen Das Verb siezen für "jmdn. mit Sie anreden" schreibt sich ohne tz. Auch wenn die Anrede "Sie" großgeschrieben wird, wird das Verb stets kleingeschrieben. Es heißt also "Seit wann siezen wir uns?" und nicht "Seit wann Siezen wir uns?".
skuril; skurill skurril Abgeleitet von lat. scurrilis, zu: scurra = Witzbold, Spaßmacher. Ebenso natürlich: Skurrilität.
sobald so bald Speziell in Wendungen wie "so bald wie möglich" wird die adverbiale Fügung "so bald" gerne mit der zusammengeschriebenen Konjunktion "sobald" verwechselt: "Ich rufe dich an, sobald ich Näheres weiß." Merkhilfe: Man schreibt "so bald" auseinander, wenn man "bald" auch durch "früh" oder "zeitig" ersetzen kann.
Spaghettis Spaghetti Die Bezeichnung Spaghetti (in neuer Rechtschreibung auch: Spagetti) für die italienische Nudelsorte steht bereits im Plural, einen Singular gibt es nicht. Der vermeintliche Plural "Spaghettis" ist daher nicht richtig. Gebraucht man das Wort als abfällige Bezeichnung für (die) Italiener, lautet hingegen der Singular "der Spaghetti" und der Plural "die Spaghettis".
Sponsering Sponsoring Das Substantiv Sponsoring leitet sich nicht vom Verb sponsern ab, sondern vom Substantiv Sponsor. Aber: das Sponsern; eine gesponserte Veranstaltung. Siehe auch --> sponsern.
sponsorn sponsern Das Verb sponsern leitet sich nicht vom Substantiv Sponsor oder Sponsoring ab, sondern von engl. "to sponsor". Die Schreibweise erklärt sich durch die Zurückführung auf das lateinische spondere = feierlich versprechen, geloben, sich verbürgen. Ebenso: eine gesponserte Veranstaltung. Siehe auch --> Sponsoring.
Standart Standard Sowohl die Auslautverhärtung in der Aussprache als auch die "Standarte" haben hier wohl zur Verwirrung geführt.
(die) Stati (die) Status Der Plural von Status lautet nicht etwa "Stati", sondern wie der Nominativ und der Genitiv Singular: Status. Im Genitiv und im Plural wird allerdings das u lang ausgesprochen.
stiebitzen stibitzen Der umgangssprachliche verniedlichende Ausdruck für "stehlen" im Sinne von "etwas auf listige Weise an sich bringen" ist seit dem 18. Jh. bezeugt und entstammt der Studentensprache. Die genaue Herkunft des Wortes ist unklar, vermutlich wurde es in die sogenannte Bi-Sprache gestreckt aus "stitzen" für "stehlen".
Stil Stiel Die Wörter werden besonders gerne verwechselt, wenn fälschlich davon  geschrieben wird, etwas "mit Stumpf und Stil" auszurotten. Gemeint ist aber natürlich kein stilvolles Vorgehen, sondern die Redewendung kommt aus dem Bereich der Botanik und meint, eine Pflanze "mit Stumpf und Stiel", also restlos, zu beseitigen. Siehe auch --> Pappenstil.
Stehgreif Stegreif Man "steht" da und "greift" nach Worten, könnte man denken, tatsächlich leitet sich "Stegreif" aber von ahd. stegareif = Steigbügel ab. Eine Rede "aus dem Stegreif" halten hieß also früher, dafür noch nicht einmal vom Pferd abzusteigen.
Strapatzen Strapazen Das zumeist im Plural verwendete Substantiv Strapaze leitet sich ebenso wie strapazieren aus dem italienischen strapazzare = überanstrengen ab. Im Gegensatz etwa zu "Matratze" wird es nicht mit tz geschrieben.
Strasse Straße Die Falschschreibung "Strasse" soll hier beispielhaft stehen für die seit der Rechtschreibreform zu beobachtende Tendenz, das ß auch dort durch ss zu ersetzen, wo weiterhin die Schreibweise mit ß richtig ist (oft auch: "Grüsse" statt "Grüße", "ausser" statt "außer"). Die neue Regel: Nach kurzem Vokal schreibt man ss, nach langem Vokal oder Diphthong (= Doppelvokal: ei, au, äu etc.) schreibt man ß. Die einzige Ausnahme bilden Eigennamen oder von Eigennamen abgeleitete Substantive wie etwa --> Litfaßsäule.
Streu Spreu Man liest immer wieder, dass sich "die Streu vom Weizen" trenne. Tatsächlich heißt es aber "die Spreu vom Weizen", wobei der Ausdruck Spreu etymologisch verwandt mit "sprühen" ist und die wertlosen Getreidehülsen bezeichnet. Der Ausdruck geht zurück auf eine Technik, bei der das gedroschene Korn in den Wind geworfen wurde, wobei die leichte Spreu verstob und die Körner wieder auf den Boden fielen.
subsummieren subsumieren Das Verb subsumieren für "unter einem Begriff/Thema zusammenfassen" leitet sich nicht wie "summieren" von lat. summa ab, sondern aus lat. sub = unter u. sumere (2. Part.: sumptum)= nehmen.
substrahieren subtrahieren Das mathematische Fachwort für "abziehen, vermindern" setzt sich aus der Vorsilbe lat. sub = unter und lat. trahere (tractum) = ziehen, schleppen zusammen. Entsprechend lautet das zugehörige Substantiv auch Subtraktion und nicht etwa "Substraktion".
Sunnyboy Sonnyboy Bei der aus dem Englischen kommenden Bezeichnung Sonnyboy für einen jungen Mann mit Charme und heiterem Gemüt liegt die Schreibweise "Sunnyboy" aufgrund der Assoziationen eines sonnigen Gemüts zu engl. sun = Sonne nahe. Tatsächlich ist der Ausdruck aber eine Zusammensetzung aus "sonny", einer Koseform zu son = Sohn, und boy = Junge. Das englische Pendant "sonny boy" ist also frei mit "mein Söhnchen" übersetzbar.
Sylvester Silvester Der letzte Tag im Jahr, benannt nach Papst Silvester I. (314–335 n. Chr.), wird ausschließlich mit i geschrieben; beim Vornamen "Sylvester" / "Silvester" gibt es beide Schreibweisen.
symetrisch symmetrisch Das Adjektiv symmetrisch setzt sich zusammen aus der griechischen Vorsilbe sym... = zusammen; mit; übereinstimmend mit und metrisch (lat. metricus / griech. metrikós = das Silbenmaß betreffend), daher die Schreibweise mit zwei m.
Syphon Siphon Beide Bedeutungen von Siphon (1. Krümmung als Geruchsverschluss beim Wasserablauf; 2. Sprudler in der Hausbar) schreiben sich gleich und mit i, nicht mit y.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Klicken Sie in der alphabetischen Leiste auf den gewünschten Anfangsbuchstaben oder nutzen Sie das Suchfeld. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu den Einträgen? Bitte besuchen Sie unser Forum. Die häufigsten Zweifelsfälle der neuen Rechtschreibung finden Sie in einer vergleichenden Gegenüberstellung in unserer ausführlichen Wortliste.